Pandemie-Newsblog

Inzidenzwert im Kreis Recklinghausen unverändert

Die Zahlen zu den Corona-Infektionen im Kreis Recklinghausen aktualisieren wir im Newsblog regelmäßig. Am Montag, 27. September, gibt es beim Inzidenzwert keine Veränderung im Vergleich zum Vortag - der Wert liegt weiterhin bei 62,4.
Das Impfzentrum des Kreises RE am Konrad-Adenauer-Platz in Recklinghausen. © Meike Holz

Update 27. September, 8.15 Uhr

Bei den Corona-Infektionen ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Recklinghausen am Montag, 27. September, im Vergleich zum Vortag unverändert geblieben. Der vom Robert-Koch-Institut (RKI) erhobene Inzidenzwert liegt bei 62,4 (Vortag: 62,4). Am vergangenen Sonntag war er erstmals wieder unter die 70er-Marke gefallen.

Allerdings hat der Inzidenzwert als alleiniger Maßstab für Maßnahmen in der Corona-Pandemie ausgedient. Bei der Bewertung der Corona-Lage werden in Nordrhein-Westfalen jetzt beispielsweise auch die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt. Das sieht die am Freitag, 10. September, veröffentlichte Neufassung der Coronaschutzverordnung des Landes NRW vor, deren Regeln seit Samstag, 11. September, bis zum 8. Oktober gelten.

Der bisher als Grenzwert für bestimmte Maßnahmen festgeschriebene Wert von 35 bei der Sieben-Tage-Inzidenz wird gestrichen, wie das Arbeitsministerium mitteilte. NRW setzt damit vom Bundesrat beschlossene Änderungen im Infektionsschutzgesetz um.

Konkret ändern wird sich vorerst aber nichts. Die 3G-Regelung (geimpft, getestet oder genesen) für den Zugang zu bestimmten Veranstaltungen und Einrichtungen bleibe aufgrund des Infektionsgeschehens bis auf weiteres bestehen, betonte das Ministerium (die Regeln im Detail: siehe unten). Konkrete Grenzwerte für die neuen Indikatoren legt die Schutzverordnung nicht fest.

Neben den Krankenhausdaten und der Zahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) fließen auch die Anzahl der gegen Covid-19 geimpften Personen, die Zahl der Todesfälle, die Altersstruktur der Infizierten sowie die Entwicklung des R-Wertes in die Beurteilung ein. Der R-Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter rechnerisch ansteckt.

Die bekannte Sieben-Tage-Inzidenz soll aber ein wichtiger Indikator bleiben. Denn: Steigt dieser Wert, bedeutet das, dass sich die Infektion schneller und breiter in der Bevölkerung ausbreitet.

Stadt Gelsenkirchen im Regierungsbezirk Münster an erster Stelle

Im Regierungsbezirk Münster liegt die Stadt Gelsenkirchen bei der Inzidenz an erster Stelle, gefolgt vom Kreis Recklinghausen. Die niedrigste Inzidenz hat der Kreis Steinfurt (31,5). Eisenach ist übrigens weiterhin in ganz Deutschland die einzige Kreisstadt beziehungsweise der einzige Kreis mit der Inzidenz 0. Die höchsten Infektionswerte gibt es in Bremerhaven (246,6). Nachfolgend die Übersicht über die Inzidenzwerte aller Städte und Kreise im Regierungsbezirk Münster, wie sie im Dashboard des Robert-Koch-Instituts aufgeführt werden (Stand: 27. September, 3.15 Uhr; Vortageswert in Klammern):

– Stadt Gelsenkirchen 68,7 (69,9)
– Kreis Recklinghausen 62,4 (62,4
)
– Kreis Warendorf 50,5 (50,5)

– Stadt Münster 49,3 (55,0)

Stadt Bottrop 46,0 (46,9)

– Kreis Borken 37,1 (37,1)
– Kreis Coesfeld 32,6 (32,2)
– Kreis Steinfurt 31,5 (31,7)

Stadt Recklinghausen ist Negativ-Spitzenreiter im Kreis

Der vom Kreis Recklinghausen selbst erhobene Inzidenzwert ist am Montag leicht gestiegen, er liegt nun bei 66,5 (Freitag: 65,8). Mit Haltern, Dorsten, Castrop-Rauxel, Datteln und Oer-Erkenschwick liegen fünf Städte unter der 50er-Marke. Negativ-Spitzenreiter ist jetzt Recklinghausen mit 105,7.

So sieht die Situation in den zehn kreisangehörigen Städten konkret aus (Stand: 27. September, 7.50 Uhr; die Freitags-Werte in Klammern):


– Recklinghausen: 105,7 (95,7)

– Gladbeck: 103,3 (102,0)

– Marl: 80,7 (92,5)

– Waltrop: 61,1 (54,3)

– Herten: 59,8 (64,7)

– Datteln: 49,0 (54,7)

– Oer-Erkenschwick: 47,6 (44,4)

– Dorsten: 45,6 (48,3)

– Haltern: 26,4 (26,4)

– Castrop-Rauxel: 19,1 (10,9)

Gesamt: 66,5 (65,8)

Der Kreis Recklinghausen hat am Montag 16 Corona-Neuinfektionen gemeldet (Freitag: 62). Insgesamt gelten hier jetzt 895 Menschen als infiziert (Freitag: 871). Die Zahl der Verstorbenen im Zusammenhang mit Corona liegt weiterhin bei 990.

18 Covid-19-Patienten befinden sich – Stand 27. September – in den Kliniken im Kreisgebiet in stationärer Behandlung. Drei von ihnen werden derzeit auf der Intensivstation behandelt.

Laut Divi-Intensivregister sind – Stand 27. September – im Kreis Recklinghausen 41 von 193 Intensivbetten nicht belegt. Der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten liegt hier bei nur 1,55 Prozent.

Geimpft wurden im Kreis bisher – bis zum 23. September – 411.039 Personen. Davon haben 20.681 nur die Erstimpfung und 390.358 auch schon die Zweitimpfung erhalten. Eine weitere Booster-Impfung haben 4217 Menschen bekommen. Vom 27. Dezember 2020 bis zum 23. September 2021 wurden in den zehn Städten insgesamt 780.619 Impfdosen verabreicht. Die Zahlen auf Kreisebene sind aber nicht mehr vollständig, da die Impfungen der Betriebs- und Privatärzte fehlen. Diese geben ihre Zahlen direkt ans RKI und nicht an die Kassenärztliche Vereinigung und damit nicht an den Kreis weiter. Vollständig geimpft sind in ganz NRW 66,9 Prozent, unvollständig weitere 5,2 Prozent der Menschen.

Detaillierte Zahlen aus dem Kreis Recklinghausen:

Nachfolgend die detaillierten Corona-Zahlen aus den zehn Städten des Kreises Recklinghausen vom 27. September (Fälle insgesamt, Genesene, Verstorbene, aktuell bestätigte Fälle):

Castrop-Rauxel: 4252; 4117; 89; 46

Datteln: 1993; 1858; 86; 49

Dorsten: 3244; 3114; 75; 55

Gladbeck: 5658; 5336; 151; 171

Haltern am See: 1100; 1067; 13; 20

Herten: 4004; 3789; 122; 93

Marl: 5056; 4764; 124; 168

Oer-Erkenschwick: 1898; 1784; 69; 45

Recklinghausen: 7088; 6640; 226; 222

Waltrop: 1408; 1347; 35; 26

Gesamt: 35.701; 33.816; 990; 895

Freie Terminkapazitäten in den Impfzentren

Auch im Kreis Recklinghausen dominiert nach Angaben des Gesundheitsamtes die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus das Geschehen. Experten des Robert-Koch-Instituts gehen davon aus, dass bereits bis zu 75 Prozent aller Neuinfektionen auf die erstmals in Indien aufgetauchte Mutation zurückzuführen sind. Eine vollständige Impfung gilt als bester Schutz vor Delta – vor allem auch gegen schwere Verläufe der Erkrankung. Die Impfzentren in der Region verfügen nach wie vor über freie Terminkapazitäten und jede Menge Impfstoff, in Recklinghausen geht es sogar seit Freitag, 9. Juli, ganz flexibel ohne Termin. Verimpft werden die mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna – und zwar immer von mittwochs bis sonntags. Doch schon bald schließen die Zentren, so dass die Zweitimpfung dort nicht mehr stattfinden kann, sollte in den nächsten Tagen eine erste Impfung stattfinden. Die zweite Dosis soll dann beim Hausarzt erfolgen.

Es können Kinder ab 12 Jahren geimpft werden

Schon länger sind Impfungen von Personen ab 12 Jahren Mittwoch bis Sonntag zwischen 8 und 18.30 Uhr im Impfzentrum sowie bei allen mobilen Impfaktionen des Kreises möglich, bei denen der Impfstoff von Biontech verimpft wird. Denn: Der neue Impferlass des Landes NRW erlaubt nun die Impfung von Kindern und Jugendlichen auch durch Ärzte, die nicht auf Kinder- und Jugendmedizin spezialisiert sind.

Eine weitere Anpassung hat das Land per Erlass im Bereich des Einverständnisses der Eltern vorgenommen. Mussten bislang alle Sorgeberechtigten ihre Zustimmung erklären und mindestens einer bei der Aufklärung anwesend sein, muss nun nur noch eine sorgeberechtigte Person ihr Einverständnis geben.

Die Impfung der Kinder und Jugendlichen ist – wie die Impfung aller – ohne vorherige Terminvereinbarung möglich. Mitgebracht werden sollten der Personalausweis und falls vorhanden Impfpass und Gesundheitskarte.

Auch Schwangere und Stillende können geimpft werden

Nachdem sich die Ständige Impfkommission (STIKO) bereits für die Corona-Impfung für Schwangere und Stillende ausgesprochen hatte, folgte am Mittwoch, 15. September, der Erlass des Landes: Impfungen von Schwangeren ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel und von stillenden Frauen sind ab sofort im Impfzentrum und bei mobilen Impfungen des Kreises Recklinghausen möglich. Dies gilt sowohl für Frauen, die noch nicht geimpft sind, als auch für diejenigen, die über einen unvollständigen Impfschutz verfügen. Verimpft wird in beiden Fällen ein mRNA-Impfstoff. Zugelassene mRNA-Impfstoffe sind aktuell die Vakzine von BioNTech und Moderna.

Wer sich impfen lassen möchte, kann mittwochs bis sonntags zwischen 8 und 18.30 Uhr mit oder auch spontan ohne Termin das Impfzentrum auf dem Konrad-Adenauer-Platz in Recklinghausen besuchen.

In NRW und im Bund gibt es kaum Veränderungen

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland hat es im Vergleich zum Vortag kaum Dynamik gegeben. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 61,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 61,4 gelegen, vor einer Woche bei 71,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 3022 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 3736 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden zehn Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 13 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.199.400 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Freitag mit 1,58 an, ein Rückgang um 0,3 im Vergleich zum Vorwochenwert. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.966.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 93.403.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen ist erneut leicht gesunken, sie liegt laut RKI am Montag bei 57,5 (Vortag: 58,3). NRW war hier lange bundesweit negativer Spitzenreiter, inzwischen haben aber Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland höhere Inzidenzwerte.

Die neue Verordnung in der Übersicht:

Die Kernaussage der neuen Corona-Schutzverordnung vom 11. September ist, dass vollständig geimpften und von Covid-19 genesenen sowie negativ getesteten Menschen grundsätzlich wieder alle Einrichtungen und Angebote offen stehen.

Die neue Corona-Schutzverordnung schreibt vor, dass bestimmte Angebote und Einrichtungen nur genutzt bzw. besucht werden dürfen, wenn eine vollständige Impfung, Genesung oder negative Testung vorgewiesen werden kann (3G = geimpft, genesen, getestet).

Das bedeutet die 3G-Regel

Die 3G-Regel gilt immer für den Besuch von:

– Krankenhäusern;

– Alten- und Pflegeheimen;

– besonderen Wohnformen der Eingliederungshilfe;

– Unterkünften für Geflüchtete;

– stationären Einrichtungen der Sozialhilfe.

Aufgrund der aktuellen Lage besteht für alle Personen, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, bei bestimmten Aktivitäten eine Pflicht zum Nachweis eines negativen Antigen-Schnelltests oder eines negativen PCR-Tests.

Die Pflicht zur Vorlage eines negativen Antigen-Schnelltests (= POC-Test) gilt für:

– Veranstaltungen in Innenräumen;

– Sport in Innenräumen;

– Innengastronomie;

– körpernahe Dienstleistungen (hierunter fallen auch notwendige medizinische Dienstleistungen);

– Beherbergung;

– Großveranstaltungen im Freien (mit mehr als 2500 Personen).

Die Pflicht zur Vorlage eines negativen PCR-Tests gilt für:

– Clubs;

– Diskotheken und ähnliche Einrichtungen;

– Tanzveranstaltungen einschließlich privaten Feiern mit Tanz (z.B. auch Hochzeitsfeiern);

– sexuelle Dienstleistungen.

Für genesene oder vollständig geimpfte Personen besteht keine Pflicht zum Nachweis eines negativen Testergebnisses.

Maskenpflicht und AHA-Regeln

Für alle Personen, also auch für Geimpfte und Genesene, besteht unabhängig von Inzidenzwerten die Pflicht zum Tragen (mindestens) einer medizinischen Maske – und zwar:

– im öffentlichen Personennahverkehr;

– im Handel;

– in Innenräumen mit Publikumsverkehr;

– in Warteschlangen;

– an Verkaufsständen;

– bei Großveranstaltungen im Freien (außer am Sitzplatz).

Darüber hinaus werden die bekannten und bewährten AHA-Verhaltensregeln weiterhin empfohlen: Abstand halten, Hygieneregeln beachten und im Alltag eine Maske tragen. Und: Einrichtungen mit Besucher- oder Kundenverkehr sind verpflichtet, bestimmte Lüftungs- und Hygieneregeln umzusetzen.

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