Cocktails, Live-Musik und kreative Speisen mitten in Herten Familie Ugur öffnet neues Café

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Mehmet (links) und Ahmet Ugur, hier mit seiner Tochter Defne, stehen im Garten ihres „Café Laurel“.
Mehmet (l.) und Ahmet Ugur, hier mit seiner Tochter Defne, sind stolz auf den Garten ihres Cafés, der nicht nur im Sommer zum Verweilen einlädt. Lichterketten sorgen nach Einbruch der Dunkelheit für besonderes Flair. © Meike Holz
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Eines fällt sofort auf, wenn man das Café Laurel an der Ewaldstraße 132 betritt: Die Farbe Grün spielt eine zentrale Rolle. Viele Pflanzen schmücken den Raum und auch für das Mobiliar und die Wände haben die Hausherren diesen Farbton gewählt. Und das nicht nur, weil es ihre Lieblingsfarbe ist, wie Ahmet Ugur erläutert. „Unser ganzer Stolz ist der Garten“, sagt der Hertener.

Auf dem gut 400 Quadratmeter großen Außengelände, der nicht nur in der Sommerzeit zum Verweilen einlädt, wachsen Lorbeer-Bäume, die dem Café auch seinen Namen gaben: Ins Englische übersetzt heißt Lorbeer Laurel. Die türkische Übersetzung findet sich im Namen der Tochter des 35-Jährigen wieder: Defne.

Hertener Café mit erfolgreichem Konzept

Mehr als 60 Cocktails stehen auf der Karte ebenso wie andere alkoholische und nicht-alkoholische Getränke. Unter der Woche kleine Stärkungen auf dem Plan. An Wochenenden hingegen gibt mehr als nur das sogenannte Fingerfood. Warme Speisen, die auch thematisch zum aktuellen Motto gehören. Dieses wird samstags auch mit Live-Musik garniert.

Dass sich die umfangreichen Renovierungsarbeiten gelohnt haben, erkannten die Hertener Gastronomen schnell. „Wir sind positiv überrascht, wie gut unser Café angelaufen ist“, sagt Ahmet Ugur. Was den 35-Jährigen wundert: Seit der Eröffnung vor gut drei Monaten begrüßen sie überwiegend Gäste aus Nachbarstädten. Darunter sogar einige, die Anfahrtswege von bis zu 80 Kilometer zurücklegen, berichtet er. „Es scheint aber, als wüssten Hertener nicht, dass es uns gibt.“ Aus den Reaktionen der Gäste, die sie über das soziale Netzwerk „Instagram“ hinterlassen, wissen Ahmet und Mehmet Ugur, dass ihr Konzept ankommt.

Mehmet (links) und Ahmet Ugur stehen im Gastraum ihres Cafés.
Viele Pflanzen und ein Kamin auf dem TV-Bildschirm: Mehmet (l.) und Ahmet Ugur haben den Gastraum gemütlich eingerichtet. © Meike Holz

Entbehrungsreiche Zeit

Bis der erste Cocktail serviert und in der Küche die ersten kulinarischen Leckereien zubereitet werden konnten, war es ein weiter Weg. Über sechs Monate dauerte die Renovierung des rund 140 Quadratmeter großen Cafés. Eine intensive und kräftezehrende Zeit für Familie Ugur.

Den Schritt in die Selbstständigkeit hat Mehmet Ugur schon einmal gewagt. Der 33-jährige Hertener gründete eine Firma für Brandsanierungen. In seinen Gedanken schwirrte jedoch über viele Jahre hinweg ein anderes Vorhaben. In seiner Heimatstadt wollte er ein Café eröffnen, mit seinem zwei Jahre älteren Bruder Ahmet einen Familienbetrieb gründen.

Doch wo? Es sei nicht so einfach, passende Räumlichkeiten im Stadtgebiet zu finden, erklärt Mehmet Ugur. Wie sooft im Leben half der Zufall. Mitarbeiter des 33-Jährigen hatten im Hotel an der Ewaldstraße 132 im Hertener Süden davon erfahren, dass im Erdgeschoss des Gebäudes die Möglichkeit bestehen würde, ein Café zu errichten. Mehmet Ugur und sein Bruder Ahmet zögerten nicht und machten schnell Nägel mit Köpfen. Stolz präsentieren sie mit ihrem Café Laurel nun die Früchte ihrer Arbeit und freuen sich auf viele Gäste.