Geburten im „St. Vincenz“ in Datteln: Ab Januar auch ohne Arzt möglich

Redakteur
Die Hebammen Melanie Michelius und Sarah Janek arbeiten im Kreißsaal des St.-Vincenz-Krankenhauses Datteln. Beide Frauen tragen eine FFP2-Maske und blaue Oberteile.
Die Hebammen Melanie Michelius und Sarah Janek arbeiten im Kreißsaal des St.-Vincenz-Krankenhauses Datteln. © Öffentlichkeitsarbeit VCK
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Im St.-Vincenz-Krankenhaus Datteln gibt es ab Januar 2023 eine Alternative zum ärztlich geleiteten Kreißsaal: den Hebammenkreißsaal. Gesunde Schwangere mit einem unauffälligen Schwangerschaftsverlauf können künftig während der Geburt ausschließlich von einer Hebamme begleitet werden. Sollte eine Geburt nicht wie geplant ablaufen oder sich Komplikationen ergeben, zieht die Hebamme das ärztliche Team der Geburtshelfer hinzu.

Bei der hebammengeleiteten Geburt kommen keine Medikamente und keine medizinischen Interventionen zum Einsatz. Das Ziel dieser Geburts-Betreuung ist es, die Eigenständigkeit – die Selbst- und Mitbestimmung – der Gebärenden zu fördern. Allein die Hebammen unterstützen also die Frauen im Kreißsaal dabei, die Herausforderung der Geburt zu bewältigen.

Frauen werden vor der Geburt intensiv beraten

Im Hebammenkreißsaal des St.-Vincenz-Krankenhauses arbeiten die Hebammen wie gewohnt mit dem Team von Dr. med. Ralf Schulze, Chefarzt der Klinik für Geburtshilfe am St.-Vincenz-Krankenhaus Datteln, und dem Team des „Perinatalzentrums Datteln“ zusammen. Ob eine Geburt im Hebammenkreißsaal möglich ist, wird vorab in der Hebammensprechstunde geklärt. Nach dieser Beratung entscheidet die Hebamme gemeinsam mit der Schwangeren, ob ihr Weg in den Hebammenkreißsaal führen kann.

Das Angebot der Hebammensprechstunde wird ergänzt durch den Besuch spezieller Geburtsvorbereitungskurse, die in der Elternschule des St.-Vincenz-Krankenhauses und/oder in Online-Kursen stattfinden. Bei Interesse ist eine Anmeldung zur Hebammensprechstunde ab der 20. Schwangerschaftswoche unter der Rufnummer 02363 – 108 2113 möglich.