VIP Jimi startet durch: Rappen im eigenen Kellerstudio

Serie Es gibt sie überall. Eigentlich gehört jeder dazu. Zu den VIPs. Damit meinen wir allerdings nicht die „Very Important Persons“, die auf roten Teppichen rumstöckeln, sondern die „Very Interesting Persons“, die uns im Bus, an der Kasse oder im Schwimmbad begegnen. Wir stellen Euch bei Scenario junge Menschen vor, die ganz klar VIPs sind. Heute: Jimi.

  • VIP Jimi

    Melodischer Rap und 80er-Style: Jimi. Foto: Kathi Lenger

Müsste der 18-jährige Recklinghäuser nicht zur Schule gehen, würde er vermutlich den ganzen Tag in seinem acht Quadratmeter kleinen Studio im Keller verbringen und neue Songs produzieren. Jimi rappt, und zwar schon seit er acht Jahre alt ist. Mal alleine, mal mit Kollegen und mal mit Profis.

„Angefangen hat es mit kleinen Stadtfesten, auf denen ich aufgetreten bin. Mit 14 habe ich dann erste eigene Lieder auf der Plattform ,Soundcloud’ hochgeladen. Nach etwa zwei Jahren habe ich mit diesen Liedern die 5000 Klicks geknackt und immer mehr Leute erreicht. Dann hatte ich einen Auftritt im Moondock und hab‘ mit dem Rapper Bratko viele Songs aufgenommen“, erzählt Jimi.

Bratko ist laut Jimi eher in der Gangsterschiene unterwegs. „Von dieser Art Rap möchte ich mich aber distanzieren. Das ist nicht so meins. Meine Songs sind viel melodischer. Ich habe sogar eine Single in Planung, die etwas in Richtung Pop gehen soll.“

Anfang November kam Jimis erste EP mit dem Titel „Traum“ herraus. Darauf enthalten: sieben Songs, die auf Apple Music, Spotify und Google Play erhältlich sind.

Wie der Titel schon sagt, handelt die EP vom Träumen, besonders von den verschiedenen Möglichkeiten zu träumen. Die Lieder hat Jimi alle selbst geschrieben. „Ich setze mich nie bewusst hin, um einen Text zu schreiben, sondern schreibe die Gedanken, die mir so in den Sinn kommen, einfach in mein Handy und irgendwann mache ich den Beat dazu“, sagt er. „Manchmal springt mir auch zufällig etwas ins Auge, wie der Bentley letztens auf einem Cover und dann denke ich mir, da kann man doch mal einen Song drüber machen.“ Mit AP Supreme, einem Produzenten aus Stuttgart, der auch schon Songs für Jimis Vorbild Travis Scott produziert hat, hat Jimi sein Lied „80‘s“ überarbeitet und zusätzlich im Mai das dazugehörige Musikvideo mit Philipp gedreht, den wir auch schon hier auf Scenario vorgestellt haben.

Stirnband und Streetwear-Look

Die Idee zu dem Lied ist bei einer Amerika-Reise am Flughafen entstanden. „Dort hat ein Mitarbeiter gesagt, dass ich so aussehen würde, wie jemand aus den Achtzigern. Vielleicht wegen meines
Nike-Stirnbands – meinem Markenzeichen – oder meinem Streetwear-Look. Jedenfalls ist mir das im Kopf geblieben.“ Mittlerweile hat das Video über 29.000 Aufrufe auf Youtube. „Nach dieser kleinen Erfolgsnummer habe ich mich quasi für längere Zeit in meinem Kellerloch eingeschlossen und gearbeitet.“ Das Resultat: drei weitere Musikvideos.

Bis auf die Videos, für die sich Jimi meist Unterstützung sucht, macht er alles selbst, die Texte, den Beat, das Mastern, also das Aufnehmen, und auch das Promoten auf den Onlineplattformen. „Das ist im Grunde eine One-Man-Show, die ich da mache und die mir unglaublich viel Spaß macht.“
Mehr zu und über Jimi findet Ihr auf seiner Webseite (www.jimijjonius.de), auf Facebook (JimiJJonius) und auf seinem YouTube-Account (Jimi).

Kennt Ihr junge Menschen aus unserer Umgebung, die „Very Interesting Persons“ sind? Dann mailt uns: scenario@medienhaus-bauer.de