Auf und davon: So wie Raul (Mitte) hier die Bayern-Spieler Petersen (l.) und Tymoshchuk stehen lässt, wünschen sich die Schalker Fans den Spanier auch am Samstag im Heimspiel gegen Mainz 05. Foto: Karsten Rabas/NBM
Die gute Laune von Trainer Stevens war auch dadurch bedingt, dass sich die Personallage vor dem Heimspiel gegen Mainz 05 deutlich entspannt hat. Waren beim Gastspiel in Köln noch fünf Stammspieler (Raul, Jones, Holtby, Höwedes, Farfan) ausgefallen, so werden wohl drei Akteure in den Kader zurückkehren.
Da ist einmal Raul, der vor Spielfreude nur so sprühte. Als der 34-Jährige fünf Gegenspieler aussteigen ließ und per Hacke im Trainingsspiel ein Tor gelang, spendeten die Zaungäste spontan Szenenapplaus für diese großartige Aktion. Die Wadenverhärtung, die dafür sorgte, dass der Spanier erstmals auf ein Bundesligaspiel in Köln verzichten musste, scheint ausgeheilt. Meldet sich Raul fit zurück, muss Köln-Matchwinner Marica zurück auf die Ersatzbank.
Auch bei Benedikt Höwedes sieht es gut aus. Der Mannschaftskapitän trainierte am Mittwoch wieder mit Maske und hatte keine Probleme. Sein Gesicht zeigt zwar noch deutlich die Spuren des dreifachen Jochbeinbruchs, aber die Schwellung hat schon massiv nachgelassen. „Mein Ehrgeiz ist so groß, dass ich am Samstag unbedingt spielen möchte. Wenn ich weiterhin ein so gutes Gefühl habe, kann es klappen“, sagte der 23-Jährige. Der Abwehrspezialist könnte wieder als rechter Verteidiger für den formschwachen Atsuto Uchida auslaufen, der in Köln nach 45 Minuten ausgewechselt wurde.
Höwedes rühmt die aktuelle Schalker Mannschaft als „charakterstarke Truppe“, die konsequent ihren Weg gehe. Höwedes: „Nach der ersten Halbzeit in Köln war ich vor dem Fernseher noch etwas nervös, aber wie wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben, das war schon klasse“, betont der Kapitän, der den FC Bayern München und Borussia Dortmund jedoch weiterhin als Meisterschaftsfavoriten Nummer eins betrachtet.
Fortschritte macht ebenfalls Jefferson Farfan, den Stevens am Samstag wohl erstmals wieder in den Kader berufen wird. Farfan wäre von der Bank eine starke Waffe, sollten die Königsblauen gegen Mainz auf unerwartete Schwierigkeiten stoßen. Der Peruaner hat seine konditionellen Defizite mittlerweile aufgearbeitet. Mit einem Sieg gegen Mainz könnten die Schalker übrigens mit dann sechs Siegen in Folge einen Vereinsrekord einstellen und den Spaßfaktor in den eigenen Reihen weiter erhöhen.











