Corona

Kapazitäten im Impfzentrum bleiben ungenutzt

Obwohl die Bürger sich ohne Termin immunisieren lassen können, bleiben die Impfwilligen aus. Bis zum 30. September soll das Impfzentrum in Recklinghausen auf jeden Fall noch zur Verfügung stehen.
An Impfstoff mangelt es im Impfzentrum Recklinghausen nicht. © picture alliance/dpa

Im Impfzentrum des Kreises auf dem Konrad-Adenauer-Platz in Recklinghausen bleiben derzeit viele Kapazitäten ungenutzt. Bis zu 2500 Impfungen sind dort pro Tag möglich. Von Donnerstag bis Sonntag letzter Woche wurden jedoch täglich nur zwischen 435 und 936 Spritzen verabreicht, berichtet Kreis-Sprecherin Lena Heimers. Geimpft wird mit und seit einigen Tagen auch ohne Termin.

Wegen der gesunkenen Nachfrage bleibt das Impfzentrum sonntags bis auf weiteres geschlossen. Die Öffnungszeiten von Montag bis Samstag sind unverändert (8 bis 20 Uhr). Eine spontane Impfung ohne Termin ist bis 18.30 Uhr möglich. Impfstoff von Biontech und Moderna steht in ausreichenden Mengen zur Verfügung.

Erst die Hälfte der Kreisbevölkerung ist vollständig geimpft

Das Kreisgesundheitsamt appelliert an die Bürger, das Angebot zu nutzen. Erst rund die Hälfte der Bevölkerung im Kreis hat einen vollständigen Impfschutz. Ewa 15 Prozent der Bürger haben bislang eine Spritze erhalten.

Das Land plant, die Impfzentren zum 30. September zu schließen. Das Gesundheitsministerium geht davon aus, dass die niedergelassenen Ärzte die Impfungen dann vollständig übernehmen werden. „Die Finanzierung steht bis zum 30. September. Das Datum haben wir auch in den Arbeitsverträgen und etwa den Verträgen für die Mieten der Zelte angegeben“, sagt die Kreis-Sprecherin. Es bestehe aber die Möglichkeit, zu verlängern. Wenn das Impfzentrum geschlossen wird, sei es allerdings nicht mehr möglich, dieses von heute auf morgen wieder zu öffnen.

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