Ruhrfestspiele

Tanz trifft Artistik

Eine Fusion der ganz besonderen Art: Das Circa-Ensemble aus Australien vereint Tanz und Artistik mit und in „Le Sacre du Printemps“. Ein Experiment, das glänzend gelingt.
Tanz trifft Artistik: "Sacre". © David Kelly

Igor Strawinskys legendäres Ballett „Le Sacre du Printemps“ ist ein Meilenstein. Die Ruhrfestspiele ließen jetzt – als Stream natürlich – die beeindruckende Artistik des australischen Circa-Ensembles – Neuer Zirkus also – in ihrem „Sacre“ auf den weltberühmten Ausdruckstanz prallen. Ein Experiment, das glänzend gelungen ist.

Dunkle Klang-Eskapaden von Philippe Bachman

Als Aperitif gab es die dunklen Klang-Eskapaden von Philippe Bachman, bevor dann gezeigt – und schnell klar wurde, wie nah anspruchsvolle Artistik und zeitgenössisches Tanztheater sein können. Zehn Artisten und die mitreißende Komposition von Igor Strawinsky – mit „Sacre“ präsentieren Circa die erste zirzensische Neuschreibung dieser Musik und erfinden eine ganz eigene Bildsprache. Eigentlich hätte „Sacre“ seine Weltpremiere 2020 in Recklinghausen gehabt, nun kam die Produktion endlich in diesem Jahr zu den Ruhrfestspielen.

Hier folgt die Bewegung der Musik

Seit 2004 tourt die Kompanie aus Brisbane weltweit und hat mit ihren Shows über eine Million Menschen in 40 Ländern erreicht. Das besondere bei dieser Show: Die Bewegung folgt der Musik – und nicht umgekehrt. So entsteht eine durchweg faszinierende Choreografie aus komplexen Bewegungsabläufen und akrobatischer Höchstleitung. Die Grenzen zwischen Tanz, Theater, Musik und Zirkus sind komplett gesprengt. Bravo!

Der Abend in Marl

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