Corona im Kreis Recklinghausen Die Inzidenz steigt - und überschreitet wieder die 100er-Marke

Redakteur
Eine Arzthelferin zieht in einer Praxis einer Hausärztin eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson gegen das Corona-Virus auf.
Täglich zeigen wir an dieser Stelle die aktuelle Corona-Entwicklung im Kreis Recklinghausen und seinen Städten auf. © picture alliance/dpa
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Update 31. Januar, 8.10 Uhr

Im Kreis Recklinghausen ist die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen erneut gestiegen – und hat dabei die 100er-Marke wieder überschritten. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat für den Kreis am Dienstag, 31. Januar, einen Wert von 102,3 veröffentlicht. Am Samstag lag dieser bei 98,7. Der Sonntag und der Montag eignen sich nicht als Vergleichsdaten, weil viele Bundesländer am Wochenende ihre Corona-Zahlen nicht oder nicht vollständig ans RKI melden. Auch der Wochenvergleich fällt jetzt wieder eindeutig negativ aus: Am Dienstag, 24. Januar, lag die Inzidenz im Kreis Recklinghausen noch bei 74,2 – also deutlich unterhalb des aktuellen Werts.

Auch bundesweit ist die Inzidenz, die die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den zurückliegenden sieben Tagen je 100.000 Einwohner wiedergibt, im Vergleich zum Samstag leicht gestiegen: Sie beträgt jetzt 82,7 (Samstag: 81,5). In NRW ist sie dagegen leicht gesunken – von 111,7 am Samstag auf jetzt 111,2.

Die Inzidenzwerte sind allerdings mit Vorsicht zu betrachten: Fachleute gehen davon aus, dass eine hohe Zahl an Fällen nicht in den RKI-Daten erfasst ist. Ein Grund dafür ist, dass viele Infizierte ihren positiven Selbst- oder Schnelltest nicht mit einem PCR-Test abklären lassen. Sie tauchen dann nicht in der Statistik auf. Oder eben die Tatsache, dass viele Bundesländer am Wochenende oder Feiertag Zahlen gar nicht oder nicht vollständig ans Robert Koch-Institut (RKI) melden.

Bei der Bewertung der Corona-Lage werden auch die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz wird jedoch nur landesweit ausgewiesen (siehe ganz unten).

Regierungsbezirk: Kreis Borken hat die niedrigste Inzidenz

Im Regierungsbezirk Münster ist die Inzidenz am Dienstag, 31. Januar, überwiegend gestiegen – Ausnahmen stellen nur die Kreise Coesfeld und Borken dar. Letzterer weist nun auch den niedrigsten Wert auf – und Bottrop weiterhin den höchsten. Nachfolgend die Übersicht über den Regierungsbezirk Münster im Detail (Quelle: RKI, Stand: 31. Januar, 3.10 Uhr, Samstagswerte in Klammern):

Bottrop: 135,5 (133,8)

Kreis Warendorf: 123,7 (108,6)

Kreis Steinfurt: 120,4 (119,1)

Kreis RE: 102,3 (98,7)

Münster: 102,3 (92,5)

Kreis Coesfeld: 92,6 (109,3)

Gelsenkirchen: 91,1 (75,3)

Kreis Borken: 90,2 (93,7)

NRW-weit hat der Kreis Düren (247,4) die negative Spitzenposition inne, am unteren Ende steht der Kreis Soest (49,0). Und so sieht die Situation in den Nachbarregionen des Vests im Ruhrgebiet aus: Dortmund kommt auf eine Inzidenz von 103,9, Herne auf 100,2, Essen auf 83,9, Bochum auf 121,9, der Kreis Unna auf 101,5 und der Kreis Wesel auf 86,7.

Kreis RE: Vier Tote und 152 Neuinfektionen

Der Kreis Recklinghausen hat gemeinsam mit seinen zehn Städten beschlossen, die detaillierte Veröffentlichung der Zahlen auf einen Tag in der Woche zu beschränken. Es werden immer freitags die Daten für die kreisangehörigen Städte zur Verfügung gestellt (siehe unten), nicht mehr täglich. Der Kreis meldet seine Daten nach eigenen Angaben jedoch täglich an die übergeordneten Behörden – allerdings mit Ausnahme von Wochenenden und Feiertagen. Der Statistik des RKI für Dienstag, 31. Januar, ist zu entnehmen, dass im Kreis Recklinghausen seit Pandemie-Beginn 242.151 Corona-Fälle registriert wurden (bei 615.000 Einwohnern). Es sind zuletzt also 152 Neuinfektionen hinzugekommen. Vier weitere Menschen sind laut RKI in Verbindung mit dem Virus gestorben: drei Frauen im Alter von 77, 86 und 90 Jahren sowie ein Mann (79) in Dorsten. Die Zahl der Covid-19-Toten liegt im Kreis nun bei 1680.

Die jüngsten lokalen Daten aus dem Kreis:

Hier sind die am Freitag, 27. Januar, vom Kreis Recklinghausen veröffentlichten Zahlen für die zehn kreisangehörigen Städte. Im Wochenvergleich sind die Inzidenzwerte in fast allen Städten gestiegen. Lediglich in Waltrop sind die Zahlen unverändert geblieben, und in Herten – dem bisherigen „Spitzenreiter“ – gesunken. Den höchsten Wert weist jetzt Datteln auf, den niedrigsten Waltrop. Und so sieht die Situation in den zehn kreisangehörigen Städten konkret aus (Stand: 27. Januar, 6.30 Uhr; der Wert vom 20. Januar in Klammern):

Datteln: 120,4 (83,2)

Gladbeck: 114,1 (84,9)

Marl: 109,9 (94,4)

Herten: 96,9 (121,1)

Castrop-Rauxel: 95,8 (68,4)

Recklinghausen: 77,7 (72,3)

Oer-Erkenschwick: 76,4 (54,1)

Haltern: 74,1 (45,0)

Dorsten: 71,1 (64,4)
Waltrop: 57,8 (57,8)

Gesamt: 91,1 (77,7)

In der folgenden Übersicht ist die Zahl der bisherigen Corona-Fälle insgesamt in den jeweiligen Städten sowie die Zahl der Verstorbenen aufgelistet (Stand: Freitag, 27. Januar):

Castrop-Rauxel: 28.640; 166;

Datteln: 11.932; 119;

Dorsten: 30.676; 144;

Gladbeck: 30.241; 232;

Haltern am See: 13.912; 42;

Herten: 26.231; 196;

Marl: 33.635; 215;

Oer-Erkenschwick: 11.397; 123;

Recklinghausen: 45.906; 363;

Waltrop: 9322; 66;

Gesamt: 241.892; 1666;

Zwei Corona-Patienten liegen auf der Intensivstation

Laut Divi-Intensivregister (Stand: 31. Januar, 7.18 Uhr) befinden sich im Kreis Recklinghausen zwei Corona-Patienten auf der Intensivstation, davon muss einer künstlich beatmet werden. Zurzeit sind 52 von 189 Intensivbetten frei. Das sind 27,51 Prozent. Der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten liegt im Kreis bei 1,06 Prozent.

Die Impfquote in NRW bleibt unverändert

Der Kreis Recklinghausen veröffentlicht keine kreisweiten Impfzahlen mehr, sondern verweist in seinem Dashboard nur noch auf die Impfquoten des Landes. Vollständig geimpft sind in ganz NRW demnach 79,5 Prozent, unvollständig weitere 2,3 Prozent der Menschen (Stand: 25. Januar 2023). Die Impfquote hat sich damit innerhalb der letzten Wochen nicht verändert.

Niedersachsen hat den höchsten Inzidenzwert

In Nordrhein-Westfalen liegt der Inzidenzwert am Dienstag, 31. Januar, bei 111,2 (Samstag: 111,7). Den höchsten Wert unter den Bundesländern hat Niedersachsen (131,6), den niedrigsten weist Thüringen auf (29,7).

Die für die Lagebewertung wichtige Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt in Nordrhein-Westfalen laut Landeszentrum Gesundheit (LZG) am Dienstag, 31. Januar, bei 4,90.