Schluss mit Planung – Endlich ins Handeln kommen

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Manchmal ist das Leben wie ein Kartenspiel: Man muss mit den Karten spielen, die man bekommt. Diese Redewendung, wie viele andere auch, passt auch in geschäftliche Zusammenhänge. Aber es ist nicht die einzige Gemeinsamkeit, die Poker und ein Business-Start haben. Sie haben außerdem gemeinsam: Wenn man zu Beginn gute Entscheidungen trifft, werden die guten Resultate folgen.

Diese guten Entscheidungen sind häufig die Folge einer guten Planung. Wer sich intensiv mit allen Gegebenheiten auseinandersetzt, kann darauf basierend gute Entschlüsse fassen. Das gilt für den grünen Pokertisch genauso wie für das eigene Geschäft.

Viele Unternehmensgründer übertreiben es allerdings mit der Planung. Denn die Planung kann noch so gründlich sein, es kommt immer etwas Unerwartetes dazwischen. Womit wieder das oben genannte Sprichwort ins Spiel kommt: Man muss mit den Karten spielen, die einem ausgeteilt werden.

Damit die Planung keine Überhand nimmt, ist der Schritt vom Planen ins Handeln besonders wichtig. Ein Sprichwort sagt, dass schon mehr Projekte gescheitert sind, weil sie nie begonnen wurden, als Projekte, die in der Durchführung gescheitert sind.

Gerade Unternehmensgründer kennen dieses Problem, aber auch Projektleiter und detailverliebte Angestellte.

Der Launch steht kurz bevor. Seit Wochen und Monaten hat man nur dieses eine Projekt im Kopf. Man geht mit den Gedanken an das Projekt schlafen und man wacht morgens mit denselben Gedanken wieder auf. Unter der Dusche, beim Frühstück, immer drehen sich die Gedanken um Pläne, Details und was man noch alles mit einbringen könnte.

Beim Morgenkaffee kommt dann auf einmal die Idee, welches Feature zusätzlich noch möglich wäre. Das würde das ganze Projekt um einiges voran bringen.

Da diese Gedanken nicht das erste Mal kommen, wurde der Launch schon zweimal nach hinten verschoben. Die häufigste Ausrede ist dann: Ich muss das Produkt noch ein bisschen verbessern, dann kann es endlich auf den Markt. Vorher ist es noch nicht reif.

Die Wahrheit aber ist: Das Produkt wird niemals beim Start reif sein. Ein tolles Beispiel dafür ist die Apple Watch. Die erste Version war nur ein Schatten dessen, was die Uhr heute kann. Beim ersten Modell fehlten beispielsweise noch ein eigener GPS-Sensor und eine eigene SIM-Karte. Das wurde alles erst im Laufe der Zeit entwickelt.

Apple hat aber eines gemacht: Sie haben nach einer soliden Planung (ganz ohne geht es natürlich auch nicht) sofort mit dem Handeln angefangen. Sie haben die erste Version gebaut und dann immer weiter verbessert.

An diesem Vorgehen sollten sich Gründer und Projektleiter immer ein Vorbild nehmen.

Darüber schreiben ist einfach, aber wie sieht die Umsetzung denn konkret aus?

Einfach machen.

Klingt abgedroschen, ist aber wahr. Es ist erst einmal zweitrangig, wo man genau anfängt, Dinge vom Plan in die Tat umzusetzen. Wichtig ist, dass man es tut.

Denn bei vielen Dingen setzt mit der ersten Handlung eine Art Schneeballeffekt ein. Man sieht Ergebnisse und kommt schnell in eine Art Flow-Zustand. Die weiteren Handlungen werden dann automatisch leichter. Die Freude an der Tätigkeit, die man so lange aufgeschoben hat, kommt beim Tun.

Ein konkreter Handlungs-Tipp, um mit dem Handeln zu beginnen, ist die Abendroutine. Wenn man abends die letzten Dinge erledigt hat, bleibt meistens noch etwas Zeit bis man wirklich in den Freizeit-Modus wechselt. In dieser Zeit macht man sich eine konkrete Liste für den nächsten Tag.

Man überlegt sich, wie die größte Aufgabe für den Tag aussieht. Diese setzt man morgens ganz an den Anfang. Vorher gibt es keine Mails und keine Telefonate. Zuerst wird diese Aufgabe erledigt. Im Anschluss strukturiert man die restlichen Aufgaben für den Tag.

Wenn die Liste fertig ist, kann man den Schalter von Arbeit auf Freizeit umstellen. Man geht so mit einem beruhigenden Gefühl ins Bett, weil man weiß, dass der nächste Tag gut geplant ist. Im Gegensatz zu früher ist er aber nicht mit Planung voll, sondern mit Handlung.

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ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    7. Februar 2018, 09:06 Uhr
    Aktualisiert:
    7. Februar 2018, 09:08 Uhr