Martinistraße: Bronzeplatte erinnert an altes Stadttor

RECKLINGHAUSEN Alle fünf ehemaligen mittelalterlichen Stadttore sollen wieder stärker ins Bewusstsein der Menschen gerückt werden. An der Martinistraße erinnert jetzt eine Bronzeplatte an das einstige Martinitor an dieser Stelle. Thematisch widmet sich die Platte der Kultur in Recklinghausen.

  • Martinitor

    Von Palmkirmes bis Philharmonie: Die Bronzeplatte am Martinitor will die kulturelle Vielfalt Recklinghausens darstellen. Foto: Oliver Kleine

Zu sehen ist eine Glocke von St. Peter aus dem Jahr 1500, daneben ein Mönch, vertieft in seine Buchmalkunst. Sein Motiv ist die Inthronisierung des Kaiserpaares Heinrich II. und Kunigunde, denen die erste namentliche Erwähnung der Stadt zu verdanken ist. Es folgen Gaukler der historischen Palmkirmes. Weiter geht's mit den Ruhrfestspielen und dem Kohletransport ins Hamburger Schauspielhaus. Die Neuzeit ist mit Museen, dem Ruhrfestspielhaus, der Neuen Philharmonie, Skulpturen und einem DJ beim Konzert vor dem Rathaus vertreten.

Das gestalterische Konzept stammt vom Recklinghäuser Designstudio „crosscreative“. Während die Bilder digital am Computer entstanden sind, wurde die 3,8 mal 0,83 Meter große Platte im klassischen Sandgussverfahren gegossen. Das Spiel zwischen Vergangenheit und Gegenwart sei eben elementarer Teil des Konzeptes, erklärt Tom Nassal von „crosscreative“.

2017 wurde am Viehtor die erste Platte des Projekts „Stadttore“ verlegt. Initiiert hat das der Verein für Orts- und Heimatkunde in Kooperation mit der Stadt. Wie Georg Möllers, Vorsitzender des Vereins, erklärt, sollen bis zum Jahresende Platten an allen fünf Stadttor-Standorten platziert werden. Im Mai ist das Steintor an der Reihe. Eine Platte kostet insgesamt rund 18.000 Euro. Die Kosten teilen sich der Heimatverein, die Sparkasse Vest und das Land.
10 KOMMENTARE
03.04.19 22:36

Schön

von Chris_Q

Sehr schön,

also 90000 Euro in ein paar Platten, welche die Klientel die mittlerweile in der Innenstadt anzutreffen ist wohl kaum interessiert. Vielleicht eher noch ein paar weitere WLAN Hotspots (Ironie). Sparkasse und Land haben wirklich andere Baustellen wo investiert werden sollte. Man könnte ja noch ein paar weitere Filialen schließen und dafür dann goldene Laternen sponsern oder vielleicht noch mehr Bürger an den Strassensanierungen zwangsbeteiligen und dafür Hauptverkehrswege auf dem Niveau von Geländewegen belassen. Gerne auch noch die Grunderwerbssteuern Bankgebühren anheben (Einnahmequellen Land und Sparkasse). Also eigentlich bezahlen die Bürger die 90000 Euro. Und das ist sicherlich nur ein kleines Beispiel aus dem Steuertopf.

04.04.19 11:04

Ich gehöre zu denen, die in der Innenstadt

von Innenstadtklientel

(und auch regelmäßig im Palais Vest) anzutreffen sind. Ich bin Mitte 50, Freiberufler, habe ein Diplom und einen Doktor, blonde Haare, blaue Augen und einen deutschen Pass (seit meiner Geburt). Welches Problem haben Sie mit mir?

04.04.19 11:28

Keine

von Chris_Q

sachliche Frage, daher keine Antwort darauf.

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