Förderprogramm des Bundes

1,1 Millionen Euro aus Berlin sollen Stadtzentrum Hüls aufwerten

Aus dem Förderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ werden eine Machbarkeitsstudie und ein Zentrenmanagement finanziert. MdB Brian Nickholz hofft auf Stärkung des Einzelhandels
Die Hülsstraße soll mit Fördergeldern des Bundes aufgewertet werden. © Patrick Köllner (Archiv)

Gute Nachricht aus Berlin: Die Stadt Marl erhält für die attraktivere Gestaltung des Stadtzentrums Hüls eine Fördersumme in Höhe von rund 1,1 Mio. Euro. Das Geld stammt aus dem Förderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ des Bundes, das mit insgesamt 250 Millionen Euro ausgestattet ist.

„Wir freuen uns sehr über die Förderzusage“, sagt Michael Bach, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. „Das ist ein wesentlicher Beitrag und eine große Chance, um das Stadtzentrum in Hüls nachhaltig zu stärken“. Die Stadt hofft mit der Auswahl als Modellprojekt und der in Aussicht gestellten Fördersumme entscheidende Impulse zur Aufwertung des Stadtteils zu geben und zwischen 2022 und 2025 eine zukunftsgerichtete Umgestaltung einzuleiten. Unter anderem will die Stadt ein Zentrenmanagement und ein Verfügungsfonds einrichten sowie eine Machbarkeitsstudie erstellen. Mit Hilfe von Experimenten werden zudem die Möglichkeiten zur Belebung des öffentlichen Raums ermittelt.

Der Marler SPD-Bundestagsabgeordnete Brian Nickholz freut sich vor allem für die Werbegemeinschaft Hüls: „Mit der Zusage des Bundes für Marl-Hüls erhalten wir die Möglichkeit, den Einzelhandel zu stärken, die Vielfalt der Innenstadt zu verbessern und damit unser Zentrum für Verbraucherinnen und Verbraucher attraktiv zu gestalten. Das Programm soll auch dabei helfen, die Aufenthaltsqualität der Innenstadt zu verbessern und die Menschen zum Verweilen einzuladen.“, so MdB Nickholz.

Nickholz: „Onlinehandel macht den Zentren zu schaffen“

„Innenstädte haben eine große Bedeutung für Menschen. Das ist durch die Folgen der Corona-Pandemie noch deutlicher geworden. Innenstädte unterliegen schon länger einem Strukturwandel, der durch die Corona-Pandemie beschleunigt wurde. Filialisierung und Digitalisierung, der Onlinehandel und die Verdrängung sozialer Einrichtungen und von Wohnungen machen den Zentren zu schaffen“, gibt des Abgeordnete zu bedenken.

„Wir haben die Vision eines Stadtzentrums, in dem Bürgerinnen und Bürger nicht nur essen und trinken oder einkaufen gehen, sondern auch wohnen und arbeiten können. Innenstädte sollen Orte der Begegnung sein, der Bewegung und Kommunikation. Innenstädte müssen sich an die Klimaveränderung anpassen und durch soziale Einrichtungen Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen ansprechen. Das ist eine große Aufgabe, bei der wir den Kommunen mit dem Förderprogramm unter die Arme greifen und sie gleichzeitig selbst entscheiden lassen wollen, wie sie dieser Vision näherkommen“, so der SPD-Abgeordnete abschließend.

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