Drogen-Experte Peter Appelhoff setzt beim Thema Alkohol auch auf eine bessere Prävention. © Jörg Gutzeit
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Kreis RE: Warum Experte Peter Appelhoff ein Alkohol-Werbeverbot fordert

Beim Blick auf die Zahlen zu den Drogentoten im Kreis Recklinghausen erklärt DROB-Leiter Peter Appelhoff zudem, weshalb die Statistik mit Vorsicht zu genießen ist.

Im Jahr 2020 gab es 103 alkoholbedingte Todesfälle im Kreis Recklinghausen, meldet das Statistische Landesamt NRW – nach 106 Verstorbenen im Jahr 2019. Für Peter Appelhoff steht auch mit Blick auf die aktuelle Statistik fest: „Bei uns wird zu viel Alkohol getrunken.“ Der Leiter der DROB (Drogenhilfe Recklinghausen und Ostvest) hat ausdrücklich nichts gegen ein Glas Sekt auf einer Feier, ein Bier im Biergarten oder ein Glas Wein zu einem guten Essen. Aber der Drogen-Experte betont: „Das Problem ist die Menge: Alkohol ist keine harmlose Substanz. Und es wird oft so viel getrunken, dass es negative körperliche Folgen hat – vom ,Kater‘ und Erbrechen über Ausfallerscheinungen bis zu Herz-Kreislauf-Krankheiten und Alkoholvergiftungen. Das ist tragisch – und vollkommen vermeidbar.“

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Redakteur Regionales
Geboren 1962 in Dortmund, aufgewachsen in Recklinghausen, wo er auch heute mit seiner Familie lebt. Zwischenzeitlich verschlug es ihn zum Studium und zur Promotion nach Köln und Bochum. Dabei standen Germanistik und Philosophie im Mittelpunkt. Als Freund des Schreibens und mit viel Neugierde auf Menschen und ihre Geschichten fühlt er sich im Journalismus am richtigen Platz.
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