Pandemie-Newsblog

Kreis Recklinghausen: 210,4 – Inzidenz ist leicht gestiegen

Die Zahlen zu den Corona-Infektionen im Kreis Recklinghausen aktualisieren wir im Newsblog regelmäßig. Am Montag, 6. Dezember, ist die Sieben-Tage-Inzidenz leicht angestiegen, und zwar von 207,1 auf 210,4.
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Update 6. Dezember, 8.30 Uhr

Nachdem am Wochenende die Zahlen nahezu stagnierten, ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Recklinghausen wieder leicht angestiegen. Der vom Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldete Wert liegt am Montag, 6. Dezember, bei 210,4. Am Sonntag lag er bei 207,1, am Samstag bei 208,6.

Auch bundesweit ist der Wert wieder angestiegen. Nach 439,2 am Sonntag, liegt er nun am Montag bei 441,9. In NRW dagegen stagniert der Wert. Am Sonntag hatte er bei 290,2 gelegen, am Montag (6. Dezember) liegt er bei 290,3. Nicht nur im Vergleich mit ostdeutschen Städten und Landkreisen – wo die Landkreise Mittelsachsen, Meißen und Sächsische Schweiz/Osterzgebirge die 2000er-Marke überschritten haben -, sondern auch im Ruhrgebiet liegt der Kreis Recklinghausen halbwegs gut im Rennen gegen das Coronavirus. Bochum (248,0), Oberhausen (272,0), Essen (272,7), Dortmund (285,0), Gelsenkirchen (335,4) und Herne (330,1) weisen allesamt höhere Inzidenzen auf.

Der Inzidenzwert als alleiniger Maßstab für Maßnahmen in der Corona-Pandemie hat allerdings inzwischen ausgedient. Bei der Bewertung der Corona-Lage werden auch die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz wird allerdings nur landesweit ausgewiesen.

Münster weist im Regierungsbezirk den günstigsten Wert auf

Im Regierungsbezirk Münster liegen der Kreis Warendorf Und Gelsenkirchen über der 300er-Genze. Den niedrigsten Wert verzeichnet nach wie vor die Stadt Münster. Nachfolgend die Übersicht über die Inzidenzwerte aller Städte und Kreise im Regierungsbezirk Münster, wie sie vom RKI aufgeführt werden (Stand: 5. Dezember, 3.24 Uhr; Vortageswert in Klammern):

Gelsenkirchen: 337,7 (283,7)

Kreis Warend.: 334,9 (324,1)

Kreis Borken: 283,9 (292,5)
Kreis Steinfurt:
247,2 (244,1)

Bottrop: 228,3 (229,2)

Kreis RE: 207,1 (208,6)

Kreis Coesfeld: 203,4 (193,0)

Stadt Münster: 142,2 (137,2)

Der Kreis Recklinghausen aktualisiert sein Dashboard am Wochenende nicht. Die folgenden Angaben geben deshalb die Lage von Freitag wieder.

Die höchste Inzidenz verzeichnet immer noch Gladbeck

Der vom Kreis Recklinghausen selbst erhobene Inzidenzwert liegt am Freitag, 3. Dezember, bei 210,4 (Vortag: 216,6), ist damit also ebenfalls gesunken. Die höchste Inzidenz verzeichnet nach wie vor Gladbeck. Datteln, Dorsten und Castrop-Rauxel liegen unter der 200er-Grenze. Und so sieht die Situation in den zehn kreisangehörigen Städten konkret aus (Stand: 3. Dezember, 9.30 Uhr; die Vortagswerte in Klammern):

Gladbeck: 266,2 (276,8)

Herten: 255,4 (232,8)

Oer-Erkensch.: 241,0 (203,0)
Marl:
223,0 (238,4)

Recklingh.: 216,8 (213,2)
Waltrop:
207,0 (217,2)

Haltern: 200,8 (195,5)

Datteln: 172,8 (187,2)

Dorsten: 157,0 (185,2)

Cas.-Rauxel: 155,9 (183,2)

Gesamt: 210,4 (216,6)

Fünf weitere Todesfälle im Kreis Recklinghausen

Im Kreis Recklinghausen gelten am Freitag, 3. Dezember, 2764 Menschen als infiziert (Vortag: 2724), zudem meldet der Kreis 253 bestätigte Neuinfektionen (Vortag: 222). Die Zahl der Todesfälle hat sich um fünf erhöht. 1049 Menschen sind mittlerweile im Zusammenhang mit Corona verstorben. Laut Landeszentrum Gesundheit NRW sogar drei mehr.

Divi bietet aktuelle Zahlen

Aktuell werden 120 Covid-19-Erkrankte in den Kliniken im Kreis Recklinghausen behandelt. Laut Divi-Intensivregister – Stand 5. Dezember, 8.15 Uhr – befinden sich 31 Corona-Patienten auf der Intensivstation (Vortag: 30), 21 (Vortag: 18) von ihnen werden künstlich beatmet. Zurzeit sind 40 von insgesamt 195 Intensivbetten frei. Der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten liegt laut Divi-Intensivregister bei 15,9 Prozent.

Bis jetzt 69.365 Booster-Impfungen

Die vom Kreis im Dashboard veröffentlichte Zahl der Impfungen ist nicht ganz aktuell. Die letzte Angabe stammt vom 28. November. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden im Kreis 426.415 Personen geimpft. Davon haben 9.933 nur die Erstimpfung und 416.482 auch schon die Zweitimpfung erhalten. Eine weitere Booster-Impfung haben 69.365 Menschen bekommen. Vom 27. Dezember 2020 bis zum 28. November 2021 wurden in den zehn Städten insgesamt 886.066 Impfdosen verabreicht. Die Zahlen auf Kreisebene sind aber nicht mehr vollständig, da die Impfungen der Betriebs- und Privatärzte fehlen. Diese geben ihre Zahlen direkt ans RKI und nicht an die Kassenärztliche Vereinigung und damit nicht an den Kreis weiter. Vollständig geimpft sind in ganz NRW 71,8 Prozent, unvollständig weitere 3,6 Prozent der Menschen (Stand: 1. Dezember 2021).

Detaillierte Zahlen aus dem Kreis Recklinghausen:

Nachfolgend die detaillierten Corona-Zahlen aus den zehn Städten des Kreises Recklinghausen vom Freitag, 3. Dezember (Fälle insgesamt, Genesene, Verstorbene, aktuell bestätigte Fälle):

Castrop-Rauxel: 5050; 4620; 95; 335

Datteln: 2460; 2240; 92; 128

Dorsten: 3796; 3476; 78; 242

Gladbeck: 6665; 6108; 162; 395

Haltern am See: 1429; 1259; 16; 154

Herten: 4904; 4465; 128; 311

Marl: 6105; 5554; 130; 421

Oer-Erkenschwick: 2305; 2089; 77; 139

Recklinghausen: 8648; 7903; 232; 513

Waltrop: 1731; 1566; 39; 126

Gesamt: 43.093; 39.280; 1049; 2764

Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen in stationären Impfzentren

Im Kreis Recklinghausen öffnen jetzt nach und nach stationäre Impfzentren. Möglich sind Erst- und Zweitimpfungen sowie Booster-Impfungen. Hier die aktuelle Übersicht:

Oer-Erkenschwick:

Samstags und sonntags von 10 bis 14 Uhr, mittwochs und freitags von 16 bis 19 Uhr, in den Räumen des DRK, Agnesstr. 5. Anmeldung notwendig über www.schnelltest-drkoe.de.

Dorsten:

Montags, mittwochs und sonntags,10 bis 18 Uhr, Treffpunkt Altstadt (Auf der Bovenhorst), Terminvereinbarungen unter www.dorsten.de/impfzentrumsowie telefonisch (Mo-Fr) von 8 bis 12 Uhr unter der Rufnummer 02362 66-4443.

Recklinghausen:

– Freitags von 15 bis 19 Uhr und samstags von 13 bis 18 Uhr, Deutsches Rotes Kreuz (DRK) an der Kölner Straße, offenes Angebot ohne Terminvergabe.

– Montags, dienstags und freitags von 16 bis 20 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr am Knappschaftskrankenhaus, Dorstener Str., nur mit Anmeldung unter www.klinikum-vest.de oder unter Telefon 02361/5684917 (werktags von 8 bis 12 Uhr).Aktuell aber keine freien Termine.

– Freitags von 10 bis 14 Uhr am SkF-Stadtteilbüro Süd, Am Neumarkt 33, ohne Termin

– Seit Mittwoch, 1. Dezember, montags bis samstags von 11 bis 18 Uhr an der Vestlandhalle (24.12. bis 26.12 und 1.1. geschlossen), ohne Termin

Marl:

Mittwochs und donnerstags von 16 bis 20 Uhr an der Paracelsus-Klinik, Lipper Weg, nur mit Anmeldung unter www.klinikum-vest.de oder unter Telefon 02361/5684917 (werktags von 8 bis 12 Uhr), aktuell aber keine freien Termine.

Gladbeck:

– Ab Freitag, 3. Dezember, dienstags, mittwochs, donnerstags und samstags jeweils von 10 bis 16 Uhr sowie freitags von 10 bis 18 Uhr, in den Räumen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Bottroper Straße 6. Die Terminvereinbarung erfolgt nur online unter www.schnelltest-gladbeck.de.

Weitere stationäre Impfstellen des Kreises sind in Vorbereitung. Mehr Infos zu den Impfangeboten unter: www.kreis-re.de.

Darüber hinaus gibt es Sonderimpfaktionen im Kreis Recklinghausen:

Castrop-Rauxel:

– Sonntag, 12. Dezember, 10 bis 13.30 Uhr, Adventszelt auf dem Castroper Marktplatz, Erst- und Zweitimpfungen, Booster-Impfungen.

Herten

Samstag, 11. Dezember, 10 bis 16 Uhr, im Glashaus, Hermannstraße 16, Erst- und Zweitimpfungen, Booster-Impfungen.

Dem RKI fällt die Beurteilung der Lage schwer

Bundesweit ist die Sieben-Tage-Inzidenz erneut leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 439,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 442,7 gelegen, vor einer Woche bei 446,7 (Vormonat: 183,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 42.055 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 3.24 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 44.401 Ansteckungen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher. Auch dem RKI fällt die Beurteilung der Lage schwer. Der gebremste Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz könne „einerseits ein erster Hinweis auf eine sich leicht abschwächende Dynamik im Transmissionsgeschehen aufgrund der deutlich intensivierten Maßnahmen zur Kontaktreduzierung sein“, hieß es im RKI-Wochenbericht von Donnerstagabend. Allerdings könnte die Entwicklung „regional auch auf die zunehmend überlasteten Kapazitäten im Öffentlichen Gesundheitsdienst und die erschöpften Laborkapazitäten zurückzuführen sein“.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 94 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 104 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6.158.125 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 5,52 an (Donnerstag: mit 5,47). Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 in den Bundesländern können dort jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Sonntag mit 5.082.500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 103.040.

In Nordrhein-Westfalen liegt der Inzidenzwert am Sonntag, 5. Dezember, bei 290,2 (Vortag: 288,5). Er befindet sich damit weiter deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Sachsen hat die 1000-er Grenze bereits klar überschritten und mit 1227,1 unter den Bundesländern den höchsten Inzidenzwert, vor Thüringen (aktuell 1036,7) und Sachsen-Anhalt (aktuell 841,3).

Die für die Lagebewertung wichtige 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz in Nordrhein-Westfalen ist minimal gesunken und liegt aktuell laut Landeszentrum Gesundheit (LZG) bei 4,07 (Vortag: 4,10). Es gibt mittlerweile einen bestätigten Fall der neuen Corona-Variante Omikron in NRW und etliche Verdachtsfälle. Der Anteil der Covid-19-Patienten gemessen an der Gesamtzahl der zur Verfügung stehenden Intensivbetten liegt in NRW am Sonntag bei 13,79 (Freitag:13,72 Prozent).