Unser Nachrichtenüberblick: Brandstifter legt Geständnis ab, Probleme der Innenstädte im Vest, Foodsharing in Herten

Kreis RE/Region Guten Morgen! Ein 24-jähriger Halterner, der wegen Brandstiftung vor dem Landgericht Essen angeklagt ist, hat ein Geständnis abgelegt. In Recklinghausen kann das Freibad in Suderwich erst frühestens im Juli öffnen. Die Innenstädte im Vest haben mit Problemen zu kämpfen - es gbt aber auch positive Entwicklungen. In Marl haben bereits mehr als 7000 Bürgerinnen und Bürger per Briefwahl ihre Stimme zur Europawahl abgegeben. Und in Herten bietet die Diakonie jetzt Foodsharing an. Was sonst an diesem Dienstag, 14. Mai, wichtig ist und wird, erfahren sie hier:

Die aktuelle Nachrichtenlage

  • Luxemburg: Arbeitgeber sollen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs verpflichtet werden, die Arbeitszeiten ihrer Beschäftigten systematisch zu erfassen. Alle EU-Staaten müssten dies durchsetzen, entschieden die obersten EU-Richter am Dienstag in Luxemburg. Nur so lasse sich überprüfen, ob zulässige Arbeitszeiten überschritten würden. Und nur das garantiere die in EU-Richtlinien und in der EU-Grundrechtecharta zugesicherten Arbeitnehmerrechte.
  • Haltern: Es müssen dramatische Szenen gewesen sein: Vor sechs Monaten ist in einem Zweifamilienhaus an der Recklinghäuser Straße in Haltern Feuer gelegt worden. Der Täter ist ein junger Mann (24) aus der Nachbarschaft. Die Anklage lautet auf Mordversuch, Brandstiftung und Körperverletzung. Vor Gericht hat er jetzt ein Geständnis abgelegt.
  • Kreis Recklinghausen: Die Einkaufsstädte im Vest Recklinghausen präsentieren sich in höchst unterschiedlicher Verfassung. Der Online-Handel bereitet zusätzliche Sorgen. Das sind die Stärken, Probleme und Entwicklungen unserer Städte im Kreis:
  • Recklinghausen: Unbekannte sind am frühen Montagmorgen gegen 4 Uhr ins Juweliergeschäft Exner am Markt eingebrochen. Sie sind mit ihrem Auto rückwärts in die Scheibe des Geschäfts gefahren. Dabei haben sie auch eine offenbar selbst hergestellte Metallramme benutzt. Die Beute war allerdings nicht besonders hoch. Von den Tätern fehlt jedoch weiter jede Spur.
  • Essen: Fahrradland Nordrhein-Westfalen: Im Rennen um den Deutschen Fahrradpreis hat das bevölkerungsreichste Bundesland gleich drei Auszeichnungen einheimsen können. Einen ersten Platz in der Kategorie Infrastruktur gibt es für die Pläne des Regionalverbands Ruhr, das bestehende, touristisch geprägte Radverkehrsnetz alltagstauglicher zu machen, wie das Verkehrsministerium am Montag mitteilte. Das Preisgeld beträgt 3000 Euro.
  • Dortmund: Liga-Präsident und BVB-Vereinschef Reinhard Rauball wird bei der Entscheidung um die deutsche Fußball-Meisterschaft das Spiel von Borussia Dortmund bei Borussia Mönchengladbach verfolgen.
  • Wuppertal: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wirbt im Streit über Schulpflichtverletzungen von Teilnehmern der Umweltdemonstrationen «Fridays for Future» für pragmatische Lösungen. Mit pauschalen Verboten sei der Konflikt nicht zu lösen, sagte Merkel am Montag bei einem Bürgerdialog zu «70 Jahre Grundgesetz» in Wuppertal.
  • Düsseldorf: Nach zahlreichen Polizeieinsätzen wegen eskalierter Hochzeitsfeiern liegt dem nordrhein-westfälischen Innenministerium das erste Lagebild zu der Thematik vor. Das sagte ein Ministeriumssprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Demnach werden in dem internen Papier mit dem Titel «Einsatzanlässe Hochzeiten» 122 Fälle seit dem 1. April aufgelistet und analysiert. Es solle nun geprüft werden, welche Schlüsse aus dem Lagebild zu ziehen seien.
  • Hamburg: Deutschland geht beim World Cup of Darts in Hamburg mit seinen beiden besten Profis Max Hopp und Martin Schindler an den Start. Dies teilte der Weltverband PDC am Montagabend knapp drei Wochen vor der Team-WM (6. bis 9. Juni) mit. Der 22 Jahre alte Hopp und sein gleichaltriger Teamkollege Schindler spielten schon im Vorjahr für Deutschland. Sie scheiterten im Viertelfinale am späteren Titelträger Niederlande um Weltmeister Michael van Gerwen.
  • Lügde: Im Fall des massenhaften Kindesmissbrauchs im nordrhein-westfälischen Lügde ist einem Bericht zufolge Anklage gegen zwei Beschuldigte erhoben worden. Das habe das Landgericht Detmold bestätigt, berichteten NDR, WDR und «Süddeutsche Zeitung». Das Gericht werde den Beschuldigten, einem 56 Jahre alten Dauercamper und einem 49-Jährigen, die Anklagen nun zuleiten und um Stellungnahme bitten, hieß es unter Berufung auf einen Gerichtssprecher. Im Fall Lügde werden ein 56-Jähriger und ein 33-Jähriger beschuldigt, über viele Jahre hinweg auf einem Campingplatz mehr als 40 Kinder missbraucht und dabei gefilmt zu haben.
  • Tel Aviv: Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen beginnt am Dienstag der Eurovision Song Contest in Tel Aviv mit dem ersten Halbfinale. Ab 21 Uhr können Zuschauer beim ARD-Digitalsender One die Auftritte von 17 Teilnehmern verfolgen. Deutsche Fans dürfen allerdings erst am Donnerstag beim zweiten Halbfinale abstimmen. Der ESC endet mit dem Finale am Samstag. Zur Sicherung setzt Israel in dieser Woche rund 20 000 Polizisten ein. Deutschland ist mit dem Gesangsduo S!sters und dem Song «Sister» vertreten.
  • Washington/Teheran: Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran wächst die Furcht vor einer militärischen Auseinandersetzung. Die Bundesregierung sei sehr besorgt und wolle nicht, dass es zu einer militärischen Eskalation komme, sagte Außenminister Heiko Maas am Montag nach einem Treffen mit seinem US-Kollegen Mike Pompeo in Brüssel. Unterdessen nährten Berichte über angebliche Sabotageakte gegen Handelsschiffe im Golf von Oman Befürchtungen, dass sich die Lage weiter verschärfen könnte.
  • Anchorage: Mindestens fünf Menschen sind am Montag (Ortszeit) bei der Kollision von zwei Wasserflugzeugen in der Luft vor der Küste Alaskas ums Leben gekommen. Das teilte nach Medienberichten die Reederei mit, die Rundflüge für die Passagiere des Kreuzfahrtschiffs «Royal Princess» organisiert hatte. Zehn der insgesamt 16 Insassen der beiden Maschinen wurden verletzt aus dem Wasser des George Inlet bei Ketchikan geborgen, eine Person werde noch vermisst. Der Gesundheitszustand von drei Verletzten wurde als ernst beschrieben.
  • USA: Hollywood trauert um eine Legende: «Die großartige Doris Day ist von uns gegangen und hat ein Stück Sonne mitgenommen», schrieb Oscar-Preisträgerin Goldie Hawn am Montag auf Twitter. «Sie hatte ein Herz aus Gold und sie war eine sehr lustige Lady, mit der ich viel gelacht habe», würdigte Ex-Beatle Paul McCartney den Star. Er habe die Ehre gehabt, Day mehrere Male in ihrem Haus in Kalifornien zu besuchen, schrieb der Sänger. Er werde ihr ansteckendes Lachen und ihre vielen großartigen Songs und Filme vermissen. Day, bis zuletzt als leidenschaftliche Tierschützerin aktiv, war am Montag im Alter von 97 Jahren in ihrem langjährigen Heimatort Carmel-by-the-Sea gestorben.
  • Menlo Park (USA): Der Chatdienst WhatsApp hat eine Sicherheitslücke geschlossen, durch die Überwachungs-Software auf Smartphones installiert werden konnte. Die Geräte konnten mit einem präparierten WhatsApp-Anruf infiziert werden, da die Schwachstelle in der Umsetzung der Internet-Telefonie lag. Hinter der Angriffs-Technologie werde die israelische Firma NSO vermutet, die Spionage-Werkzeuge an Regierungen verkauft, berichteten unter anderem die «Financial Times» und das Blog «TechCrunch». WhatsApp geht davon aus, dass Ziel der Angriffe lediglich einige ausgewählte Nutzer geworden sein dürften.


Das Wetter

Der Frühling zeigt in Nordrhein-Westfalen weiter ein eher raues Gesicht - mit wenig Sonnenschein und mäßigen Temperaturen. Wer die für Mai ungewöhnlich seltenen Sonnenstrahlen ausnutzen möchte, habe dafür am Dienstag und Mittwoch die besten Aussichten, sagte der Deutsche Wetterdienst voraus. Ab Donnerstag kehrten dann Quellwolken und Regenschauer zurück, besonders im Norden ist das Niederschlagsrisiko hoch. Die Temperaturen bleiben recht konstant bei 13-17 Grad, bei schwachem bis mäßigem Ostwind.

Die detaillierte Vorhersage für ihre Stadt


Der Kreis multimedial

Lebensmittelverschwendung wird zum immer größeren Thema. Man kauft so viel, dass man gar nicht alles essen kann oder das Bündel Orangen ist einfach viel zu groß für einen allein. In Herten an der Ewaldstraße kann man seine übrig gebliebenen Lebensmittel einfach abgeben und jederzeit auch selbst etwas abholen. Unsere Kollegen von cityInfo.TV waren vor Ort:
 


Was ist los im Kreisgebiet und der Umgebung?


Was läuft heute bei den Ruhrfestspielen?

  • Georg Stefan Troller im Gespräch mit Denis Scheck: 20 Uhr, Großes Haus, Recklinghausen, Otto-Burrmeister-Allee 1, noch buchbar
  • Pinocchio: 10 Uhr, Festspielzelt, Otto-Burrmeister-Allee 1, noch buchbar
Aktuelle Infos zu den Ruhrfestspielen, Berichte, Kritiken und Videos sowie alle Termine finden Sie im Netz immer auch unter www.vestivalplus.de. Karten zu allen Veranstaltungen der Ruhrfestspiele 2019 gibt es in allen Geschäftsstellen des Medienhauses Bauer, im RZ- und SZ-Ticketcenter oder aber ganz einfach unter 0209/1477999.
 

Weitere Themen des Tages

  • Essen: Der Industriekonzern Thyssenkrupp legt am Dienstag Zahlen für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres vor. Vorstandschef Guido Kerkhoff hat bereits eingeräumt, die aktuelle Entwicklung sei «schlechter als erwartet». Dies liege vor allem an der Konjunktureintrübung, unter der Thyssenkrupp besonders als Automobilzulieferer leide.
  • Paderborn: Eine der ganz wenigen noch existierenden allerersten Computermäuse kommt 50 Jahre nach ihrer Geburtsstunde nach Nordrhein-Westfalen. Der Erfinder der europäischen PC-Maus - der langjährige Elektroingenieur Rainer Mallebrein - stellt dem Heinz-Nixdorf-Museum in Paderborn eine «Rollmaus» aus den 1960er Jahren zur Verfügung. Am Dienstag (11.00 Uhr) eröffnet das Technikmuseum im Rahmen des neuen Exponats eine Ausstellung zu dem Thema. Mallebrein, der aus der Nähe von Konstanz anreist, will über seine damalige Entwicklungen, Höhen und Tiefen, berichten.
  • Essen: Beim Energiekonzern Eon treffen sich am Dienstag (10.00 Uhr) die Aktionäre zur Hauptversammlung. Vorstandschef Johannes Teyssen wird sie dabei auch über den Stand der Übernahme der RWE-Tochter Innogy informieren. Der Kauf der Netze und des Kundengeschäfts des bisherigen Konkurrenten RWE wird derzeit intensiv von der EU-Kommission geprüft. Eon ist zuversichtlich, die Genehmigung aus Brüssel in der zweiten Jahreshälfte zu erhalten.
  • Paris/Leverkusen: Die Übernahme des amerikanischen Saatgut- und Pestizidherstellers Monsanto stellt Bayer vor immer neue Probleme. Neben der Flut von Schadenersatzklagen wegen möglicher Krebsrisiken des Monsanto-Unkrautvernichters Roundup sorgen jetzt umstrittene Methoden des US-Konzerns im Umgang mit Politikern, Journalisten und Aktivisten für Ärger. Bayer teilte am Montag mit, dass Monsanto wahrscheinlich seit Mitte des Jahrzehnts europaweit Listen mit Namen von Unterstützern und Kritikern habe erstellen lassen.
  • Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt am Dienstag (ab 9.50 Uhr) in Berlin an Klimaschutz-Verhandlungen von Vertretern aus rund 35 Ländern teil. Am Vormittag will sie eine Rede vor den Delegierten des Petersberger Klimadialogs halten. Dieses jährliche informelle Treffen gibt es seit 2010. Es sollte damals nach dem gescheiterten UN-Klimagipfel von Kopenhagen neuen Schwung in die Verhandlungen bringen.
  • Slowakei: Zwei Spiele, zwei Siege - der Auftakt in die Eishockey-Weltmeisterschaft ist für das deutsche Team gelungen. Am Dienstag geht es gegen Frankreich (20.15 Uhr/Sport1 und DAZN) weiter. Auch dieses Match sollte die Auswahl von Bundestrainer Toni Söderholm gewinnen, um das WM-Ziel Viertelfinale zu erreichen.
  • Cannes: Das Filmfestival Cannes wird Dienstagabend mit einer Zombie-Komödie eröffnet. «The Dead Don’t Die» ist der neue Film des US-Amerikaners Jim Jarmusch («Paterson»; «Night on Earth»). Zur Weltpremiere am Abend werden auch zahlreiche Prominente aus dem Werk erwartet.

 
Zahl der Nacht

  • 1.780.000.000: Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer hat in den USA auch den dritten wichtigen Prozess um angeblich krebserregende Produkte der Tochter Monsanto verloren. Die Geschworenen-Jury des zuständigen Gerichts im kalifornischen Oakland verurteilte das Unternehmen gestern zu Schadenersatz in Höhe von insgesamt über zwei Milliarden Dollar (1,78 Milliarden Euro) an die beiden Kläger.


Die Lage auf den Straßen

Die Entwicklung auf den wichtigsten Strecken in unserer Region können Sie bei uns minutengenau auf dieser interaktiven Grafik verfolgen.



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ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    14. Mai 2019, 06:47 Uhr
    Aktualisiert:
    14. Mai 2019, 11:15 Uhr