Herzöge Wolfenbüttel - BSV Wulfen
84:81 (45:38)
Gegen die Wolfenbütteler Zonenverteidigung leisteten sich die Wulfener in den ersten 20 Minuten fast ebenso viele Fehlpässe und machten sich so selbst das Leben schwer. Nach der 2:0-Führung rannten die Gäste über die gesamte Spielzeit einer Wolfenbütteler Führung hinterher, was sowohl an den Kräften als auch an den Nerven zehrte.
Nach zehn Minuten führte Wolfenbüttel 24:19, beim Seitenwechsel 45:38. Das war noch keine Entscheidung und Wulfen fand im dritten Viertel auch endlich besser ins Spiel. Das Reboundverhalten besserte sich dramatisch, doch mehr als der Ausgleich war dem BSV nie vergönnt.
So blieb es bis zum Ende spannend und wurde in der Schlussphase regelrecht dramatisch. 43 Sekunden vor dem Ende verkürzte Steve Briggs per Freiwurf auf 78:80, doch kurz darauf verstand der Amerikaner die Welt nicht mehr. Hinten entschieden die Unparteiischen überraschend auf Foul gegen ihn und Marquis Jones verwandelte die Freiwürfe zum 82:78; vorne dagegen blieb der Foulpfiff aus, als Briggs gegen drei Verteidiger zum Korbleger ging und geblockt wurde. Wolfenbüttel nutzte den Ballgewinn zum 84:78 – die Entscheidung. Briggs sechster Dreier zum 81:84 fiel mit der Schlusssirene.
Wulfen rettete damit zwar den direkten Vergleich gegen die Herzöge, liegt aber nun einen Sieg hinter Wolfenbüttel und steht am Samstag gegen Wedel unter absolutem Erfolgsdruck. „Es wird schwer für uns, die Playoffs zu erreichen“, weiß auch Trainer Sebastian Borgmann: „Jetzt wollen wir auf jeden Fall die Playdowns verhindern und dazu müssen wir irgendwie Wedel hinter uns lassen.“
Wolfenbüttel: Owens (14), Nawrocki (14/2), Jones (15), Knopke (18/2), Staebe (2), Schubert (11/1), Adams, Hart (10), Cantürk.
BSV: Smith (13), Hummelt, Hänig (2), Reuter (14/2), Mazur, Janoschek (6), Bakoa (3), Bellscheidt (5/1), Briggs (32/6), Sherman (6).








