Illegale Nebenbeschäftigung – das können Sie tun!

Nicht nur Angestellte, auch Mitbewerber können Ihnen durch einen nicht genehmigten Zweitjob bzw. eine Schwarztätigkeit schaden. Setzen Sie sich zur Wehr und decken Sie die illegalen Tätigkeiten auf.

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  • Bildquelle: @ pixel2013 (CCO-Lizenz) / Pixabay.com

Ein Mitarbeiter erweckt den Anschein, als würde er einer zweiten Tätigkeit nachgehen, eventuell sogar als Schwarzarbeiter? Ist er vielleicht sogar bei einem Mitbewerber angestellt? Ein begründeter Verdacht reicht nicht immer aus, um tätig zu werden. Nur mit der Hilfe einer professionellen Detektei lassen sich tatsächlich belastbare Beweise erbringen.
 
Welches sind typische Anzeichen für eine heimliche Nebentätigkeit?
 
Die meisten Arbeitgeber gestatten die Aufnahme einer zweiten Tätigkeit, sofern die Haupttätigkeit nicht darunter leidet. Selbstverständlich sollte ein Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber durch eine Nebentätigkeit keine Konkurrenz machen, indem er in einem ähnlichen Bereich tätig ist, Kunden abwirbt oder gar bei einem Mitbewerber als Aushilfe arbeitet. Viel zu groß ist die Gefahr, dass Betriebsgeheimnisse ausgeplaudert werden. Das Vertrauensverhältnis wird gestört.
 
Es gibt ganz typische Anzeichen, die auf eine Überforderung des Arbeitnehmers und dadurch auf einen eventuellen Zweitjob hinweisen. Ist ein Mitarbeiter also plötzlich häufig übermüdet, gereizt und wenig belastbar oder sogar öfter krank, sollte das Gespräch gesucht werden. Eventuell gibt es schwerwiegende gesundheitliche Gründe, die angesprochen werden müssen. Hat der Betroffene jedoch keine plausible Ernährung für seinen Zustand, könnte es sein, dass er heimlich einen zweiten Job ausübt. Das kann zu einem Problem für ihn und alle Beteiligten werden.
 
Betätigt der Mitarbeiter etwa am Tag Maschinen und jobbt nachts in der Gastronomie, kann seine Unaufmerksamkeit Unfälle verursachen. Arbeitet die Mitarbeiterin einer Bank nachts in einem Nachtclub, kann das Vertrauen der Kunden in das Kreditinstitut darunter leiden, wenn es ans Licht kommt.
 
Wer den Verdacht hegt, dass solche Dinge in seiner Firma vorkommen, kann sich durch einen Detektiv Gewissheit verschaffen! Dann ist es einfacher, die nötigen Schritte einzuleiten, denn es gibt konkrete Nachweise.
 
Besonders schlimm: Ein Nebenjob bei der Konkurrenz
 

Auch wenn Nebentätigkeiten meist nicht grundsätzlich verboten sind, mit einem Job bei der Konkurrenz wird eine Grenze überschritten, bei der niemand mehr Toleranz einfordern kann. Es ist nämlich eine automatische Nebenpflicht, die im Arbeitsvertrag nicht gesondert aufgeführt werden muss, dass man nicht bei einem Mitbewerber tätig wird. Die Interessenskonflikte liegen schon auf der Hand, denn Interna, Strukturen, Arbeitsabläufe oder auch Kundendaten des Hauptarbeitgebers sind für die Konkurrenz natürlich von Interesse.
Selbst nach dem Ausscheiden aus dem Betrieb ist es für viele Mitarbeiter schriftlich untersagt, eine Konkurrenztätigkeit auszuüben. Hier kommt häufig eine Karenzentschädigung ins Spiel. Und natürlich darf ein Mitarbeiter seinem Chef durch eine Nebentätigkeit oder Selbstständigkeit keine direkte Konkurrenz machen. Aus diesem Grund muss eine Nebentätigkeit dem Arbeitgeber stets angezeigt werden.
 
Schwarzarbeit ermitteln und beweisen
 
Wer einen Mitbewerber hat, der Angestellte schwarz für sich arbeiten lässt, erleidet dadurch einen deutlichen Nachteil. Denn um wettbewerbsfähig zu sein, müssen Unternehmer hart kalkulieren, wobei die Lohn- und Lohnnebenkosten eine wichtige Rolle spielen. Die Steuern, Versicherungsbeiträge und Sozialabgaben machen einen deutlichen Anteil der Endpreise aus. Wer Schwarzarbeiter beschäftigt, umgeht diese Posten und verschafft sich dadurch einen unfairen Wettbewerbsvorteil gegenüber den legal agierenden Konkurrenten. Die Gewinnspanne wird vergrößert und es fällt leichter, bei Ausschreibungen den Zuschlag zu bekommen.
 
Wie erfährt man von Schwarzarbeit bei der Konkurrenz? Ist ein Mitbewerber immer deutlich günstiger und hat weniger offizielle Angestellte, als er eigentlich haben müsste, kann es sich lohnen, die Augen offen zu halten. Doch selbst eindeutige Hinweise helfen noch nicht, dieses Handeln zu unterbinden. Eine Detektei schafft hier Abhilfe. Sie kann die Schwarzarbeit zweifelsfrei nachweisen.
 
Kann man einen Mitarbeiter kündigen, der unerlaubt einen Zweitjob ausübt?
 
Betroffene Arbeitgeber fragen sich natürlich, welche möglichen arbeits­recht­lichen Sanktionen sie einleiten können, wenn einem Mitarbeiter der verbotene Nebenjob nachgewiesen wurde.
 
In jedem Fall handelt es sich hierbei um einen Verstoß gegen den Arbeits­ver­trags verhal­tens­be­dingter Art. Sie möglichen Sanktionen sind eine Abmahnung, eine frist­ge­rechte und sogar eine fristlose Kündigung. Letzteres kommt allerdings nur in Frage, wenn die Tätigkeit bei der Konkurrent ausgeübt wurde.
 
Folgende Schritte sollten eingehalten werden, um den Verstoß ahnden zu können:
 
– Die Tätigkeit muss eindeutig festgestellt werden.
– Der Arbeitgeber muss ein berech­tigtes Inter­esse haben, dass der Arbeitnehmer die Neben­tä­tigkeit aufgibt.
– Eine Abmahnung wird geschrieben. Sie ist nicht notwendig, wenn Grad und Auswirkung der unerlaubten Tätigkeit gravierend sind. Dann wird die Kündigung ausgesprochen.
 
Darf ein kranker Mitarbeiter nebenbei jobben?
 
Ist ein Mitarbeiter arbeitsunfähig, muss er aufgrund seiner Treue­pflicht alles unterlassen, was seine Genesung hinaus­zögern könnte. Umgeht er dieses Verbot, kann das eine fristlose Kündigung nach sich ziehen. Hat der Nebenjob einen erheblichen Umfang, kann sogar der Verdacht aufkommen, dass die Krankheit nur vorgetäuscht war. Auch das berechtigt zu einer fristlosen Kündigung. So oder so ist das Vertrauensverhältnis gestört, wenn ein Arbeitnehmer nicht bei seiner regulären Arbeit erscheint, seinen Nebenjob aber trotzdem ausübt.

Aber: Nichtsdestotrotz darf eine zulässige Neben­tä­tigkeit in der Regel auch während einer Arbeits­un­fä­higkeit ausgeübt werden, wenn die Gesundung dadurch nicht beeinträchtig wird. Ob dies der Fall ist, muss der Arbeitgeber nachweisen.
 
 
 


ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    7. Dezember 2018, 13:28 Uhr
    Aktualisiert:
    7. Dezember 2018, 13:31 Uhr