Hier ging der Ball durch: Trotzdem gab Schiedsrichter Dimitrios Gavrilas den Treffer von Stefan Oerterer nicht. Foto: Olaf Krimpmann
Schiedsrichter Dimitrios Gavrilas (Bielefeld) verweigerte den Gästen in der 42. Minute ein einwandfreies Tor, das Stefan Oerterer mit einem Schuss an den Innenpfosten erzielt hatte. Von dort trudelte der Ball über die Torlinie und durch das marode Tornetz hinaus. Während die Erkenschwicker jubelten und die Kicker des FC 96 bereits abdrehten, winkte Assistent Thomas Trinczek den Spielleiter heran. Der erkannte auf Abstoß, der Ball sei allenfalls am Außennetz gewesen, was physikalisch nicht machbar war. Erst in der Halbzeitpause prüfte Schiri Gavrilas das Tornetz und steckte dabei problemlos den Ball durch.
Empörung auf den Rängen, wo die Mehrzahl der 500 Zuschauer Anhänger der Spvgg. waren, Tumulte auf dem Rasen. Jan Schmidt, der am heftigsten reklamierte, sah Rot.
Zuvor hatte sich ein eher durchwachsenes Derby abgespielt, in dem beide Mannschaften gleich ihre ersten Möglichkeiten nutzten. Dominik Ernst traf nach sieben Minuten für die Spvgg., Marc Oepping für den FC96 in der 21. Minute.
Nach dem Seitenwechsel war die Spvgg. trotz Unterzahl die aktivere Mannschaft und kam durch Dennis Warncke per direktem Freistoß erneut zur Führung (70.). Allerdings schwanden bei den Erkenschwickern auf dem schweren Boden im Stadion Hohenhorst zusehends die Kräfte, sodass die Gastgeber in der Endphase mehrfach zu sehr guten Gelegenheiten kamen. Mirko Eisen nutzte eine in der 88. Minute zum verdienten Ausgleichstreffer. Zwei Minuten später hätte Zouhair Allalid ne Tabellenführer beinahe noch zum Sieg geschossen, doch sein Kopfball prallte nur an den Querbalken des 96-Gehäuses.
