Vor 10 Jahren: 1200 Anwohner kurzfristig evakuiert Bombe in Datteln muss entschärft werden

Leiter Content-Team Do-West/Castrop-Rauxel
Andreas Kalthoff (Archiv)
Vom Garten am Grünen Weg 35 ist bei der Bombenentschärfung vor zehn Jahren nicht viel übrig geblieben. © Andreas Kalthoff (Archiv)
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In einem Radius von 250 Metern um die Bomben-Fundstelle an der Ecke Grüner Weg/Amandusstraße mussten Dattelner Bürger am späten Nachmittag des 5. Dezembers 2012 ihre Häuser und Wohnung verlassen. Der Kampfmittelräumdienst hatte eine schnelle Entschärfung einer US-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg veranlasst.

Ein 30-köpfiges Rathaus-Team musste in Windeseile bei allen betroffenen Anwohnern klingeln und sie über die Notsituation informieren. Anwohner, die zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause waren, wurden spätestens am rot-weißen Absperrband darauf aufmerksam…

Wasser in der Bomben-Grube

Wer auf die Schnelle keine Unterkunft bei Freunden oder Familie organisieren konnte, kam im Familienbüro Nord unter. Auch das Deutsche Rote Kreuz war mit drei Teams im Einsatz, um in insgesamt 19 Fällen bettlägerige oder gehbehinderte Menschen zu transportieren.

Eigentlich sollte die Bombe erst am 6. Dezember 2012 entschärft werden. Dann hätten Anwohner und Mitarbeiter auch eine entsprechende Vorlaufzeit für die Evakuierung gehabt. Aber der Kampfmittelräumdienst hatte in der etwa drei Meter tiefen Grube mit eindringendem Wasser zu kämpfen und große Sorge, dass die Grube vollläuft. Um 19.42 Uhr war der Spuk dann aber vorbei und die Dattelner konnten sicher zurück in ihre Häuser und Wohnungen.