Corona im Kreis Recklinghausen RKI meldet zehn weitere Tote - und die Inzidenz steigt

Eine Arzthelferin zieht in einer Praxis einer Hausärztin eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson gegen das Corona-Virus auf.
Täglich zeigen wir an dieser Stelle die aktuelle Corona-Entwicklung im Kreis Recklinghausen und seinen Städten auf. © picture alliance/dpa
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Update 28. Januar, 8.40 Uhr

Im Kreis Recklinghausen ist die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen erneut gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat für den Kreis am Samstag, 28. Januar, einen Wert von 98,7 veröffentlicht. Am Freitag lag dieser noch bei 91,2. Auch der Wochenvergleich fällt jetzt wieder eindeutig negativ aus: Am Samstag, 21. Januar, lag die Inzidenz im Kreis Recklinghausen bei 77,2 – also deutlich unterhalb des aktuellen Werts. Den Tiefstand bei der Inzidenz gab es am Montag, 23. Januar, mit 65,1. Seitdem ist der Wert kontinuierlich angestiegen und dürfte in Kürze die Marke von 100 wieder überschreiten.

Auch landes- und bundesweit sind die Werte im Vergleich zum Vortag gestiegen. In NRW beträgt die Inzidenz, die die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den zurückliegenden sieben Tagen je 100.000 Einwohner wiedergibt, am Samstag, 28. Januar, 111,7 (Vortag: 106,4) – und im Bund 81,5 (Vortag: 78,5).

Die Inzidenzwerte sind allerdings mit Vorsicht zu betrachten: Fachleute gehen davon aus, dass eine hohe Zahl an Fällen nicht in den RKI-Daten erfasst ist. Ein Grund dafür ist, dass viele Infizierte ihren positiven Selbst- oder Schnelltest nicht mit einem PCR-Test abklären lassen. Sie tauchen dann nicht in der Statistik auf. Oder eben die Tatsache, dass viele Bundesländer am Wochenende oder Feiertag Zahlen gar nicht oder nicht vollständig ans Robert Koch-Institut (RKI) melden.

Bei der Bewertung der Corona-Lage werden auch die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz wird jedoch nur landesweit ausgewiesen (siehe ganz unten).

Regierungsbezirk: Inzidenz steigt fast überall an

Im Regierungsbezirk Münster ist die Inzidenz am Samstag, 28. Januar, flächendeckend gestiegen – mit Ausnahme der Stadt Münster. Die höchste Inzidenz hat weiterhin Bottrop – und Gelsenkirchen den niedrigsten Wert. Nachfolgend die Übersicht über den Regierungsbezirk Münster im Detail (Quelle: RKI, Stand: 28. Januar, 3.10 Uhr, Vortagswerte in Klammern):

Bottrop: 133,8 (129,6)

Kreis Steinfurt: 119,1 (108,8)

Kreis Coesfeld: 109,3 (108,0)

Kreis Warendorf: 108,6 (105,7)

Kreis RE: 98,7 (91,2)

Kreis Borken: 93,7 (89,1)

Münster: 92,5 (95,7)

Gelsenkirchen: 75,3 (66,9)

NRW-weit hat der Kreis Düren (229,4) die negative Spitzenposition inne, am unteren Ende steht der Kreis Soest (46,3). Und so sieht die Situation in den Nachbarregionen des Vests im Ruhrgebiet aus: Dortmund kommt auf eine Inzidenz von 99,3, Herne auf 96,4, Essen auf 111,1, Bochum auf 129,3, der Kreis Unna auf 105,6 und der Kreis Wesel auf 91,0.

Kreis RE: Zehn Tote und 106 Neuinfektionen

Der Kreis Recklinghausen hat gemeinsam mit seinen zehn Städten beschlossen, die detaillierte Veröffentlichung der Zahlen auf einen Tag in der Woche zu beschränken. Es werden immer freitags die Daten für die kreisangehörigen Städte zur Verfügung gestellt (siehe unten), nicht mehr täglich. Der Kreis meldet seine Daten nach eigenen Angaben jedoch täglich an die übergeordneten Behörden – allerdings mit Ausnahme von Wochenenden und Feiertagen. Der Statistik des RKI für Samstag, 28. Januar, ist zu entnehmen, dass im Kreis Recklinghausen seit Pandemie-Beginn 241.999 Corona-Fälle registriert wurden (bei 615.000 Einwohnern). Es sind zuletzt also 106 Neuinfektionen hinzugekommen. Zehn weitere Menschen sind laut RKI in Verbindung mit dem Virus gestorben. Nähere Informationen zu den Verstorbenen hat der Kreis Recklinghausen noch nicht mitgeteilt. Die Zahl der Covid-19-Toten liegt im Kreis nun bei 1676.

Die jüngsten lokalen Daten aus dem Kreis:

Hier sind die am Freitag, 27. Januar, vom Kreis Recklinghausen veröffentlichten Zahlen für die zehn kreisangehörigen Städte. Im Wochenvergleich sind die Inzidenzwerte in fast allen Städten gestiegen. Lediglich in Waltrop sind die Zahlen unverändert geblieben, und in Herten – dem bisherigen „Spitzenreiter“ – gesunken. Den höchsten Wert weist jetzt Datteln auf, den niedrigsten Waltrop. Und so sieht die Situation in den zehn kreisangehörigen Städten konkret aus (Stand: 27. Januar, 6.30 Uhr; der Wert vom 20. Januar in Klammern):

Datteln: 120,4 (83,2)

Gladbeck: 114,1 (84,9)

Marl: 109,9 (94,4)

Herten: 96,9 (121,1)

Castrop-Rauxel: 95,8 (68,4)

Recklinghausen: 77,7 (72,3)

Oer-Erkenschwick: 76,4 (54,1)

Haltern: 74,1 (45,0)

Dorsten: 71,1 (64,4)
Waltrop: 57,8 (57,8)

Gesamt: 91,1 (77,7)

In der folgenden Übersicht ist die Zahl der bisherigen Corona-Fälle insgesamt in den jeweiligen Städten sowie die Zahl der Verstorbenen aufgelistet (Stand: Freitag, 27. Januar):

Castrop-Rauxel: 28.640; 166;

Datteln: 11.932; 119;

Dorsten: 30.676; 144;

Gladbeck: 30.241; 232;

Haltern am See: 13.912; 42;

Herten: 26.231; 196;

Marl: 33.635; 215;

Oer-Erkenschwick: 11.397; 123;

Recklinghausen: 45.906; 363;

Waltrop: 9322; 66;

Gesamt: 241.892; 1666;

Sechs Corona-Patienten liegen auf der Intensivstation

Laut Divi-Intensivregister (Stand: 28. Januar, 8.18 Uhr) befinden sich im Kreis Recklinghausen sechs Corona-Patienten auf der Intensivstation (Vortag: 6), davon müssen drei künstlich beatmet werden (Vortag: 3). Zurzeit sind 35 von 185 Intensivbetten frei. Das sind 18,91 Prozent (Vortag: 20,63). Der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten liegt im Kreis bei 3,24 Prozent (Vortag: 3,17).

Die Impfquote in NRW bleibt unverändert

Der Kreis Recklinghausen veröffentlicht keine kreisweiten Impfzahlen mehr, sondern verweist in seinem Dashboard nur noch auf die Impfquoten des Landes. Vollständig geimpft sind in ganz NRW demnach 79,5 Prozent, unvollständig weitere 2,3 Prozent der Menschen (Stand: 25. Januar 2023). Die Impfquote hat sich damit innerhalb der letzten Wochen nicht verändert.

Niedersachsen hat den höchsten Inzidenzwert

In Nordrhein-Westfalen liegt der Inzidenzwert am Samstag, 28. Januar, bei 111,7 (Vortag: 106,4). Den höchsten Wert unter den Bundesländern hat Niedersachsen (132,1), den niedrigsten weist Thüringen auf (33,1).

Die für die Lagebewertung wichtige Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt in Nordrhein-Westfalen laut Landeszentrum Gesundheit (LZG) am Freitag, 27. Januar, bei 4,72 (Vortag: 4,38). Aktuellere Zahlen gibt es nicht.