Landwirt und Bäcker steuern Stück zu Hertens längstem Stollen bei Wettbewerb der Städte

Redakteur
Zwei Männer vor einem Hofladen.
Bäckermeister Philipp Hülsmann und Jan-Hendrik Schulte-Scherlebeck vom Hof Schulte-Scherlebeck. © Jonas Alder
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Hof-Brot, Dinkel-Brot und mehr: Es sind größtenteils die alten Brotrezepte vom Hof Schulte-Scherlebeck, die Bäckermeister Philipp Hülsmann für den Hofladen in der Ried in schmackhafte Teigwaren umsetzt. Doch als er und Hof-Inhaber Jan-Hendrik Schulte-Scherlebeck erfuhren, dass Hertens längster Stollen gebacken werden soll und der nach Möglichkeit auch noch länger als der aus der Nachbarstadt Gelsenkirchen sein soll: Da war klar, dass sie sich an der Aktion beteiligen.

Nun also Stollen statt Brot. Philipp Hülsmann ist Profi im Backen des brotförmigen Kuchens, zur Saison hat er die Leckerei schon oft hergestellt. Jan-Hendrik Schulte-Scherlebeck beteiligt sich gerne daran, seiner Heimatstadt zum längeren Christstollen zu verhelfen und wird auch vor Ort beim 7. Hertener Adventstreff am Sonntag, 4. Dezember, mitfiebern, wenn die Aktion in der Innenstadt stattfindet.

Die genaue Länge des Stollens steht noch nicht fest. Sicher ist, dass er länger als zehn Meter werden dürfte. Es gilt, 10,20 Meter zu übertreffen – das war die Länge des größten Gelsenkirchener Stollens. Ein Teil der Zutaten steht bereits fest: Es kommen rund zehn Kilogramm Butter in den Christstollen.

Hinter dem Wettstreit steht der Verkehrsverein Herten. Doch auch zahlreiche weitere Akteure wie die Händlerschaft in der Stadt, die Caritas oder Gastwirt Dirk Lasarz vom Kaiserhof sind nicht nur am Stollen-Backen, sondern auch am 7. Hertener Adventstreff beteiligt.

Großes Bühnenprogramm

So saftig wie der Stollen, an dem übrigens auch weitere Bäcker aus Herten beteiligt sind, so gehaltvoll ist auch das Programm, das die Verantwortlichen organisiert haben: Am zweiten Adventssonntag findet zusätzlich zum Bühnenprogramm ein verkaufsoffener Sonntag statt. Auf der Bühne in der Nähe des St.-Antonius-Denkmals wird ab 11 Uhr morgens die EKS Big Band zu sehen sein, außerdem treten Coversänger und Singer-/Songwriter auf. Auch die Band Mosaiq, in der der Hertener Künstler Tizzle spielt, wird dabei sein. Das Programm geht den ganzen Tag über und endet um 18 Uhr. Die Stollen-Präsentation mitsamt italienischem Gesang ist für 13 Uhr vorgesehen. Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Andreas Hebestreit.

Wie gut der Stollen von Jan-Hendrik Schulte-Scherlebeck und Philipp Hülsmann beziehungsweise den weiteren Bäckern schmeckt, können die Besucher live vor Ort erleben: Portionierte Stücke sind für 1 Euro erhältlich. Der Erlös des Verkaufs geht an das Jugendzentrum Nord (JZN), das plant, die Einnahmen für den Kauf eines neuen Transporters zu nutzen.

Für den gleichen Zweck spendet auch die Caritas die Einnahmen, die ihr Café-Mobil an diesem Tag erzeugt. An der auch Knatter-Mobil genannten Ape bereiten Ehrenamtliche Kaffee, Espresso und Latte Macchiato zu. An Kulinarischem ist noch mehr geplant, neben Glühwein, Softdrinks und Nackensteaks gibt es auch Grünkohl mit Kassler.

Menschen vor einem Denkmal von St. Antonius.
Zahlreiche Akteure und Initiativen sind beteiligt am 7. Hertener Adventstreff, der am zweiten Adventssonntag stattfindet. © Jonas Alder

Grüne Beleuchtung für die Innenstadt

Möglich macht den 7. Hertener Adventstreff der Verfügungsfonds „Neustart Innenstadt“, der etwa den Christstollen-Wettbewerb und mehr mitfinanziert. Auch eine Lichtaktion in der Innenstadt, die an diesem Tag startet, ist darüber finanziert: Für vierzehn Tage, vom 4. bis 18. Dezember, sind viele Schaufenster in der Innenstadt in den Abendstunden einheitlich in Grün beleuchtet.

Die Geschäftsleute und Akteure der Innenstadt, das Projektbüro Neustart Innenstadt und der Verkehrsverein Herten stecken hinter der hellen Idee: „Wir präsentieren am 4. Dezember einen Spagat“, sagt der Vorsitzende des Verkehrsvereins Herten, Michael Polubinski. „Die Überlegungen berücksichtigen Erfordernisse des Energieverbrauchs und lassen unsere Innenstadt gleichzeitig bunter daherkommen.“ Das erreichen sparsame LED-Strahler mit Farbwechselfunktionen. Birgit Mordhorst vom Innenstadt-Projektbüro weist darauf hin, dass keine zusätzlichen Strahler leuchten, sondern dass energiesparendere Technik die sonst vorhandene Beleuchtung ersetzt.