Sunset-Picknick: 12 000 feiern auf der Halde

HERTEN-SÜD Eine Tanzfläche mit spektakulärem Panoramablick vom „Dach des Ruhrgebiets“ entschädigte für die Anstrengungen des Aufstiegs: Rund 12 000 Menschen trafen sich am Samstag auf der Halde Hoheward beim Sunset-Picknick zu einer gigantischen Freiluft-Party.

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    Das achte Sunset-Picknick auf der Halde Hoheward lockt insgesamt rund 12000 Menschen. 15072017 Foto: Harald Stanberger Foto: H.Stanberger


Es war das mittlerweile achte Sunset-Picknick an dieser Stelle im Emscher-Landschaftspark. Bis in den Abend schufen ausgesuchte Top-DJs mit bester elektronischer Musik eine einzigartige Atmosphäre, der sich kaum jemand entziehen konnte. Als international erfolgreichster Plattenwechsler des Tages legte Phil Fuldner zum Schluss auf. Er hatte sich vor vielen Jahren die ersten Sporen als DJ im Hertener Jugendzentrum Nord verdient, bevor er die Musikwelt eroberte.

"Das ist genau das, was ich will"

Pascal aus Bochum war als Eisverkäufer dienstlich vor Ort und gestand: „Diese Art von Musik ist nicht wirklich mein Ding. Dennoch ist das hier der Hammer. Die Location, die Leute, die Stimmung und einfach alles: Wahnsinn.“ Dazu liefen die Geschäfte gut, und am Eisstand wie an allen anderen Ausgabestellen für Speisen und Getränke standen die Hungrigen und Durstigen Schlange.
Anders als Pascal steht Lisa aus Duisburg auf hämmernde Rhythmen: „Das ist genau das, was ich will. Spätestens bei Phil Fuldner wird es noch tanzbarer und man sieht, wie mancher Opa begeistert mit dem Enkel abzappelt.“
Sabine Auer, beim Regionalverband Ruhr verantwortlich für das Riesenereignis, koordiniert die Arbeit der fast 150 Mitarbeiter: „Zu unserer Crew gehören unter anderem Sanitäter, Brandschutzwachen, Security und die Gastronomie.“ Sie weiß auch, warum es anders als beim Haldenglühen keine Busverbindung rauf aufs Plateau gibt: „Zwölftausend Besucher könnten wir etwa bei einer Gewitterwarnung nicht schnell genug mit dem Shuttle runterbringen.“ Kollege Frank ergänzte: „Auch denken wir an die Gesundheit unserer Besucher und verschaffen ihnen Bewegung.“

Polizei hat wenig zu tun

Die Polizei hatte, gemessen an der Größe der Veranstaltung, wenig zu tun: Ein Diebstahl und ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz wurden angezeigt. Groß war allerdings das Verkehrschaos: Vor allem an der Recklinghäuser Salentinstraße parkten die Autos kreuz und quer. Die Feuerwehr war als Sicherheitswache mit einem hauptamtlichen und 21 freiwilligen Wehrleuten sowie einem Notarzt vor Ort. Der Gelsenkirchener Sanitätsdienst DiG behandelte 35 Besucher, von denen sieben ins Krankenhaus gebracht wurden.
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