Krankenhaus

St. Vincenz wehrt sich gegen Gerüchte

Aktuell schießen Gerüchte ins Kraut, wonach im St. Vincenz etliche durchgeimpfte Corona-Patienten auf der Intensivstation liegen. „Da ist nichts dran“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Mueller.
Im Dattelner Krankenhaus wird aktuell kein Corona-Patient stationär versorgt. © Wallkötter

Und das sind nicht die einzigen Gerüchte, gegen die sich Wolfgang Mueller zur Wehr setzt. Zuletzt lag ein Patient auf der Intensivstation, der sich mit Corona infiziert hatte, sagt der Geschäftsführer. Leider sei der Mann an den Folgen des Virus verstorben. Aber schon in der letzten Woche wurde nach Angaben Muellers verbreitet, bei dem Mann habe es sich um eine durchgeimpfte Person gehandelt. „Der Mann war aber nicht geimpft“, betont Wolfgang Mueller im Gespräch.

Aus einem Patient wurden mehrere gemacht

Aus dem einen Mann wurden dann in der Gerüchteküche, wie der Geschäftsführer hörte, gleich mehrere Personen, die trotz Impfung an Corona erkrankt sein sollten und angeblich stationär behandelt werden mussten. „Wir haben aktuell kreisweit nur sieben Corona-Patienten, die auf der Station liegen.“ Wolfgang Mueller kann sich nicht erklären, wer solche Dinge in die Welt setzt und warum. „Vielleicht Impfgegner.“

Dann wurde es noch wilder. „Mir wurde zugetragen, dass Mitarbeiter, die über die vermeintliche Corona-Lage etwas außerhalb des Krankenhauses erzählen, gefeuert würden. Das entbehrt nun wirklich jeder Grundlage“, ist der Geschäftsführer sauer über solche Parolen. Was ihn wirklich ärgert, ist, dass solche Gerüchte die Ängste der Menschen schüren, ins Krankenhaus zu gehen und dringende Operationen aufgeschoben werden. Das sei fatal und gefährde die Gesundheit der Menschen.

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