Bezirksliga 11: Grieß rettet VfB das Remis

Marl Nach zwei Siegen gegen Stadtlohn (2:1, 3:2) reichte es diesmal nur zu einem Remis –1:1 (1:1) nach 90 Minuten. Trotz Einbahnstraßenfußballs gelang es dem Tabellenführer nicht, die kompakte Defensive der Gastgeber zu knacken.

  • Trotz Remis der Gewinner des Spieltages: Patryk Beczkowski und der VfB Hüls. Foto: Andreas von Sannowitz (Archiv)

Bis zur 15. Minute demonstrierte der VfB spielerische Qualitäten. Drei Großchancen wurden herausgespielt. Nach Vorarbeit von Okan Solak kam Grieß per Kopf an den Ball, aber SuS-Keeper Kemper konnte parieren. Nach einem Eckball köpfte Abwehrspieler Sebastian Hagemeister präzise aufs Tor, Kemper konnte nur mit Mühe parieren.

In der 15. Minute war es der gleiche Spieler, der nach einem Freistoß wieder mit dem Kopf zur Stelle war und nur knapp verzog. Alles sah nach einem sicheren Sieg für den VfB aus.

Dann die Überraschung. Die Hülser Defensive agierte nach einem Eckball in Raumdeckung und den abgewehrten Ball nahm Abwehrrecke Andre Melka direkt und die Platzherren gingen überraschend 1:0 (17.) in Führung.

Acht Minuten später dann der Ausgleich. Einen Freistoß von Kapitän Marvin Höner verlängerte Torjäger Grieß über den herauslaufenden SuS-Keeper zum 1:1. Bis zur Halbzeit tat sich dann nichts mehr. Der VfB hatte keine spielerischen Mittel mehr, die SuS-Defensive zu knacken. Zu langsam im Spielaufbau und beim Umschaltspiel. Stadtlohn hatte sich auf die langen Diagonalbälle aus dem Mittelfeld eingestellt und ließ kaum noch Chancen zu.

Nach dem Wechsel das gleiche Bild. Torszenen waren auf beiden Seiten Mangelware. Beim VfB enttäuschten die Außenspieler, die kaum torgefährlich wurden. Grieß wurde selten durch vertikale Bälle in Szene gesetzt.

Ab der 60. Minute wurde die Partie hektischer. Durch die zahlreichen Zweikämpfe, die von den Platzherren hart geführt wurden, kam es immer wieder zu Unterbrechungen, so dass kein Spielfluss aufkam.

Das VfB-Mittelfeld fand keine Mittel, den SuS-Defensivriegel zu knacken. Nur wenn Torjäger Grieß angespielt wurde, kam Torgefahr auf. In der 70. Minute nach einem Freistoß von Höner war Grieß per Kopf zur Stelle, aber Kemper war auf dem Posten. In der 78. Minute setzte sich Prudetskiy auf der linken Seite durch, der Abschluss ging aber weit am Tor vorbei, so dass auch diese Chance leichtfertig vergeben wurde.

Ab der 80. Minute agierte der VfB in Überzahl. Beim SuS wurde Jonah Tenhumberg (wiederholtes Foulspiel) mit Gelb-Rot vom Platz gestellt.

Nach dem Abpfiff von Referee Eduard Schäfer (Rheine) kann positiv betrachtet werden, dass der VfB seit fünf Spieltagen unbesiegt bleibt. Kritisch betrachtet kann man bilanzieren, dass der VfB seit drei Spielen in der Fremde nur Remis spielt.

Da die direkten Hülser Kontrahenten am Spieltag (Marl 0:2, Merfeld 3:4, Dülmen 0:1) aber Federn ließen, lässt es sich mit diesem Ergebnis aber leben. Mit einem Sieg am nächsten Spieltag gegen Adler Weseke, kann der VfB den Herbstmeistertitel sicherstellen.

VFB Hüls: Muslubas - Beczkowski, Hagemeister Sebastian, Milovanovic, Solak (90. Bartusek), Bakir, Prudetskiy, Grieß, Musiolik, Höner, Alex
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