Amateurfußball

Wegen Corona: Der nächste Amateurfußball-Verband unterbricht seine Saison

Die Corona-Pandemie schlägt heftig zu, die Todesopfer steigen an - ebenso die Infektionszahlen. Nun hat deswegen der nächste Amateurfußballverband seine Spielzeit unterbrochen.
Der nächste Amateurfußballverband hat seine Spielzeit erst einmal unterbrochen. © imago images/Fotostand

In Thüringen pausiert der Amateurfußball, ebenso in Sachsen. Wegen der ansteigenden Corona-Zahlen haben die Fußballverbände der beiden Regionen sich vorerst dazu entschlossen, den Spielbetrieb im Amateurfußball erst einmal zu unterbrechen. Der Thüringer Fußballverband hat aufgrund der neuen Entwicklungen nun sogar beschlossen den Spielbetrieb der Frauen und Herren auf Landesebene bis zum 1. Januar 2022 auszusetzen. Doch die Verbände aus Thüringen und Sachsen sind nicht die einzigen, die eine Pause einlegen.

Auch der Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) setzt den Meisterschaftsbetrieb vorerst aus. Das teilt der FSA am Freitag auf seiner Homepage mit. „Der Vorstand des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt (FSA) hat heute mit großer Mehrheit beschlossen, den Spielbetrieb auf Landes- und Kreisebene dieses Wochenende (19. bis 21.11.2021) und am nächsten Spieltag (26. bis 28.11.2021) in allen Bereichen (Männer, Frauen, Nachwuchs) auszusetzen“, schreibt der Verband.

Neben den steigenden Infektionszahlen habe vor allem auch die hohe Hospitalisierungsrate eine Rolle gespielt, wie der Verband mitteilte. „Der Beschluss ist dem Vorstand nicht leichtgefallen. Für Sachsen-Anhalt wurde jedoch für den 19.11.2021 ein 7-Tage-Inzidenzwert von 442,8 und eine Hospitalisierungsrate von 12,1 mit steigender Tendenz gemeldet. Man schätzt derzeit, dass die aktuellen Werte noch viel höher sind, da die Hospitalisierung ggf. erst im Verlauf mehrere Tage nach dem Meldedatum auftritt“, schreibt der Verband auf seiner Internetseite.

„Betrachtet man die Inzidenzwerte in Sachsen-Anhalt aufgeteilt auf die Altersgruppen, wird deutlich, dass in der Altersgruppe der Kinder und Jugendlichen unter 12 Jahren, für die aktuell noch kein Impfstoff zugelassen ist, die Inzidenz deutlich höher liegt als in der Altersgruppe 60+, in der bereits ein Großteil der Menschen geimpft ist. Um eine weitere Ausbreitung der Pandemie vorzubeugen, wurde bei dieser Entscheidung der Aussetzung des Spielbetriebs auch der Nachwuchsbereich einbezogen“, so der Verband auf seiner Seite.

In Nordrhein-Westfalen – speziell im heimischen Verbreitungsgebiet in Westfalen – rollt der Ball erst einmal noch weiter. Erst am vergangenen Samstag fanden unter anderem Meisterschaftsspiele im Oberliga-Herrenfußball statt.

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