Vorsicht Betrug: Internetkriminalität 2018 auf hohem Niveau

Bereits seit Jahren wird viel versucht und unternommen, um die Gefahr der Internetkriminalität zu reduzieren. Doch in den letzten Jahren kam es zu weiteren deutlichen Anstiegen. Dies belegen die offiziellen Zahlen der polizeilich erfassten Fälle. Auch für das Jahr 2018 wird bereits mit einer solch ernüchternden Bilanz gerechnet. Doch wie können sich Verbraucher schützen?

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Enormer Anstieg seit 2015

Seit dem Jahr 2015 lässt sich ein enormer Anstieg der Straftaten festhalten. Während im Jahr 2015 in ganz Deutschland noch rund 45.000 Fälle der Polizei gemeldet wurden, lag der Wert des Jahres 2017 bereits bei rund 85.000 Straftaten. Dieser enorme Anstieg ist einerseits auf die neuen Maschen der Betrüger zurückzuführen, die sich auf innovativen Wegen an ihre Opfer heranmachen.

Auf der anderen Seite sind auch die Reaktionen der Polizei dafür verantwortlich. Schon in seit 2014 soll den Betrügern mit neuem Elan entgegengetreten werden. Damals wurden neue Zentralen zur Erfassung der Straftaten ins Leben gerufen. Dadurch stieg wiederum der Anteil jener Taten, die bei der Polizei überhaupt erfasst werden können.


Immer neue Serien

Auch die Menschen in der Region waren zuletzt immer wieder von neuen Betrugsserien betroffen. Aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung, sich selbst genau über die einzelnen Risiken und Gefahren in Kenntnis zu setzen. Ein aktueller Überblick über die vorhandenen Betrugsfälle ist auch auf der Seite von onlinebetrug.net zu finden. So können leichter Verhaltensmuster adaptiert werden, die zur erfolgreichen Prävention führen.

Gleichsam sind es alt bekannte Muster, welche die Täter nach wie vor zu deutlichen Gewinnen führen. Dazu zählen etwa Phishing-Mails, die noch immer nicht an Attraktivität verloren zu haben scheinen. Während die Mehrheit der Nutzer inzwischen dazu in der Lage ist, auf Warnsignale aufmerksam zu werden und die Schreiben der unbekannten Absender richtig einzuordnen, ist dies längst nicht an jeder Stelle der Fall. In Zukunft könnte ein höheres Maß an Aufklärung dazu beitragen, dieses so häufig zu beobachtende Problem endgültig aus der Welt zu schaffen.

Die Polizei warnt vor den Tätern

Immer mehr ältere Menschen zählen zudem zur Riege der Opfer, die mit den Straftaten im Internet direkt in Kontakt kommen. Während immer mehr Senioren selbst die Vorteile der digitalen Welt nutzen möchte, fehlt ihnen häufig die Erfahrung im Umgang mit den Inhalten. So ist zu erklären, dass sie einen überproportional großen Anteil an der Gesamtzahl der Nutzer haben.

Schon längst wurden erste Schritte in die Wege geleitet, um diese Gefahr zu reduzieren. So sollen etwa Computerkurse, welche die älteren Semester an die Nutzung heranführen, verstärkt auf die Gefahren im World Wide Web eingehen. Die Polizei stellt hier mit der Beratung im Internet eine zusätzliche Unterstützung zur Verfügung.

Da es sich bei den Taten um ein überregionales Phänomen handelt und die Täter nicht selten über Adressen im Ausland operieren, fiel es den Behörden in der Vergangenheit sehr schwer, den Sektor in den Griff zu bekommen. Mit eigens dafür abgestellten Einheiten, die dank neuer Gesetze auch im digitalen Raum einen sicheren Zugriff haben, konnte dieser Entwicklung Stück für Stück entgegengewirkt werden, um die Rechte der Nutzer wieder zu stärken.
 
 



ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    17. Dezember 2018, 15:58 Uhr
    Aktualisiert:
    17. Dezember 2018, 16:01 Uhr