Sportpolitik: Flexibilität heißt das Zauberwort

Marl Die Verwaltung arbeitet intensiv an einem Hallensportkonzept. Ziel ist es, mehr Flexibilität in den Hallenbelegungsplan zu bekommen – gerade was die Trainingsangebote in den Ferien angeht.

  • Foto: Claus Pawlinka

„Doch das braucht Zeit und erfordert sehr viel Arbeit“, betonte Bürgermeister Werner Arndt in der Sitzung des Sportausschusses.
Friedhelm Zachau, Hauptgeschäftsführer des VfB Hüls, machte deutlich, dass er sich eine möglichst schnelle Umsetzung des Konzepts wünscht. „Wenn ich sehe, wie schnell das Metro-Lager hochgezogen wurde, sollte das doch auch bei einem Konzept möglich sein.“ Doch Werner Arndt machte ihm in dieser Hinsicht keine Hoffnung. „Erst einmal müssen wir den Schwerpunkt auf die Sanierung der Hallen an der Willy-Brandt-Gesamtschule und am Gymnasium im Loekamp legen.“

In diesem Zusammenhang kamen auch die Probleme der Kraftsportler des VfB Hüls zur Sprache, die während der Weihnachtsferien ihren Kraftraum an der August-Döhr-Schule nicht nutzen durften. Für Ulrich Schenk vom Stadtsportverband ein Unding: „Mit einer besseren Kommunikation hätte man bestimmt eine Lösung finden können, die allen gerecht geworden wäre. “ Die Verwaltung habe sich aber an einen politischen Beschluss gehalten – der allerdings aus dem Jahre 1983 stammt, so Arndt. Diese Regelung sieht vor, dass Sporthallen in den Ferien nicht genutzt werden dürften. Ausnahmen auf Antrag seien aber immer möglich gemacht worden. Nur in den Weihnachtsferien gäbe es ein generelles Nutzungsgebot.

Durch eine Öffnung von allen Sporthallen in den Ferien würden auf die Stadt Mehrkosten von 100.000 Euro zukommen, stellte Bernd Stankowiak. Leiter des Amts für Gebäudewirtschaft, klar. Noch nicht eingerechnet seien dabei Reinigungskosten, die sich, so Arndt, auf rund 10.000 Euro pro Tag belaufen würden. „Das muss man in die Überlegungen mit einbeziehen.“ Axel Großer (SPD) schlug vor, möglicherweise eine Hallennutzungsgebühr einzuführen. Dem Vorschlag erteilte Arndt schnell eine klare Absage. „Das wäre so, als ob der Kulturausschuss dem Rat vorschlägt, das Theater abzuschaffen.“

Alle warten nun auf das neue Hallensportkonzept, mit dem die Ferien-Problematik zumindest aufgeweicht werden soll. Ideen gibt es einige. André Mölleken vom VC Marl schlug vor, eine große Halle in den Ferien durchgängig zu öffnen, die dann alle Vereine, die Mannschaften im Meisterschaftsbetrieb hätten, nutzen könnten. Man müsste eben zusammenrücken und flexibel sein.
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