Ahornweg in Marl-Hüls - letzte Chance, die alten Häuser noch zu retten

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MZ-Redakteurin Martina Möller kommentiert: Marler Ratspolitiker wollen, dass die Häuser am Ahornweg nicht so schnell abgerissen werden. © Meike Holz
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Für die Bewohner ist die Quartiersentwicklung am Ahornweg im Herzen von Hüls seit Jahren ein schwieriges Thema – und für die meisten war das so nervenaufreibend, dass sie ihre Wohnungen hier längst aufgegeben haben. Das Schicksal der zum Abriss bestimmten Häuser ist entschieden. Jetzt will die Mehrheit der Marler Ratspolitik den Prozess mit einem neuen Bebauungsplan vielleicht doch noch stoppen.

Rückblick: Zuerst planten die Marler Investoren Römer und Partner anstelle der alten Wohnsiedlung hinter der Sparkasse Vest am Ahornweg einen Teilabschnitt des neuen Römerquartiers zu errichten.

Die damals noch in größerer Zahl vorhandenen Bewohner rückten den Ratspolitikern auf die Pelle und kämpften für ihren Verbleib in der Siedlung. Die Baupläne der Marler Investoren wurden bekanntlich nicht verwirklicht.

Aber die Wohnungsgesellschaft Vivawest, Eigentümerin der Häuser Ahornweg 1-19 verfolgte eigene Pläne – und wieder wurde der Abriss der Häuser geplant. Mit der übrigens von der Stadt Marl genehmigten Rodung von Bäumen und Sträuchern wird der nun vorbereitet.

Wenn Ratspolitiker einfordern, den Prozess noch aufzuhalten, gibt es nur noch eine Möglichkeit: die Veränderungssperre für das gesamte AV-Quartier. Was der Investor Vivawest dazu sagen würde, bleibt abzuwarten – wenn es dazu kommt.