Gesundheit

Mütter sind im Schnitt 30,9 Jahre alt

Das Durchschnittsalter der Frauen bei Geburten ist auch im Vest gestiegen. Mit dem Alter nimmt das Komplikationsrisiko zu.
Eine spätere Schwangerschaft erhöht das Risiko von Komplikationen. © picture alliance/dpa

Das Durchschnittsalter der Mütter im Kreis Recklinghausen ist im Jahr 2020 verglichen mit 2019 um 0,1 Jahre gestiegen und liegt mittlerweile bei 30,9. Das geht aus aktuellen Zahlen des Landesbetriebs IT.NRW hervor. 2010 bekamen Frauen im Vest im Durchschnitt mit 30 Jahren ein Kind.

Diese Entwicklung zeigt sich auch bei der Geburt des ersten Kindes. Hier stieg das Durchschnittsalter im Kreis innerhalb der letzten zehn Jahre von 28,5 auf 29,7 Jahre. „Gegen eine spätere Schwangerschaft spricht natürlich nichts“, sagt Michael Lobscheid von der Krankenkasse IKK classic. Allerdings steige statistisch gesehen das Komplikationsrisiko bei Spätgebärenden.

Häufiger erhöhte Blutzuckerwerte

Je älter die werdende Mutter, desto höher sei die Wahrscheinlichkeit einer Fehlbildung des Kindes oder vorzeitiger Blutungen, erklärt Lobscheid. Außerdem träten bei werdenden Müttern über 30 häufiger erhöhte Blutzuckerwerte während der Schwangerschaft auf. Mittlerweile entwickelten etwa fünf Prozent aller schwangeren Frauen im Laufe ihrer Schwangerschaft ein Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes). Sie zähle zu den häufigsten schwangerschaftsbegleitenden Erkrankungen. „Da diese Störung des Zuckerstoffwechsels selten Beschwerden verursacht, wird sie ohne Test kaum entdeckt“, so Lobscheid. Unbehandelt könne sie jedoch ernsthafte Folgen für die Gesundheit von Mutter und Kind bedeuten.

Der Experte rät Schwangeren, alle von den Krankenkassen angebotenen Früherkennungsuntersuchungen wahrzunehmen, zu denen auch ein Test auf Schwangerschaftsdiabetes gehöre. So könnten Krankheiten und Komplikationen erkannt und behandelt werden.

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