In einige Ampelanlagen sind die Nebenstrecken nicht eingebunden

22. Januar 2012 16:27

Zum MZ-Bericht "Das ist noch nicht die perfekte Welle" schreibt Klaus Hussel, Mitglied der buergerunion marl (bum) und Mitglied im „Arbeitskreis Gesamtverkehrskon- zeption der Stadt Marl“

Die Grünen Wellen in Marl können überhaupt nicht funktionieren, weil einige Ampelanlagen nicht in das System eingebunden sind.

Beispielsweise führen im Zuge der Herzlia Allee/ Rappaportstraße die Ampeln des Anschlusses Marsweg und die beiden Anschlüsse zur A 52 ein Eigenleben. Ein Fahrzeug, welches aus dem Marsweg kommt, kann ungeniert die Grüne Welle der Herzlia Allee unterbrechen und damit die Hauptstrecke zum Stillstand zwingen. Das passiert natürlich rund um die Uhr.

Am heutigen Tag bin ich um 15.20 Uhr von der Freerbruchstraße zur Herzlia Allee eingebogen, um bis zu Evonik zu fahren.
Bis zum Ziel habe ich zusammen mit etlichen anderen Autos sieben Mal halten müssen! Auf dem Rückweg wurde ich mit nur vier Haltepunkten wieder versöhnt.
Völlig unverständlich: am Anschluss Begonienstraße. darf man regelmäßig 80 Sekunden lang die Gegend bewundern, um wenigen Fahrzeugen den Weg zur Blumensiedlung freizugeben.

Rätselhaft: Dieser Straßenzug ist nicht als Unfallschwerpunkt bekannt, dennoch lauern hier ständig Ordnungsamt und Polizei.

Den Behörden ist diese Situation sattsam bekannt. Die Verwaltung sieht wegen der Finanzprobleme trotz Protesten aller Parteien keinen Handlungsbedarf, vielleicht weil die Behörden daraus viel Honig saugen.

Fährt man z.B. nach Norden zum Anschluss A 52 etwas zu schnell, um noch das Grün zu erwischen, wird man gelegentlich zwangsgebremst. So geschehen an einem Sonntag (!) am Abzweig A 52. Auf der Verkehrsinsel standen drei Polizeifahrzeuge
mit acht Beamten (!).

Für die Neugierigen: ich wurde von der Radarpistole mit 63 km/h erfasst.
Für die Schadenfrohen: 25 € Euro kostete die „Raserei“. Für die Ordnungsfanatiker: Die Polizei interessierte sich nur für meine Scheckkarte, die Fahrzeugpapiere wurden nicht verlangt.

Gleichzeitig lauern ständig die Radarwagen des Ordnungsamtes, um sich selbst zu bezahlen und den Schuldenberg zu Lasten der Verkehrsteilnehmer abzutragen.

Angesichts der Tatsache, dass früher die Rappaportstraße. legal mit 70 km/h befahren werden durfte, ist diese Abkassiererei bei der bekannten Ampelproblematik als gezielte Gängelei des Bürgers einzuordnen.
Es ist zu fordern, dass ein Teil des vom Steuerzahler bezahlten Personals zweckmäßiger zur Verbrechensbekämpfung eingesetzt wird.

Polizisten bzw. Mitarbeiter des Ordnungsamtes sollten in sich gehen und sich fragen, ob ihre Abzocker-Tätigkeit an ohnehin geplagten Zeitgenossen wirklich im Sinne der Bürger ist.

Bekanntlich stehen wesentlich dringendere Probleme an, die leider nicht so einfach und anspruchslos wie die „Verkehrsüberwachung“ zu lösen sind.
Hier herrscht Handlungsbedarf!

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