Die arktischen Temperaturen haben den Teich im Wienburgpark in eine idyllische Eisfläche verwandelt. Doch das Betreten birgt Lebensgefahr. Die Kälte stoppt auch die viele Bauarbeiten.
„In erste Linie ist es der gefrorene Boden, der das Arbeiten auf den Baustellen unmöglich macht“, heißt es bei der Stadt. Hinzu kommt, dass sich bestimmte Materialien wie zum Beispiel Beton und Asphalt bei deutlichen Minustemperaturen nicht mehr verarbeiten lassen.
Straßenbau braucht Plusgrade
Besonders für Straßenbauarbeiten müssen die Temperaturen deutlich im Plusbereich liegen, damit der Boden frostfrei bleibt. Erst wenn die Wetterdienste für mehrere Tage hintereinander deutlich höhere Temperaturen vorhersagen, gingen die Arbeiten weiter, so die Stadt.
Fragen zu den einzelnen Baustellen der Stadtwerke beantwortet Manfred Heinze unter Telefon (02 51) 6 94 13 13; für die Stadt antwortet Ludger Niehoff unter Telefon (02 51) 4 92 66 66.
Harter Waldboden gut für schwere Geräte
In vielen Wäldern werden in diesen Tagen die notwendigen Durchforstungs- und Holzeinschlagsarbeiten vorgenommen. Die Forstverwaltung nutzt die gefrorenen Waldböden, auf denen die schweren Rückemaschinen kaum Fahrspuren hinterlassen. Deshalb lässt die Forstverwaltung zurzeit im städtischen Waldstück im Bereich des Wohngebietes „Am Dill“ in Mecklenbeck 54 Pappeln fällen.
Die Waldflächen und Wege werden während des Holzeinschlags aus Sicherheitsgründen gesperrt. Schilder und Markierungsbänder machen auf die Gefahren aufmerksam und weisen darauf hin, dass das Betreten von Waldflächen während des Holzeinschlags verboten ist.
Randbereiche von Gewässern besonders gefährlich
Die Stadt warnt ausdrücklich: Eisflächen haben erfahrungsgemäß ihre Tücken. Das Betreten der Eisflächen auf freien Gewässern birgt immer Risiken und Gefahren. Strömungen und unterschiedliche Wassertemperaturen beeinflussen die Eisbildung.
An Zu- und Abläufen sowie an Brückenbauwerken bleiben die Wasserflächen offen. Randbereiche sind deshalb besonders gefährlich. Das Betreten der Eisflächen geschieht immer auf eigene Gefahr.
Rettungsstationen zerstört
Bereits im Spätherbst stellte das Amt für Grünflächen und Umweltschutz Eisrettungsstationen an sechs Gewässern im Stadtgebiet auf. „Leider werden immer wieder Ausrüstungsgegenstände gestohlen oder mutwillig zerstört“, sagt Franz-Josef Gövert vom Amt für Grünflächen und Umweltschutz.
„Das ist kein Kavaliersdelikt. Schließlich handelt es sich um Einrichtungen, die Leben retten können.“ Die Stationen werden deshalb laufend kontrolliert und neu bestückt.
Spontanhilfe
1973 wurden die ersten Rettungsstationen angeschafft. Rund um den Aasee stehen inzwischen zehn Stationen. Zwei Stationen befinden sich am Hiltruper See, je eine im Stadtpark Wienburg, am Kanonengraben, am Loddenbachsee und am Regenrückhaltebecken Malteser Straße.
Mit den Stationen kann nur Spontanhilfe geleistet werden, im Notfall sollte die Feuerwehr unter 112 gerufen werden. Die Stadt rät Fußgängern, sich bei einem Spaziergang mit den Stationen vertraut zu machen.


