Ukraine-Flüchtlinge

Kreis Recklinghausen: Ende der leeren Flüchtlings-Unterkunft ist in Sicht

Die Sporthalle des Kuniberg-Berufskollegs in Recklinghausen wurde zur Flüchtlings-Unterkunft umfunktioniert - aber nie genutzt. Dennoch war der Umbau „die richtige Entscheidung“, betont der Kreis.
Ende März wurde die Kuniberghalle Recklinghausen von THW-Mitarbeitern zur Flüchtlingsunterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine umfunktioniert. © Holz /dpa

Seit etwa drei Monaten steht die Sporthalle des Recklinghäuser Kuniberg-Berufskollegs leer. Sie wurde vom Kreis Recklinghausen Ende März – nach Beginn des Ukraine-Kriegs – zur Puffer-Unterkunft für Flüchtlinge umgebaut, falls die kreisangehörigen Städte an ihre Unterbringungs-Kapazitäten stoßen. Doch die Sammelstelle am Kuniberg wurde nicht benötigt – jetzt wird sie zur Sporthalle rückgebaut. Das hat der Krisenstab des Kreises in Abstimmung mit den Städten entschieden.

„Wir bekommen nicht mehr so viele Zuweisungen durch das Land. Diese Entwicklung hat die aktuelle Entscheidung möglich gemacht“, erläutert Kreis-Sprecherin Lena Heimers. Tatsächlich ist die Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine in den letzten Wochen weniger stark angestiegen. Am 2. Juni waren im Kreis 4178 Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten registriert, am 15. Juni waren es 4240 – ein Zuwachs von 62 Flüchtlingen. Zum gleichen Zeitpunkt gab es in den kommunalen Unterbringungsstellen der Städte insgesamt 528 freie Plätze. „Unseren Städten ist es gelungen, immer noch mehr Kapazitäten zu schaffen und Geflüchtete in Wohnungen zu vermitteln. So musste unsere Puffer-Einrichtung nicht belegt werden“, kommentiert Landrat Bodo Klimpel.

Der Rückbau beginnt am 1. Juli

Der Rückbau der Puffer-Unterkunft zur Sporthalle soll am 1. Juli starten und etwa ein bis zwei Wochen in Anspruch nehmen. Das heißt, die Sporthalle wurde etwa dreieinhalb Monate nicht genutzt. Dennoch war es für Lena Heimers „natürlich die richtige Entscheidung, die Puffer-Unterkunft einzurichten: Niemand konnte absehen, wie viele Flüchtlinge aus der Ukraine uns erreichen. Und wir sind für die Menschen verantwortlich, die hier ankommen, ihnen eine sichere Unterkunft zu bieten. Außerdem war die Sammelstelle auch eine Vorgabe des Landes, insofern gab es keine Alternative.“

Auch jetzt ist die weitere Entwicklung bei den Flüchtlingen aus der Ukraine nicht abzusehen. Lena Heimers betont: „Sollte sich die Situation verändern, wird der Krisenstab in Abstimmung mit den Städten die Lage neu bewerten – und wenn notwendig erneut eine Puffer-Unterkunft einrichten.“

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