Über uns: Das Medienhaus Bauer: starker Partner in der Region

Marl Ich will's wissen: Wer das sagt im nördlichen Ruhrgebiet, greift meist zur führenden Tageszeitung in den Städten dieser Region - zur Recklinghäuser Zeitung, zur Marler Zeitung, zur Hertener Allgemeinen, zur Stimberg Zeitung, zur Dattelner Morgenpost oder zur Waltroper Zeitung. Sie alle werden herausgegeben vom Medienhaus Bauer mit Sitz in Marl. Außer diesen Lokalzeitungen mit knapp 80000 Exemplaren Gesamtauflage ist das Unternehmen auch im lokalen Rundfunk (Radio Vest) und im Internet engagiert.

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  • Erstausgabe

    7. Mai 1831: Joseph Bauer druckt die erste Ausgabe der späteren Recklinghäuser Zeitung. Das "Wochenblatt für den Kreis Recklinghausen" beinhaltet Meldungen aus aller Welt, Bekanntmachungen aus dem Vest Recklinghausen und die aktuellen Lebensmittelpreise. Als Gruß an seine Leser schreibt Joseph Bauer unter anderem: "So möge denn dieses Unternehmen auch hier glücklich gedeihen und gute Früchte bringen, und dadurch dem unterzeichneten Herausgeber zum schönsten Lohne Zutrauen und Wohlwollen in immer reicherem Maaße zu Theil werden." Schon von Anfang an gab es die Zeitung im Abo. Ein Jahresabonnement kostete einen Thaler (heute entspräche das ungefähr 60 Euro).

  • Druckhaus

    Das Druckhaus des Medienhauses Bauer in Marl.

  • Zeitungstitel

    Sechs verschiedene Lokalausgaben verlassen täglich die Druckerei.

1831 von Johann Nepomuk Bauer gegründet, ist der Verlag bis heute in der sechsten Generation mit Verleger Kurt Bauer ein Familienunternehmen geblieben - und damit eine Ausnahmeerscheinung in der von großen Verlagsgruppen geprägten deutschen Presselandschaft. Mit einem Wochenblatt fing am 7. Mai 1831 alles an, mit 300 Abonnenten und einem Vierteljahresabo für 7 1/2 Silbergroschen.

Das Blatt forciert in der Folge der Revolution von 1848 und der Befreiung von der Zensur die Anfänge politischer Berichterstattung und kann die Zahl der Abonnenten so stetig steigern, wie es sich immer ausführlicher um die ganz alltäglichen Belange seiner Leser kümmert.  Seit dem 1. Oktober 1896 erscheint die Recklinghäuser Zeitung als erste Zeitung für Stadt und Vest täglich außer an Sonn- und Feiertagen, fast 6000 Abonnenten gibt es inzwischen, die meisten davon Bergleute.

Der Verlag erlebt zahllose technische Innovationen der Zeitungsproduktion, begleitet historisch bedeutsame Zeiten, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Wandel. Tolerant, unabhängig, patriotisch ist die Ausrichtung, als es dunkler wird in der deutschen Geschichte. August Bauer widersetzt sich lange der völligen inhaltlichen und organisatorischen Pressegleichschaltung der Nationalsozialisten. Wiederholt gibt es deshalb Beschwerden über eine zu wenig hitlerfreundliche Haltung der Recklinghäuser Zeitung. In den Wirren des Kriegsendes erscheint im März 1945 schließlich die letzte Notausgabe.

Verlegertochter Annemie Bauer bringt am 1. November 1949 unter großem Konkurrenzdruck wieder eine täglich erscheinende Recklinghäuser Zeitung heraus. Es folgen trotz aller Konzentrationswellen in der deutschen Zeitungslandschaft die Marler Zeitung (1953), die Hertener Allgemeine (1954), die Dattelner Morgenpost (1957), die Stimberg Zeitung in Oer-Erkenschwick (1967) und die Waltroper Zeitung (1974). 1974 zieht das Unternehmen von Recklinghausen nach Marl um.

Seit dem Tod von Annemie Bauer 1989 zeichnet Sohn Kurt Bauer als Verleger und Chefredakteur verantwortlich für das Zeitungshaus Bauer, das er zum Medienhaus ausbaut. Moderne Redaktions- und Rotationstechnik, das Engagement im Internet und die Beteiligung am lokalen Rundfunk (Radio Vest) haben das traditionsreiche Familienunternehmen konsequent auf neue, schnelle Medienmärkte hin ausgerichtet. Dabei bleibt es der Region und ihren Menschen so treu wie seit 1831. Leseprojekte für Kinder und Jugendliche in Kindergärten und Schulen gehören heute genau so dazu wie die ganz normale kritische Begleitung lokalen und regionalen Geschehens.

175 Jahre Zeitungshaus Bauer standen 2006 unter dem Motto "Ich will's wissen." Das sagt nicht nur der Kunde, der zu den Produkten des Hauses greift, "Ich will's wissen" bekennen auch die Mitarbeiter, die  täglich für ihre Leser und Hörer recherchieren und arbeiten - auch in den nächsten Jahren.