Lebensgefahr auf Seen: Kältewelle legt städtische Baustellen lahm

03. Februar 2012 18:11

MÜNSTER. Eisige Konsequenzen: Die dauerhaften Minus-Temperaturen behindern die Bauarbeiten der Stadtwerke und des Tiefbauamtes. Ganz gelegen kommt der strenge Frost den Forstarbeitern, während die Feuerwehr erneut vor dem Betreten der Eisflächen warnt.

links
1/1
rechts

Die arktischen Temperaturen haben den Teich im Wienburgpark in eine idyllische Eisfläche verwandelt. Doch das Betreten birgt Lebensgefahr. Die Kälte stoppt auch die viele Bauarbeiten.

Wegen der Kälte mussten die Stadtwerke Arbeiten an den Versorgungsleitungen einstellen. Auch die Kanal- und Straßenbauarbeiten des Tiefbauamtes ruhen vorerst.

„In erste Linie ist es der gefrorene Boden, der das Arbeiten auf den Baustellen unmöglich macht“, heißt es bei der Stadt. Hinzu kommt, dass sich bestimmte Materialien wie zum Beispiel Beton und Asphalt bei deutlichen Minustemperaturen nicht mehr verarbeiten lassen.

Straßenbau braucht Plusgrade

Besonders für Straßenbauarbeiten müssen die Temperaturen deutlich im Plusbereich liegen, damit der Boden frostfrei bleibt. Erst wenn die Wetterdienste für mehrere Tage hintereinander deutlich höhere Temperaturen vorhersagen, gingen die Arbeiten weiter, so die Stadt.

Fragen zu den einzelnen Baustellen der Stadtwerke beantwortet Manfred Heinze unter Telefon (02 51) 6 94 13 13; für die Stadt antwortet Ludger Niehoff unter Telefon (02 51) 4 92 66 66.

Harter Waldboden gut für schwere Geräte

In vielen Wäldern werden in diesen Tagen die notwendigen Durchforstungs- und Holzeinschlagsarbeiten vorgenommen. Die Forstverwaltung nutzt die gefrorenen Waldböden, auf denen die schweren Rückemaschinen kaum Fahrspuren hinterlassen. Deshalb lässt die Forstverwaltung zurzeit im städtischen Waldstück im Bereich des Wohngebietes „Am Dill“ in Mecklenbeck 54 Pappeln fällen.

Die Waldflächen und Wege werden während des Holzeinschlags aus Sicherheitsgründen gesperrt. Schilder und Markierungsbänder machen auf die Gefahren aufmerksam und weisen darauf hin, dass das Betreten von Waldflächen während des Holzeinschlags verboten ist.

Randbereiche von Gewässern besonders gefährlich

Die Stadt warnt ausdrücklich: Eisflächen haben erfahrungsgemäß ihre Tücken. Das Betreten der Eisflächen auf freien Gewässern birgt immer Risiken und Gefahren. Strömungen und unterschiedliche Wassertemperaturen beeinflussen die Eisbildung.
An Zu- und Abläufen sowie an Brückenbauwerken bleiben die Wasserflächen offen. Randbereiche sind deshalb besonders gefährlich. Das Betreten der Eisflächen geschieht immer auf eigene Gefahr.

Rettungsstationen zerstört

Bereits im Spätherbst stellte das Amt für Grünflächen und Umweltschutz Eisrettungsstationen an sechs Gewässern im Stadtgebiet auf. „Leider werden immer wieder Ausrüstungsgegenstände gestohlen oder mutwillig zerstört“, sagt Franz-Josef Gövert vom Amt für Grünflächen und Umweltschutz.

„Das ist kein Kavaliersdelikt. Schließlich handelt es sich um Einrichtungen, die Leben retten können.“ Die Stationen werden deshalb laufend kontrolliert und neu bestückt.

Spontanhilfe

1973 wurden die ersten Rettungsstationen angeschafft. Rund um den Aasee stehen inzwischen zehn Stationen. Zwei Stationen befinden sich am Hiltruper See, je eine im Stadtpark Wienburg, am Kanonengraben, am Loddenbachsee und am Regenrückhaltebecken Malteser Straße.

Mit den Stationen kann nur Spontanhilfe geleistet werden, im Notfall sollte die Feuerwehr unter 112 gerufen werden. Die Stadt rät Fußgängern, sich bei einem Spaziergang mit den Stationen vertraut zu machen.

Bildergalerien aus der Region

Schalke gegen Haltern

Die Schalker feierten mit einem 4:2 im Freundschaftsspiel gegen TuS Haltern den Abschied von Raúl.

Oberliga-Aufstieg Spvgg. Erkenschwick

Erkenschwick siegt 6:2 in Wickede und feiert den Oberliga-Aufstieg.

Premiere der Ruhrfestspiele 2012

Die Ruhrfestspiele starteten in diesem Jahr mit einer Inszenierung von Festivalchef Frank Hoffmann.

Mayday 2012

Mayday 2012

Unter dem Motto "Made In Germany" tanzten bei der Mayday in Dortmund rund 25.000 Besucher in den Mai.

Grüner Hügel

Auftakt der 66. Ruhrfestspiele

Prächtiges Wetter und zufriedene Besucher: Der Auftakt zu den 66. Ruhrfestspielen in Recklinghausen war ein voller Erfolg.

Ihre Zeitung bei Facebook

Unsere Serien im Überblick

Sie haben den Teil einer Serie aus unserer Zeitung verpasst? Kein Problem! In unserem Online-Archiv finden Sie alle aktuellen und bisherigen Artikel aus unseren Themen-Serien.

Flohmärkte

Flohmarkt

Wir zeigen Schnäppchenjägern und Sammlern den richtigen Weg. Hier finden Sie einen Überblick zu den Floh- und Trödelmärkten in der Region

Karriere

Logo Lehrstellenaktion

Aktion Lehrstelle

Ein gemeinsames Projekt des Medienhauses Bauer und der Arbeitsagentur RE