Auf deutsch und ukrainisch Dattelner Amateurtheater liest Grimms Märchen

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Christian Bylebyl und Nataliia Stasiuk haben eine zweisprachige Märchenlesung für deutsche und ukrainische Kinder vorbereitet.
Christian Bylebyl und Nataliia Stasiuk haben eine zweisprachige Märchenlesung für deutsche und ukrainische Kinder vorbereitet. Am Sonntag (30. 10.) geht es um 15 Uhr im AmandusForum los. © Bialas
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Unter dem Motto „Märchen und Geschichten verbinden Völker“ findet die erste zweisprachige Lesung in Datteln statt. Die Idee dazu hatte Guido Rusche, der erste Vorsitzende des Theatervereins. Bereits zum Jahresausflug der Amateur-Schauspieler hatte der Verein ukrainische Teilnehmer eingeladen, um sie ein wenig von ihren Sorgen und Ängsten abzulenken. Zwölf große und kleine Flüchtlinge folgten der Einladung.

In Verbindung mit Toni Steiner, Flüchlingshelfer der Caritas, fand Guido Rusche jetzt Nataliia Stasiuk. Sie erklärte sich sofort bereit, das Projekt zu unterstützen. Die aus der Ukraine geflüchtete Lehrerin hatte vor Jahren Deutschunterricht in ihrem Land gegeben und beherrscht noch immer diese Sprache. Christian Bylebyl konnte bereits im letzten Jahr bei einem Vorleseprojekt in Recklinghausen Erfahrungen als „Märchenonkel“ sammeln.

Beitrag zur Integration in Datteln

Die beiden verstanden sich bei ihrem Treffen auf Anhieb gut und entschieden sich gleich für einen Klassiker: Grimms Märchen. Nataliia Stasiuk ergänzt die Lesung um Märchen aus der Heimat in ihrer Landessprache. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Das ATAD möchte mit Unterstützung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt einen kleinen Beitrag zur Integration und Willkommenskultur leisten. Fürsorglich wurden deshalb die Informationen auf dem Veranstaltungsflyer in beiden Sprachen aufgeführt.

Am Sonntag sollen im AmandusForum ebenfalls Kontakte zwischen den unterschiedlichen Nationen geknüpft und Ideen zu weiteren, gemeinsamen Veranstaltungen gefunden werden. Als gute Gastgeber bietet das ATAD Kuchen und Getränke an, um die Gemütlichkeit nicht zu kurz kommen zu lassen. Um 15 Uhr geht es los.