Jubiläum

Zeche Graf Schwerin wird 150: Verein sucht Fotos und Erinnerungsstücke

Vor 150 Jahren begann auf ein Schwerin ein Stück Bergwerksgeschichte. Vor 55 Jahren endete sie. Daran will der Bürgerverein „Wir auf Schwerin“ erinnern. Er sucht Zeitzeugen und Zeitdokumente.
Jürgen Wischnewski hat allerlei Erinnerungen an den Bergbau. Das Bild zum Beispiel erhielten Kumpel zum 40-Jährigen.
Jürgen Wischnewski hat allerlei Erinnerungen an den Bergbau. Das Bild zum Beispiel erhielten Kumpel zum 40-Jährigen. © Ronny von Wangenheim

Kohle wird auf Schwerin schon lange nicht mehr abgebaut. Doch die Erinnerung soll in diesem Jahr besonders lebendig werden. Der Bürgerverein „Wir auf Schwerin“ möchte an die Gründung der Zeche Graf Schwerin vor 150 Jahren erinnern und plant eine Aktion. Dafür hofft der Vorsitzende Jürgen Wischnewski auf Unterstützung.

„Wir suchen Fotos, Bilder, den Hauerbrief oder jede Art von Erinnerungsstücken“, sagt Wischnewski. Da soll es nicht nur um Fotos der Zeche gehen, sondern auch um private Bilder, die das Leben im Schatten der Zeche lebendig wiedergeben. Auch Zeitzeugen, die erzählen können von den Tagen, als noch Kohle auf Schwerin abgebaut wurde, sind willkommen.

Um 1965 entstand diese Aufnahme der Wohnhäuser und Gärten in der Nachbarschaft zur Zeche Graf Schwerin, hier mit Schacht 2 und den Benzolwaschern der Zechenkokerei.
Um 1965 entstand diese Aufnahme der Wohnhäuser und Gärten in der Nachbarschaft zur Zeche Graf Schwerin, hier mit Schacht 2 und den Benzolwaschern der Zechenkokerei. © Helmut Orwat

Einfließen soll das alles in eine Ausstellung. Sie soll gegen Jahresende präsentiert werden, im Zusammenhang mit dem Weihnachtsmarkt, den der Verein traditionell auf Schwerin veranstaltet.

Letzte Kohle wurde vor 55 Jahren gefördert

Es geht um knapp 100 Jahre: 1872 entstand das Bergwerk Graf Schwerin, 1878 begann die reguläre Kohlenförderung. Der Betrieb wuchs, zu Schacht 1 kamen drei weitere dazu. Maximal wurden in einem Jahr (1938) mehr als 980.000 Tonnen Kohle gefördert. Die letzte Kohle wurde im Jahr 1967 gefördert, also vor 55 Jahren. Die Kokerei wurde allerdings noch bis 1975 weiter betrieben.

Das alles soll wieder lebendig werden. Nicht nur durch die Historie der Zeche Graf Schwerin, sondern auch durch das Leben der Bergleute und ihrer Familien. Wer dazu beitragen kann, kann sich an Jürgen Wischnewski wenden per Mail an RAWischnewski@aol.com.

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