Telefonaktion des Medienhauses Bauer am 24. Juni

Symbol der Weiblichkeit

Äußerliche Hilfsmittel wie eine BH-Einlage nach Brustentfernungen sind heute natürlich und unauffällig. Für viele Frauen sind sie dennoch keine dauerhafte Lösung. Sie entscheiden sich für eine operative Wiederherstellung der Brust.
Brustimplantate aus Silikon gelten trotz der negativen Schlagzeilen, in die minderwertige Produkte zwischenzeitlich geraten waren, inzwischen wieder als sicher und kosmetisch vorteilhaft. © dpa

Die Brust gilt als Symbol der Weiblichkeit. Eine angeborene oder erworbene Fehlbildung des Organs belastet die Betroffenen daher erfahrungsgemäß immer sehr. Doch die moderne Medizin ist in Sachen Rekonstruktion sehr weit und gibt Hoffnung.

Die Wiederherstellung der natürlichen Brustform nach einer Brustkrebserkrankung ist für Patientinnen von essenzieller Wichtigkeit. Das wissen Dr. Dorothee Drüppel, Chefärztin des Brustzentrums und der Klinik für Frauenheilkunde am Standort St. Vincenz-Krankenhaus in Datteln, sowie Prof. Dr. Tobias Hirsch, Chefarzt der Abteilung für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie der Fachklinik Hornheide, aus Erfahrung.

In einer interdisziplinären speziellen Telefon-Aktion im Brustzentrum des St. Vincenz-Krankenhaus Datteln, organisiert vom Medienhaus Bauer, informieren die beiden Experten deshalb am Donnerstag, 24. Juni, von 11 bis 13 Uhr über die verschiedenen Möglichkeiten und stehen auch sonst Rede und Antwort zu einem besonders sensiblen Thema. Das Wichtigste vorab: „Die bekannteste Therapieform zum Aufbau einer natürlichen Brust ist das Silikon-Implantat. Es zeichnet sich heutzutage durch hohe Sicherheit, Langlebigkeit und natürliche Beschaffenheit aus“, so Drüppel.

Implantate sind sicher

Die Brustrekonstruktion durch Silikonimplantate werde deshalb häufig bei angeborenen Fehlbildungen wie etwa dem Poland-Syndrom verwendet. Auch in der Brustchirurgie bei Brustkrebs habe das Implantat einen hohen Stellenwert und kann eine zügige Wiederherstellung der Brustform gewährleisten.

Vorteilhaft bei der Silikonprothese ist dabei, dass eine schnelle Rekonstruktion möglich ist, so dass einer bevorstehenden medikamentösen Tumortherapie im Zweifel nichts im Wege steht. Auch eine erneute OP wäre mit nur geringem Aufwand machbar. Außerdem entstehen keine Defekte oder Narben in einer anderen Körperregion. Doch eines darf nicht vergessen werden: Trotz der heutigen modernen Implantate kann es zu einer sogenannten Kaspelfibrose kommen. Dies sei eine natürliche Reaktion des Körpers auf das Fremdgewebe und könne zu einer Beeinträchtigung der Brustform und zu Schmerzen führen. Drüppel: „Insbesondere nach vollständiger Entfernung der Brustdrüse bei schlanken Patientinnen oder nach Bestrahlung der Brust tritt dies gehäuft auf.“

Nachteilig sei auch, dass es im Laufe der Jahre nötig werden kann, die Silikonprothese aufgrund von Alterungsprozessen auszutauschen. Daher werden ab einer Liegezeit von zehn Jahren jährliche Kontrollen beim Brustspezialisten empfohlen. Kommt es etwa zu einem Silikonaustritt durch Ruptur der Prothese, ist eine Folge-OP notwendig. Gerne beraten die Experten bei der heutigen Telefonaktion auch zu diesen Risiken und geben Tipps zum richtigen Umgang.

Nicht nur Frauen betroffen

Betroffene Frauen können sich auch in der interdisziplinären Brustsprechstunde des Brustzentrums des St. Vincenz-Krankenhauses unter der Leitung von Drüppel und Hirsch von den Experten der unterschiedlichen Fachbereiche individuell beraten lassen. Dabei arbeiten Brustkrebsspezialisten und Plastische Chirurgen von Anfang an Hand in Hand zusammen und informieren ausführlich über die Erkrankung, die Therapieoptionen und bei Bedarf auch über die verschiedenen Methoden zum Brustwiederaufbau.

Übrigens: Sicht- oder tastbare Veränderungen an der Brust sollten immer fachärztlich abgeklärt werden. Dies gilt im Übrigen nicht nur für die weibliche Brust. Es werden dabei gutartige von bösartigen Veränderungen unterschieden.

Telefonaktion am 24. JuniSo erreichen Sie unsere Experten
  • Unsere Telefonaktion zur Brustrekonstruktion findet statt am Donnerstag, 24. Juni, von 11 Uhr bis 13 Uhr.
  • Sie erreichen unsere Experten unter der Telefonnummer: Tel. 0 23 65 / 107-11 11.
  • Bitte beachten Sie, dass die Leitung ausschließlich während der Telefonaktion geschaltet ist.
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