Pandemie-Newsblog

Kreis Recklinghausen: Inzidenz bleibt bei 59,6

Die Zahlen zu den Corona-Infektionen im Kreis Recklinghausen aktualisieren wir im Newsblog regelmäßig. Am Dienstag, 19. Oktober, bleibt der Inzidenzwert unverändert bei 59,6, die Zahl der Intensivpatienten ebenfalls.
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Update 19. Oktober, 8:15 Uhr

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz gibt es im Kreis Recklinghausen keine Bewegung. Am Dienstag, 19. Oktober, blieb der Wert gleich. Der vom Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldete Inzidenzwert liegt unverändert bei 59,6 (Vortag: 59,6). Vor einer Woche betrug die Inzidenz 65,8.

Allerdings hat der Inzidenzwert als alleiniger Maßstab für Maßnahmen in der Corona-Pandemie ausgedient. Bei der Bewertung der Corona-Lage werden in Nordrhein-Westfalen jetzt beispielsweise auch die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt. Das sieht die am Freitag, 10. September, veröffentlichte Neufassung der Coronaschutzverordnung des Landes NRW vor, deren neue Regeln seit dem 1. Oktober und bis zum 29. Oktober gelten.

Der bisher als Grenzwert für bestimmte Maßnahmen festgeschriebene Wert von 35 bei der Sieben-Tage-Inzidenz ist gestrichen worden. NRW setzt damit vom Bundesrat beschlossene Änderungen im Infektionsschutzgesetz um.

Konkret ändern wird sich vorerst aber nichts. Die 3G-Regelung (geimpft, getestet oder genesen) für den Zugang zu bestimmten Veranstaltungen und Einrichtungen bleibe aufgrund des Infektionsgeschehens bis auf weiteres bestehen, betonte das Ministerium (die Regeln im Detail: siehe unten). Konkrete Grenzwerte für die neuen Indikatoren legt die Schutzverordnung nicht fest.

Neben den Krankenhausdaten und der Zahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) fließen auch die Anzahl der gegen Covid-19 geimpften Personen, die Zahl der Todesfälle, die Altersstruktur der Infizierten sowie die Entwicklung des R-Wertes in die Beurteilung ein. Der R-Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter rechnerisch ansteckt.

Die bekannte Sieben-Tage-Inzidenz soll aber ein wichtiger Indikator bleiben. Denn: Steigt dieser Wert, bedeutet das, dass sich die Infektion schneller und breiter in der Bevölkerung ausbreitet.

Gelsenkirchen verzeichnet im Regierungsbezirk den stärksten Anstieg

Im Regierungsbezirk Münster hat die Stadt Bottrop weiterhin eine sehr positive Entwicklung zu verzeichnen, bleibt aber negativer Spitzenreiter bei der Inzidenz, obwohl Gelsenkirchen von 61 auf fast 71 zulegt. Die niedrigste Inzidenz hat weiterhin Coesfeld. Nachfolgend die Übersicht über die Inzidenzwerte aller Städte und Kreise im Regierungsbezirk Münster, wie sie am Dienstag vom RKI aufgeführt werden (Stand: 19. Oktober, 3.23 Uhr; Vortageswert in Klammern):

– Stadt Bottrop: 73,3 (81,8)

– Stadt Gelsenkirchen: 70,6 (61,0)

– Kreis Warendorf: 62,4 (64,5)

– Kreis Recklinghausen: 59,6 (59,6)

– Kreis Steinfurt: 48,6 (51,1)

– Kreis Borken: 35,5 (36,0)

– Stadt Münster: 31,9 (31,6)

– Kreis Coesfeld: 18,6 (16,3)

Datteln und Oer-Erkenschwick über dem Inzidenzwert 100

Der vom Kreis Recklinghausen selbst erhobene Inzidenzwert ist am Dienstag leicht gestiegen. Er liegt nun bei 63,4 (Vortag: 62,7). Mit Castrop-Rauxel, Dorsten, Waltrop und Haltern liegen vier Städte unter der 50er-Marke. Datteln bleibt Negativ-Spitzenreiter. In der Kanalstadt und in Oer-Erkenschwick liegen die Inzidenzwerte über der Marke von 100. So sieht die Situation in den zehn kreisangehörigen Städten konkret aus (Stand: 19. Oktober, 8.15 Uhr; die Vortagswerte in Klammern):

– Datteln: 121,0 (115,2)

– Oer-Erkenschwick: 101,5 (107,8)

– Herten: 84,1 (77,6)

– Recklinghausen: 77,7 (79,5)

– Gladbeck: 75,5 (78,1)

– Marl: 59,3 (55,7)

– Castrop-Rauxel: 47,9 (45,1),

– Dorsten: 28,2 (28,2)

– Waltrop: 23,8 (27,1)

– Haltern: 18,5 (18,5)

Gesamt: 63,4 (62,7)

Laut Divi liegen zwölf Patienten auf der Intensivstation

Der Kreis Recklinghausen hat am Dienstag 18 Corona-Neuinfektionen gemeldet (Vortag: 12). Insgesamt gelten hier jetzt 734 Menschen als infiziert (Vortag: 798). Die Zahl der Toten im Kreis, die im Zusammenhang mit Corona verstorben sind, liegt nach wie vor bei 1003.

30 Covid-19-Patienten befinden sich nach Angaben des Kreises mit Stand vom 19. Oktober in den Kliniken im Kreisgebiet in stationärer Behandlung. 12 (Vortag 5) von ihnen würden auf der Intensivstation behandelt. Laut Divi-Intensivregister – Stand 19. Oktober – befinden sich im Kreis Recklinghausen 13 Corona-Patienten auf der Intensivstation, drei von ihnen werden künstlich beatmet. Immerhin: 39 von 195 Intensivbetten sind im Kreis Recklinghausen nicht belegt. Der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten liegt laut Divi-Intensivregister jetzt bei 6,15 Prozent (Vortag: 6,26 Prozent). Allerdings stehen laut Divi auch mehr Betten zur Verfügung. Die Zahl der Corona-Intensivpatienten hat sich damit im Vergleich zur letzten Woche mehr als verdoppelt. Sechs Prozent der Menschen, die im September 2021 positiv getestet waren, wurden im Verlauf ihrer COVID-19 Erkrankung stationär behandelt (rund 180 Menschen).

Die vom Kreis im Dashboard veröffentlichte Zahl der Impfungen ist nicht mehr aktuell. Die letzte Angabe stammt vom 17. Oktober. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden im Kreis 416.853 Personen geimpft. Davon haben 13.813 nur die Erstimpfung und 403.040 auch schon die Zweitimpfung erhalten. Eine weitere Booster-Impfung haben 9.992 Menschen bekommen. Vom 27. Dezember 2020 bis zum 17. Oktober 2021 wurden in den zehn Städten insgesamt 804.031 Impfdosen verabreicht. Die Zahlen auf Kreisebene sind aber nicht mehr vollständig, da die Impfungen der Betriebs- und Privatärzte fehlen. Diese geben ihre Zahlen direkt ans RKI und nicht an die Kassenärztliche Vereinigung und damit nicht an den Kreis weiter. Vollständig geimpft sind in ganz NRW 69,2 Prozent, unvollständig weitere 4,1 Prozent der Menschen.

Detaillierte Zahlen aus dem Kreis Recklinghausen:

Nachfolgend die detaillierten Corona-Zahlen aus den zehn Städten des Kreises Recklinghausen vom 19. Oktober (Fälle insgesamt, Genesene, Verstorbene, aktuell bestätigte Fälle):

Castrop-Rauxel: 4347; 4202; 89; 56

Datteln: 2089; 1936; 88; 65

Dorsten: 3315; 3203; 75; 37

Gladbeck: 5861; 5578; 155; 128

Haltern am See: 1124; 1096; 13; 15

Herten: 4130; 3908; 124; 98

Marl: 5212; 5002; 124; 86

Oer-Erkenschwick: 1995; 1843; 71; 81

Recklinghausen: 7376; 6992; 228; 156

Waltrop: 1440; 1392; 36; 12

Gesamt: 36.889; 35.151; 1.003; 734

Impfzentrum hat geschlossen

Nach knapp acht Monaten Laufzeit hat das Impfzentrum auf dem Konrad-Adenauer-Platz am Donnerstag, 30. September, seine Türen geschlossen.

Wer nun in den letzten Tagen eine erste Impfung im Impfzentrum erhalten hat, kann für die Zweitimpfung eine Arztpraxis aufsuchen.

Welche Ärzte die Zweitimpfung anbieten, hat die Kassenärztliche Vereinigung auf ihrer Internetseite unter www.corona-kvwl.de/zweitimpfung veröffentlicht. Im Impfzentrum gibt es für die Erstgeimpften eine entsprechende Liste direkt mit nach Hause.

NRW-Inzidenz ist der drittbeste Wert in Deutschland

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am siebten Tag in Folge gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 75,1 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 74,4 gelegen, vor einer Woche bei 65,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 6.771 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 3.23 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 4.971 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 88 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es ebenfalls 88 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.384.616 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter – gab das RKI am Montag mit 1,92 (Freitag 2,02) an. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.164.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 94.716.

In Nordrhein-Westfalen liegt der Inzidenzwert am Montagmorgen bei 49,1 (Vortag: 48,5) – und damit weiterhin unter dem Bundesdurchschnitt. Durch den ist NRW das Bundesland mit der nur noch drittniedrigsten Inzidenz. In Schleswig-Holstein (32,6) und Niedersachsen (49,0) ist die Kennziffer noch geringer.

Die aktuelle Verordnung in der Übersicht:

Die Kernaussage der neuen Corona-Schutzverordnung vom 11. September ist, dass vollständig geimpften und von Covid-19 genesenen sowie negativ getesteten Menschen grundsätzlich wieder alle Einrichtungen und Angebote offen stehen.

Die neue Corona-Schutzverordnung schreibt vor, dass bestimmte Angebote und Einrichtungen nur genutzt bzw. besucht werden dürfen, wenn eine vollständige Impfung, Genesung oder negative Testung vorgewiesen werden kann (3G = geimpft, genesen, getestet).

Die Landesregierung hat die Corona-Schutzverordnung an die aktuellen Entwicklungen des Infektions- und Pandemiegeschehens in Nordrhein-Westfalen angepasst. Danach gelten seit dem 1. Oktober 2021 unter anderem der Verzicht der Maskenpflicht im Freien, die Möglichkeit, einen PCR-Test durch kurzfristige Schnelltests zu ersetzten sowie Erleichterungen für Gastronomen und Veranstalter.

Die wichtigsten Neuregelungen im Überblick

Keine Maskenpflicht im Freien mehr

Die neue Corona-Schutzverordnung sieht unter anderem den Wegfall der Maskenpflicht im Freien vor. Bislang galt, dass in Warteschlangen und Anstellbereichen sowie unmittelbar an Verkaufsständen, Kassenbereichen und ähnlichen Dienstleistungsschaltern sowie bei Sport-, Kultur und sonstigen Veranstaltungen im Freien mit mehr als 2.500 Besucherinnen und Besuchern das Tragen einer Maske erforderlich war.

Diese Pflicht fällt weg. Trotzdem wird weiterhin auch im Freien das Tragen einer Maske dringend empfohlen, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann, typischerweise ist das insbesondere in Warteschlangen und Anstellbereichen der Fall.

PCR-Test kann durch kurzfristigen Schnelltest ersetzt werden

Überall dort, wo bislang nicht immunisierte Personen einen PCR-Test als Zugangsvoraussetzung (z.B. Diskotheken) oder als Bedingung für den Entfall der Maskenpflicht (z.B. Chorproben) benötigt haben, kann ab 1. Oktober auch alternativ ein Schnelltest verwendet werden, wenn dieser höchstens sechs Stunden alt ist.

Mehr Zuschauer bei Großveranstaltungen

Bei Großveranstaltungen (Sportveranstaltungen, Konzerten, Musikfestivals und ähnlichem) entfällt die absolute Obergrenze von 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauern vollständig. Bei Großveranstaltungen im Freien wird darüber hinaus die relative Obergrenze von 50 Prozent der regulären Zuschauerkapazität gelockert. Hier können nun alle Sitzplätze voll belegt werden, wenn die Veranstalterin bzw. der Veranstalter sicherstellen, dass außerhalb der Plätze Masken getragen werden.

Keine besonderen Abstände/Trennwände in der Innengastronomie mehr vorgeschrieben

In der Innengastronomie sind keine besonderen Abstände oder Trennwände zwischen den Tischen mehr zwingend erforderlich. Vielmehr werden die Einhaltung des Abstands oder Trennwände lediglich empfohlen. Es bleibt aber bei der Maskenpflicht außerhalb des festen Sitz- oder Stehplatzes.

Das bedeutet die 3G-Regel

Die 3G-Regel gilt immer für den Besuch von:

– Krankenhäusern;

– Alten- und Pflegeheimen;

– besonderen Wohnformen der Eingliederungshilfe;

– Unterkünften für Geflüchtete;

– stationären Einrichtungen der Sozialhilfe.

Aufgrund der aktuellen Lage besteht für alle Personen, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, bei bestimmten Aktivitäten eine Pflicht zum Nachweis eines negativen Antigen-Schnelltests oder eines negativen PCR-Tests.

Die Pflicht zur Vorlage eines negativen Antigen-Schnelltests (= POC-Test) gilt für:

– Veranstaltungen in Innenräumen;

– Sport in Innenräumen;

– Innengastronomie;

– körpernahe Dienstleistungen (hierunter fallen auch notwendige medizinische Dienstleistungen);

– Beherbergung;

– Großveranstaltungen im Freien (mit mehr als 2500 Personen).

Die Pflicht zur Vorlage eines negativen PCR-Tests gilt für:

– Clubs;

– Diskotheken und ähnliche Einrichtungen;

– Tanzveranstaltungen einschließlich privaten Feiern mit Tanz (z.B. auch Hochzeitsfeiern);

– sexuelle Dienstleistungen.

Für genesene oder vollständig geimpfte Personen besteht keine Pflicht zum Nachweis eines negativen Testergebnisses.

Maskenpflicht und AHA-Regeln

Für alle Personen, also auch für Geimpfte und Genesene, besteht unabhängig von Inzidenzwerten die Pflicht zum Tragen (mindestens) einer medizinischen Maske – und zwar:

– im öffentlichen Personennahverkehr;

– im Handel;

– in Innenräumen mit Publikumsverkehr;

– in Warteschlangen;

– an Verkaufsständen;

– bei Großveranstaltungen im Freien (außer am Sitzplatz).

Darüber hinaus werden die bekannten und bewährten AHA-Verhaltensregeln weiterhin empfohlen: Abstand halten, Hygieneregeln beachten und im Alltag eine Maske tragen. Und: Einrichtungen mit Besucher- oder Kundenverkehr sind verpflichtet, bestimmte Lüftungs- und Hygieneregeln umzusetzen.

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