Drachenbrücke: Müll trübt Halden-Idyll

HERTEN/RECKLINGHAUSEN Die Drachenbrücke an der Halde Hoheward gehört zu den beliebtesten Ausflugs- und Naherholungszielen der Region. Und ausgerechnet dort türmt sich seit einigen Wochen Müll.

  • HAL_Muellkippe

    Wilde Müllkippe an der Cranger Strasse, westlicher Fahrbahnrand, unterhalb der Drachenbrücke . Foto: Thomas Nowaczyk Foto: Thomas Nowaczyk

Am Graben neben der Cranger Straße liegen Farbeimer und mit Unrat gefüllte blaue Säcke. Darüber ärgert sich Peter Wagner. „Über die Brücke gehen an schönen Tagen doch Hunderte von Menschen“, sagt der Kreistagsabgeordnete der SPD aus Recklinghausen. „Und die gucken alle auf diesen Müll.“
Müll am Haldenidyll? Das passt nicht zusammen. Und so bleibt die Frage: Wer beseitigt die wilde Kippe? Die Cranger Straße ist eine Landesstraße. Sie fällt in den Zuständigkeitsbereich des Landesbetriebes Straßen.NRW. Die Stadt Recklinghausen fordert, dass der Landesbetrieb seiner Pflicht nachkommt und den illegal an der Drachenbrücke abgekippten Müll entsorgt.
 

Meisterei soll zur Halde ausrücken


In diesem Fall stehen die Chancen gut. Im Gespräch mit dieser Zeitung erklärte der zuständige Straßen.NRW-Sachgebietsleiter Frank Hoffmann, dass er die Meisterei anweisen werde, zur Kippe auszurücken. Nach Informationen unserer Zeitung bleibt das Beseitigen wilder Kippen auch an Landesstraßen aber oft an den Kommunen hängen. „Das soll aber nicht die Regel werden“, Corinna Weiß, Pressesprecherin der Stadt Recklinghausen. Bevor die Nachbarstadt den Unrat beseitigt, prüft sie, ob sie den Umweltsünder ausfindig machen kann. „Manchmal finden sich im Müll Hinweise auf den Verursacher“, sagt Corinna Weiß. Überführten Müllkippern drohen empfindliche Strafen. Die meisten Täter bleiben jedoch unerkannt.


Der Zentrale Betriebshof Herten (ZBH) ist regelmäßig wegen wilder Müllkippen im Einsatz. Die Kosten dafür steigen von Jahr zu Jahr: Kostete die Entsorgung des illegalen weggeworfenen Mülls im Jahr 2014 noch 241 000 Euro, schlägt sie mittlerweile mit rund 300 000 Euro zu Buche.

 
7 KOMMENTARE
21.04.17 16:30

Zu Ende gedacht

Zu 1. Fixe Kosten fallen eh an, variable Kosten dürften marginal sein.
Zu 2. Für solche Einsätze sind das wahrscheinlich Menschen aus Aktivierungsmaßnahmen, welche nicht vom ZBH bezahlt werden.

20.04.17 19:14

Klar,

und die Entsorgungskosten welche der ZBH zahlen muss werden dann auf die Gebühren umgelegt. Die Idee ist nicht zu Ende gedacht.

21.04.17 12:05

Idee nicht zu Ende gedacht

Doch, ist Sie.
Weil.......es wird folgendes gespart:
1. die Fahrzeugkosten für das ausrückende Fahrzeug
2. die Personalkosten (meist sitzen 2 Personen in einem Wagen)

?

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