S04-Manager Heidel rechnet mit Klarheit im Winter: Entscheidung über Goretzkas Zukunft rückt näher

Gelsenkirchen Es war der Wendepunkt im Revierderby: Beim Stand von 0:4 aus Schalker Sicht wechselte Trainer Domenico Tedesco in Minute 34 und brachte neben Amine Harit auch Leon Goretzka in die Partie. Der Wechsel war der Start für die irre Aufholjagd zum 4:4, an der Goretzka einen großen Anteil hatte – und zeigt, wie wichtig der Nationalspieler für Schalke ist.

Allerdings: Wie lange noch? Bekanntlich läuft Goretzkas Vertrag im Sommer 2018 aus, und bekanntlich wollen ihn diverse große Vereine – unter anderem der FC Bayern München und der FC Barcelona – verpflichten.
„Wir haben zwar keinen Zeitpunkt festgesetzt, aber ich glaube, dass sich Leon im Winter entscheiden wird“, sagt Manager Christian Heidel. Alle Beteiligten bräuchten Planungssicherheit: „Es scheint ja so zu sein, dass auch andere Vereine Interesse haben“, so der Manager. „Die werden auch nicht bis zum 29. Juni warten wollen.“

Um Goretzka halten zu können, braucht Heidel Argumente. Die können finanzieller Art sein, aber auch andere Faktoren spielen eine Rolle. „Die positive Entwicklung, die die Mannschaft gerade nimmt, verschlechtert unsere Situation mit Sicherheit nicht“, so Heidel. Für den Spieler sei es wichtig, zu sehen, dass eine Entwicklung stattfindet. Auch Erlebnisse wie das 4:4 am Samstag könnten die Entscheidung beeinflussen. „Emotionen sind im Fußball nicht ganz unwichtig“, so Heidel, „und wenn man Leon am Samstag gesehen hat, hat man schon das Gefühl, dass er zu 100 Prozent hier ist.“

Eine Prognose, ob Goretzka bleibt oder geht, will er trotzdem nicht abgeben. „Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht“, sagt der Manager.

Coke, die tragische Figur

Während Heidel einen Abschied von Goretzka bereits im Winter mehrfach ausgeschlossen hat, kann es dennoch sein, dass an anderen Positionen im Kader an Stellschrauben gedreht wird. „Auf Einkaufstour gehen wir sicher nicht“, wehrt Heidel ab. Dennoch will er nicht ausschließen, dass es Veränderungen geben könnte. So zum Beispiel im Fall Coke. „Er ist die tragische Figur des Trainerwechsels“, gibt der Manager zu. Der Spanier sei der klassische rechte Verteidiger in der Viererkette – und diese Position gebe es unter Tedesco nicht.

Daher könne er verstehen, wenn Coke im Winter mit dem Wunsch nach einem Vereinswechsel an ihn herantreten würde. Und dann ist da noch Abdul Rahman Baba. Der Ghanaer, beim FC Chelsea unter Vertrag, war bereits in der vergangenen Saison an Schalke ausgeliehen. Im Winter zog er sich im Afrika-Cup eine Kreuzband- und Meniskusverletzung zu und kehrte zu den Londonern zurück. „Wir haben ihn weiter auf dem Schirm“, sagt Heidel. Im Herbst wurde Baba noch einmal operiert, inzwischen trainiert er wieder. Sollte er bis zur Winterpause wieder fit sein, wäre ein erneuter Wechsel zu Schalke realistisch.
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AUTOR
Matthias Heselmann
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    1. Dezember 2017, 01:06 Uhr
    Aktualisiert:
    7. Januar 2018, 03:33 Uhr
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