Zwischenstand Hebewerkbrücke: Neuer Termin für Bürgerinformation steht

Waltrop Bürgermeisterin Nicole Moenikes kündigte gestern an, sich um einen neunen Termin mit den WSA-Vertretern zu bemühen. Sie hielt Wort und verkündet nun das neue Datum.

  • Gespannt warteten auf den Beginn der Bürgerinformations-Verantaltung zur Hebewerkbrücke. Doch sie mussten ohne Information den Ratssaal wieder verlassen. Foto: Klaus Karickas

Am 29. Mai sind wieder alle Waltroper eingeladen, um 16.30 Uhr in den großen Sitzungssaal des Waltroper Rathauses zu kommen, teilt Stadtsprecherin Patricia Neuhaus mit. Dann soll die gestern ausgefallene Bürgerinformation mit Vertretern des WSA nachgeholt werden.

Das war gestern passiert: Gegen 17.10 Uhr trat Bürgermeisterin Nicole Moenikes ans Mikrofon und teilte mit, dass die erwartete Abordnung des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) sich verspäten würde. Ein Stau auf der A2 stehe dem pünktlichen Beginn der Veranstaltung entgegen. Die ersten der mehr als 100 anwesenden Waltroper  witzelten schon, ob die WSA-Mitarbeiter wohl in Datteln abgefahren seien und nun vor der gesperrten Brücke stünden. Aber auch Frust machte sich breit. "Wenn ich so einen wichtigen Termin habe, dann fahre ich doch eine Stunde früher los. Wenn ich früher bei meinen Geschäftsterminen unpünktlich gewesen wäre, wäre der Auftrag weg gewesen", sagt Enno Hake (74). Seiner Meinung folgen viele der Anwesenden.

Mit WSA-Vertretern nicht mehr zu rechnen

Es dauerte dann nicht mehr lange, dann stand fest: Die Bürger müssen den Ratssaal ohne die erhofften Informationen verlassen. Der von Moenikes verkündete Stau entpuppte sich als Vollsperrung der Autobahn A2, die bis in die späten Abendstunden dauern würde. So war mit Vertretern des WSA an diesem Tage nicht mehr zu rechnen.

Von Resignation bis Wut

Die Reaktionen bei den Bürgern waren sehr unterschiedlich. Die einen schienen resigniert, bei anderen kochte Volkes Seele hoch. "Ist so", sagte Jens Brauner mit einem Schulterzucken. "Wundert einen nicht so richtig", stimmt ihm Annika Brauner zu. Die beiden Oberwieser hatten einfach mal wissen wollen, wie es nun mit der Brücke weiter geht.

Hoffnung auf konkreten Zeitplan

Denn schon vor der Veranstaltung war die Hoffnung groß gewesen, einen konkreteren Zeitraum zu erfahren, um sich darauf einstellen zu können. Sonja Hester (33) und Isabelle Franke (43) wohnen um die Ecke vom "Felling". Sie sind genervt, dass so viele Menschen vor ihrer Haustür langfahren. "Wir hoffen, dass irgendwer endlich das Verkehrsproblem in den Griff kriegt", sagen sie.

Genervt von Umwegen

Heinz-Bernd Langendorf wohnt seit 30 Jahren in Oberwiese. Er erwartet, dass endlich mal und vor allem zeitnah eine Lösung gefunden würde. "Ich könnte noch ein paar geprüfte Schweißer vorbeischicken, wenn sie die gebrauchen können." Er ist genervt, dass er immer wieder Umwege fahren muss und auch, dass der Zeitpunkt der Fertigstellung immer wieder nach hinten geschoben wird.

Bürgermeisterin will sich um neuen Termin bemühen

Die Bürgermeisterin kündigte gestern an, sich um einen kurzfristig anzuberaumenden neuen Termin - möglichst spätestens in zwei Wochen - mit dem WSA zu bemühen Und sie hielt Wort. Sie hatte bereits eine Rechnung für das WSA vorbereitet und will außerdem eine bei ihr eingereichte Stellungnahme einer Bürgerin überreichen.
12 KOMMENTARE
17.05.19 07:33

Brücke

von szczepaniak@mail.de

Unglaublich, vielleicht standen sie unmittelbar vor der Unfallstelle? Ansonsten a42, a40. Heute wdr 2 Radio Do. Bericht über die heutige Veranstaltung und es wurde gesagt , dass die beauftragte Firma die Baustelle verlassen hat, wegen dringende Termine. Tja dann ist es bei uns nicht so dringend ;-(. Man hört von Legobrücken innerhalb kürzester Zeit wird die gebaut usw. warum wird die Firma nicht in Verzug gesetzt mit Fristsetzung und wenn verstrichen, Nachfrust und dann wird gem VOB eine Fremdfirma beauftragt, natürlich zu lasten des eigentlichen Auftragnehmer. Warum nicht, verstehe es nicht.
Wsa ist doch dem Bundesminister für verkehr untergeordnet, oder irre ich mich? Wurde diese instanz mal gefragt?

17.05.19 09:29

Tja - Fremdfirma beauftragen...

von Troubled_Waters

... genau da liegt das Problem. Versuchen Sie mal, bei der derzeitigen Konjunktur im Bauwesen (insbesondere im Brückenbau), ein qualifiziertes Unternehmen zu finden, das bereit ist, den Schrott eines anderen Unternehmens zu richten und dafür ggf. auch noch eine Gewährleistung zu übernehmen - viel Erfolg!

18.05.19 08:06

Nachunternehmer

von szczepaniak@mail.de

Sorry aber wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann sollte die Bauzeit 3 Monate betragen. Es tat sich nichts, ab hier in Verzug, dann Nachfrist und nach dem diese überschritten wurde, hätte eine andere Firma beauftragt werden können. Es war ja da noch nichts hier um nach zu schweissen. So meine Meinung. Aber wir können uns ja hier unsere Meinung sagen, die Brücke wird dadurch nicht fertig. Das wsa soll nun endgültig sagen für wann diefertigstellung geplant ist, geplant ne besser nicht, klappt eh nicht. Deswegen ein endtermin und wenn das auch nicht klappt, dann das Ministerium einschalten

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