Die Hülser Schlachtenbummler unterstützten den VfB Hüls unter anderen auch wie hier im Auswärtsspiel bei der Reserve des MSV Duisburg. Foto: Haselbach
Der Gedanke daran war schon sehr lange da und vor einigen Wochen klappte es dann auch mit der Umsetzung. „Dank der neuen Medien, wie der Facebook-Seite des VfB oder das Internetforum des Vereins haben wir uns alle schnell gefunden und sind schnell auf einen gemeinsamen Nenner gekommen“, berichtet Marcel Malyga, einer der vier Gründungsmitglieder der „Chemiekeulen“.
„Wir alle haben vorher schon etliche Jahre die Spiele des VfB alleine gesehen und vermissten es oft, mal mit mehreren Leuten zusammenzustehen oder mal die Mannschaft anzufeuern. Dann habe ich mich an den Verein gewandt und der hat mir ein paar Kontakte zu weiteren VfB-Fans vermittelt. Jetzt sind wir schon zehn Leute“, erklärt Malyga die kurze Entstehungsgeschichte.
Bei den letzten Heim- und Auswärtsspielen vor der Winterpause wurde der VfB auch schon lautstark unterstützt und Spieler und Verantwortliche waren von der Sache sichtlich angetan. „Wir hatten in den letzten Jahren immer mal wieder Leute, die versucht haben, einen VfB-Fanclub auf die Beine zu stellen. Das war aber leider nie von langer Dauer. Das lag weniger am Verein oder an der Mannschaft. Eher daran, dass es überwiegend sehr junge Leute waren, die dann sonntags aber selber Fußballspielen mussten oder wo dann Schalke oder andere Profivereine interessanter wurden“, analysiert Stefan Berger, Pressesprecher des Vereins. Die Gründer der Chemiekeulen sind jetzt alle um die 30 Jahre alt, ich gehe davon aus, dass die Sache diesmal richtig klappt und wir viel Freude am und mit dem Fanclub haben werden.“
Brief vom "Chef" persönlich
Beeindruckend fand René Jeromin, ein weiteres Gründungsmitglied, den Brief von VfB-Boss Horst Darmstädter: „Wir haben dem VfB einfach mal ein paar nette Zeilen geschrieben und quasi gesagt, dass wir jetzt der Fanclub sind und gerne offizieller Fanclub des Vereins werden wollen. Geantwortet hat dann der Chef selbst. Das fand ich super. Vor allem, was er schrieb, war klasse. Da wurde mir richtig klar, dass man gar nicht anders kann, als von diesem Verein Fan zu sein. Ich war auch viele Jahre auf Schalke, aber das hier ist Fußball pur, der Spaß macht, und man wird als Fan nicht nur ernst genommen, sondern man bekommt auch vom Verein gezeigt, wie wichtig ihm der einzelne Fan ist.“
Dazu hat der noch junge Fanclub klare Ziele für die Zukunft. Markus Tegtmeier erläutert sie: „Wir wollen Anlaufpunkt für die VfB-Fans sein, die auch mal gerne die Mannschaft lautstark unterstützen möchten, wenn sie es braucht. Unser Ziel ist es, mit möglichst allen Mitgliedern bei den Heim- und Auswärtsspielen zu sein. Gemeinsam ist es doch auch viel einfacher bei den Auswärtsspielen für Mitfahrgelegenheiten zu sorgen. Jeder, der den VfB auswärts sehen möchte, soll auch mitfahren können. So ist es doch nicht nur für die Mannschaft eine klasse Sache. Schön wäre es, wenn irgendwann mal wieder ein ganzer Bus mit Fans zu den Auswärtsspielen fährt. Es geht uns auch nicht darum, 90 Minuten dauerhaft zu singen oder Fahnen zu schwingen. Wir feuern die Mannschaft an, wenn sie uns braucht und wollen zeigen, dass wir überall mit ihr dabei sind.“
"VfB ist eine große Familie"
Kai Böttcher ergänzt die Sache noch: „Natürlich sind die Spiele der ersten Mannschaft im Blickpunkt. Aber wenn die U23, eine Jugendmannschaft oder gar die Alten Herren mal wichtige Spiele haben, werden wir zusehen, auch diese zu unterstützen. Es geht doch um den VfB Hüls und der ist eine große Familie. Dazu gehört nicht nur die erste Mannschaft.“
Solche Worte hört der Verein natürlich auch gerne und hat auch sofort zugesagt, zur ersten Mitgliederversammlung mindestens einen offiziellen Vereinsvertreter zu schicken. Zu dieser sind dann auch alle eingeladen, die Interesse haben, dem Fanclub beizutreten oder einfach nur neugierig sind. Es läuft momentan mehr als rund beim VfB Hüls. An allen Ecken und Enden.
Info: Gründungsversammlung der „Marler Chemiekeulen“ ist am Freitag, dem 6. Januar um 20 Uhr in der Gaststätte „Taubenschlag“, Bachackerweg 136. Interessierte VfB-Fans sind dazu herzlich eingeladen.








