31.10.11 13:59DATTELN.
Gegner des E.ON-Steinkohlekraftwerks Datteln haben am Montag mehr als 4000 Protestunterschriften gegen den Weiterbau des Meilers bei der Planungsbehörde RVR vorgelegt.
24.10.11 07:36DATTELN.
Vielen Politikern im Umweltausschuss – vor allem von SPD, FDP, DSP und Linken – ging das, was Gutachter Marcus Koepp sagte, runter wie Öl. Kein Wunder: Koepp hatte „Datteln IV“ im Sitzungssaal des Rathauses als ausgesprochen klimafreundlich gelobt.
12.10.11 16:05DATTELN.
Mit einer gemeinsamen Erklärung prangern Gegner des umstrittenen Kraftwerkbaus „Datteln IV“ das derzeit laufende Regionalplan-Änderungsverfahren beim Regionalverband Ruhr (RVR) an.
05.10.11 16:11WALTROP.
Die Stellungnahme der Stadt Waltrop lässt keinen Zweifel an der Auffassung aufkommen: Auch mit der Änderung des Regionalplanes lasse sich der Standort des E.ON-Kraftwerks in Oberwiese nicht nachträglich legitimieren. Das schreiben die beauftragten Rechtsanwälte.
02.10.11 13:07Datteln.
Die Stadtplaner im Rathaus stehen vor einer kuriosen Arbeit: Sie planen ein Kraftwerk, zum zweiten Mal am selben Ort. Dabei müssen sie so tun, als habe E.ON noch keine Milliarde Euro am Kanal verbaut. Untersucht werden nun kleinste Bau-Details – und ganz große. Etwa die Frage: Wie soll eigentlich der Kühlturm aussehen?
29.09.11 07:16Datteln.
Beim zweiten Anlauf zur Planung des E.ON-Kraftwerks sind auch Dattelns Nachbarstädte als „Träger öffentlicher Belange“ aufgefordert, Stellung zu beziehen. Aus Waltrop ist da ein „Nein“ zu erwarten, aus Oer-Erkenschwick ein „Okay“.
27.09.11 10:08WALTROP.
E.ON muss sich beim Versuch, das Kraftwerk „Datteln IV“ doch noch ans Netz zu bringen, auf massiven und stetig wachsenden Gegenwind aus Waltrop einstellen.
21.09.11 09:22Datteln/Düsseldorf.
Im Ruhrgebiet drohen nach Angaben der Bahn massive Zugausfälle, falls das alte Eon-Kohlekraftwerk in Datteln Ende kommenden Jahres ersatzlos abgeschaltet wird. Mehrere hundert Züge müssten im Winter stundenweise gestoppt werden.
05.09.11 07:08Datteln.
In der Fußgängerzone hat die IG Meistersiedlung versucht, Mitstreiter für ihre Sache zu gewinnen – pünktlich zum zweiten Jahrestag des Gerichts-Urteils, das den Kraftwerks-Bebauungsplan am 3. September 2009 für ungültig erklärt hatte.
31.08.11 18:24DATTELN/WALTROP.
Der zweite Versuch, das E.ON-Kraftwerk legal ans Netz zu bringen, warf gestern Abend im vollen Saal von Haus Dieckmann eine Menge Fragen auf. Silke Günther-Thurau, Waltrops CDU-Vorsitzende, wollte zum Beispiel wissen, ob der Stadt Datteln Regressforderungen von E.ON drohen, wenn es am Ende doch keine politische Mehrheit für einen neuen Bebauungsplan gebe. „Nein“, lautete die schlichte Antwort von Rechtsanwalt Philipp Heinz.
Der Energiekonzern E.ON will in Datteln ein neues Kraftwerk bauen. Ein Teil der Anlage steht bereits, doch Proteste der Bürger haben einen Weiterbau gestoppt. Seit Monaten geht es zwischen Politik, Bürgern und Gerichten hin und her. In unserem Dossier können Sie die Historie dieser Debatte verfolgen.
NETZ - Konzern und Gegner
Der Neubau am Dattelner Kraftwerk ist ein Streitthema. Auf der einen Seite will der Energieversorger e.on den Standort sichern, auf der anderen fürchten die Gegner um Umwelt und Lebensqualität.
Zum Kraftwerk in Datteln hat e.on eine eigene Homepage erstellt. Darauf finden sich alle wichtigen Fakten, die Historie der bisherigen Anlage sowie Neuigkeiten zum Stand der Baumaßnahmen. » zur Homepage
Auch die Gegner schlafen nicht. Federführend hat sich der BUND in die Sache eingeschaltet und klärt über Risiken auf, veranstaltet Protestaktionen und vertritt die Bürger vor Gericht. » zur Homepage
STICHWORT - Kraftwerksneubau
- Bereits seit 1964 produziert e.on in Datteln Strom, und zwar hauptsächlich für die Deutsche Bahn. Ein Nebenprodukt ist dabei die Fernwärme, die rund 50 Prozent der Dattelner Haushalte versorgt.
- Nun baut e.on neben den drei bestehenden drei Blöcken einen weiteren. Er soll nicht nur der Bahn dienen, sondern auch der Energieversorgung in der Region.
- In Sachen Energieeffizienz soll der Neubau 45 Prozent mehr Leistung bringen als die bisherigen. Die Umweltbelastung werde sich um 20 Prozent verringern, so e.on.
- Die Endleistung von Block IV soll 1.100 Megawatt brutto betragen, 642 Megawatt davon als normaler "Haushaltsstrom". Pro Stunde werden dafür 360 Tonnen Steinkohle benötigt.