Auto am BVB-Stadion: Polizei befürchtete zunächst islamistischen Hintergrund

Wegen eines verdächtigen Fahrzeugs auf dem Stadion-Vorplatz hatten die Zuschauer des Bundesliga-Spitzenspiels das BVB-Stadion nicht direkt nach dem Abpfiff verlassen dürfen. © picture alliance/dpa
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In dem Wagen hatte man am Samstag (6.8.) am Rande des Bundesligaspiels von Borussia Dortmund gegen Bayer Leverkusen laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) neben zwei leeren Waffenholstern auch einen Koran gefunden – weshalb man zunächst einen islamistischen Hintergrund nicht ausgeschlossen habe.

Das hatte die dpa aus Sicherheitskreisen erfahren. Zuvor hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet. Auch gegenüber unserer Redaktion bestätigte die Dortmunder Polizei am Montagmorgen den Fund und den Verdacht. Am Ende stellte sich alles als falscher Alarm heraus.

Die Verkettung der Zufälle hatte die Polizei allerdings in höchste Alarmbereitschaft versetzt: Der Besitzer des Autos hatte laut „Stadt-Anzeiger“ versehentlich aus dem Stadion heraus per App sein Auto gestartet. Sicherheitskräfte schauten sich den leeren Wagen an, der plötzlich lief.

Die alarmierte Polizei fand neben den zwei leeren Waffenholstern den Koran. Man ging in diesem Moment von einer zumindest möglichen islamistischen Bedrohung aus, berichtet dpa. Die Fans im Stadion wurden aufgefordert, nach dem Abpfiff das Stadion vorerst nicht zu verlassen. Schwer bewaffnete Polizisten bewachten den Wagen.

Laut „Stadt-Anzeiger“ fand die Polizei schnell den Halter des Autos. Er musste mit der Polizei nach Hause, die Waffen zu den Holstern und seinen Waffenschein zeigen. Dann wurde Entwarnung gegeben.