Pandemie-Newsblog

Kreis Recklinghausen: Inzidenz erstmals in diesem Jahr unter 10

Die Zahlen zu den Corona-Infektionen im Kreis Recklinghausen aktualisieren wir regelmäßig. Wir halten Sie im Newsblog auf dem Laufenden. Am Samstag, 19. Juni, liegt die Inzidenz bei 9,4 - und ist damit weiter gesunken.
Das Impfzentrum des Kreises RE am Konrad-Adenauer-Platz in Recklinghausen. © Meike Holz

Update 19. Juni, 7.30 Uhr

Die Zeichen stehen weiter auf Entspannung: Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt im Kreis Recklinghausen nach Angaben des Landeszentrums Gesundheit (LZG) am Samstag, 19. Juni, bei 9,4 – und ist damit erstmals in diesem Jahr unter den Wert von 10 gesunken. Am Freitag betrug die Inzidenz noch 10,3.

Damit liegt der Wert weiter deutlich unter dem Schwellenwert von 35. Das ist auch der Grund dafür, dass seit Freitag, 11. Juni, nur noch die Regelungen der Stufe eins in der Corona-Schutzverordnung gelten (siehe unten). Der LZG-Inzidenzwert ist ausschlaggebend für die Ergreifung staatlicher Maßnahmen, er gibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen an.

Im Regierungsbezirk hat der Kreis Coesfeld den höchsten Wert

Im Regierungsbezirk Münster bleibt die Corona-Lage weiter entspannt. Alle Kreise und Städte liegen eindeutig unterhalb des Schwellenwerts von 35. Den höchsten Inzidenzwert hat der Kreis Coesfeld mit 12,2 zu verzeichnen. In der Stadt Münster ist die Inzidenz auf 2,5 gesunken. Hier die Übersicht über die Inzidenzwerte aller Städte und Kreise im Regierungsbezirk (Stand 19. Juni, 0 Uhr; Vortageswert in Klammern):

– Kreis Coesfeld 12,2 (13,1)

– Stadt Gelsenkirchen 9,6 (12,7)

– Kreis Recklinghausen 9,4 (10,3)

– Kreis Borken 7,3 (7,3)

– Stadt Bottrop 6,0 (6,0)

– Kreis Warendorf 5,8 (5,4)

– Kreis Steinfurt 4,9 (6,5)

– Stadt Münster 2,5 (2,9)

Waltrop liegt bei 0,0 und hat keine Infizierten mehr

Der vom Kreis Recklinghausen erhobene Inzidenzwert ist am Samstag ebenfalls gesunken – nämlich von 10,1 (Freitag) auf 8,6. Die höchste Inzidenz unter den Städten im Kreis Recklinghausen weist jetzt Oer-Erkenschwick auf. In Waltrop verharrt die Inzidenz bei 0. Waltrop ist nach wie vor die einzige Stadt im Kreis RE, die als coronafrei gilt, also keinen Infizierten mehr hat. Und so ist die Situation in den Städten des Kreises genau (Stand 19. Juni, 6 Uhr, Vortageswert in Klammern):

– Oer-Erkenschwick 15,9 (12,7)

– Recklinghausen 14,4 (13,5)

– Datteln 11,6 (11,6)

– Herten 8,1 (14,6)

– Marl 7,1 (11,9)

– Dorsten 9,4 (8,0)

– Castrop-Rauxel 6,8 (8,2)

– Haltern 5,3 (7,9)

– Gladbeck 4,0 (6,6)

– Waltrop 0,0 (0,0)

Insgesamt gelten nur noch 184 Menschen im Kreis Recklinghausen als infiziert (Vortag: 212). Am Samstag wurden allerdings wie am Vortag neun Neuinfektionen gemeldet – davon fünf in der Stadt Recklinghausen.

Es gibt fünf weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus im Kreis Recklinghausen. Verstorben sind ein 82-jähriger Mann aus Castrop-Rauxel, eine 93-jährige Frau aus Dorsten, eine 96-jährige Frau aus Gladbeck und zwei Männer aus Oer-Erkenschwick im Alter von 51 und 75 Jahren. Damit stieg die Zahl der Corona-Toten auf insgesamt 946.

Neun Covid-19-Patienten sind – Stand 17. Juni – in den Kliniken im Kreisgebiet in stationärer Behandlung, vier von ihnen liegen auf der Intensivstation.

Geimpft wurden bisher im Kreis 311.441 Personen. Davon haben 120.749 nur die Erstimpfung und 190.629 auch schon die Zweitimpfung erhalten. Seit dem 27.12.2020 wurden in den zehn Städten insgesamt 487.826 Impfdosen verabreicht. Die Zahlen auf Kreisebene sind aber nicht mehr vollständig, da die Impfungen der Betriebs- und Privatärzte fehlen. Diese geben ihre Zahlen direkt ans RKI und nicht an die Kassenärztliche Vereinigung und damit nicht an den Kreis weiter. Vollständig geimpft sind in ganz NRW 31,3 Prozent. Dazu kommen 21,2 Prozent, die nur die Erstimpfung erhalten haben.

Die detaillierten Corona-Zahlen aus den Städten vom 19. Juni:

(Fälle insgesamt, Genesene, Verstorbene, aktuell bestätigte Fälle):

Castrop-Rauxel: 3877 // 3777 // 85 // 14

Datteln: 1827 // 1736 // 83 // 8

Dorsten: 2901 // 2814 // 72 // 15

Gladbeck: 4865 // 4701 // 143 // 21

Haltern am See: 1002 // 984 // 13 // 5

Herten: 3555 // 3406 // 113 // 36

Marl: 4413 // 4267 // 116 // 30

Oer-Erkenschwick: 1760 // 1680 // 67 // 13

Recklinghausen: 6180 // 5919 // 219 // 42

Waltrop: 1317 // 1283 // 34 // 0

Gesamt: 31.697 // 30.567 // 946 // 184

Es gelten weitere Lockerungen seit dem 11. Juni

Für den Kreis Recklinghausen gilt seit Freitag, 11. Juni, die Inzidenz-Stufe eins der Coronaschutzverordnung des Landes NRW. Wir haben einige Beispiele für die damit verbundenen Lockerungen aufgelistet:

Private Veranstaltungen:

Private Veranstaltungen sind außen mit bis zu 250 Gästen erlaubt, innen sind private Feiern wie Hochzeiten oder Geburtstage mit bis zu 100 Gästen möglich – Negativtests vorausgesetzt. Tanzpartys sind außen mit bis zu 100 Gästen und innen mit bis zu 50 Gästen ohne Abstand möglich, sofern negative Tests vorliegen.

Gastronomie:

Gut für Kneipen, Gaststätten und Restaurants – ab sofort darf die Innengastronomie im Vest auf vorherige Tests verzichten.

Kultur:

Endlich wieder aktiv werden darf die Veranstaltungsbranche: Theater, Oper und Kinos sind mit bis zu 1.000 Personen erlaubt, sofern ein Sitzplan, ein Negativtest sowie eine Sitzordnung nach Schachbrettmuster vorhanden sind.

Sport:

Aufatmen auch bei Sportvereinen und Fitnessbranche: Außen und innen ist Kontaktsport mit bis zu 100 Personen möglich (mit Negativtest). In Stadien und Arenen sind über 1.000 Zuschauer erlaubt (max. 33 Prozent der Kapazität), in Hallen bis zu 1.000 Zuschauer (max. 33 Prozent der Kapazität), sofern ein Sitzplan sowie eine Sitzordnung nach Schachtbrettmuster vorhanden sind. Da auch die Landesinzidenz unter 35 liegt, ist der Innensport ohne Test erlaubt.

Freizeit:

Passend zu den sommerlichen Temperaturen dürfen die Freibäder im Kreis RE ohne vorherigen Test öffnen – inklusive der beliebten Strandbäder in Haltern.

Clubs und Diskotheken mit Außenbereichen dürfen für bis zu 100 Personen öffnen, sofern negative Tests vorliegen. Der Innenbereich muss noch bis zum 1. September warten, wenn dann die Landesinzidenz weiter unter 35 liegt. Ein Negativtest ist auch für Bordelle u. ä. vorgeschrieben.

Busreisen:

Busreisen ohne Kapazitätsbegrenzung sind ab sofort möglich, wenn alle Teilnehmer aus Regionen mit einer Inzidenz von unter 35 kommen.

Maskenpflicht wurde teilweise aufgehoben

Darüber hinaus müssen Bürger seit Samstag, 12. Juni, auch keine Maske mehr in Fußgängerzonen und an belebten Plätzen im Kreis Recklinghausen tragen – die Maskenpflicht wurde aufgehoben. Darauf haben sich der Kreis Recklinghausen und seine zehn Städte mit Blick auf die sinkende Sieben-Tage-Inzidenz geeinigt. Auch die Maskenpflicht auf Schulhöfen wurde aufgehoben.

Allerdings gilt die Maskenpflicht weiterhin an allen durch die Coronaschutzverordnung des Landes definierten Orten, zum Beispiel beim Frisör oder in geschlossenen Räumlichkeiten wie Museen, Bibliotheken oder Kinos.

Maskenpflicht an Haltestellen wird aufgehoben

An Busbahnhöfen und Haltestellen im Freien entfällt ab Montag (21. Juni) die Maskenpflicht. Darauf weist die Vestische in Herten hin. Laut neuer Fassung der NRW-Coronaschutzverordnung gilt diese Lockerung für Kreis und kreisfreie Städte mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 (Inzidenzstufe 1) – und damit auch für den Kreis Recklinghausen. An unterirdischen Haltestellen und in Bahnhofsgebäuden bleibe die Maskenpflicht allerdings bestehen. Gleiches gelte für Warteschlangen.

In den Bussen selbst gilt nach Angaben des Nahverkehrsunternehmens nach wie vor folgende Regelung: Das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske/OP-Maske ist ausreichend. Es besteht keine Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren ist eine Alltagsmaske erlaubt, soweit diese Personen aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können. Diese Regelung gelte auch für die Kunden-Center der Vestischen.

  • Insgesamt haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1108 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus den Zahlen vom Samstagmorgen hervor. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1911 Ansteckungen gelegen.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Samstagmorgen mit bundesweit 9,3 an (Vortag: 10,3).
  • Deutschlandweit wurden binnen 24 Stunden 99 neue Todesfälle verzeichnet. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.369 angegeben.
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