Turnhalle eingerichtet, Essen verteilt

ASB und DRK helfen Hochwasseropfern in Leverkusen

Auch ASB und DRK haben den Geschädigten der Hochwasserkatastrophe geholfen. 30 Katastrophenschützer waren vier Tage lang in Leverkusen im Einsatz.
Auf die Schnelle errichteten Helfende von ASB und DRK in einer Turnhalle eine Bleibe für die Geschädigten der Hochwasserkatastrophe. © Barbara Bechtloff

„Alles musste schnell gehen“, berichtet ASB-Geschäftsführerin Loraine Hofer aus Marl, die selbst an den Einsätzen beteiligt war. „Erst vor Ort erfuhren wir dann, dass der Einsatz bis Montag dauern sollte.“ So mussten nachträglich wichtige Dinge wie Wechselkleidung für die Helfer nach Leverkusen gebracht werden.

Der ASB-Regionalverband Vest hat an der Mainstraße in Marl seinen Wagenpark mit Kranken- und Rettungstransportwagen, Betreuungskombi, Lkw und Einsatzleitwagen untergebracht. Kräfte aus Marl, anderen Kreisstädten, dem Münsterland sowie des DRK Oer-Erkenschwick rückten zum Hilfseinsatz aus.

Sie organisierten eine Bleibe in der Turnhalle eines Leverkusener Gymnasiums. Menschen, die ihre Häuser verlassen mussten, konnten hier schlafen, duschen, ihr Handy laden und wurden mit Mahlzeiten versorgt.

Mehrere Altenheime evakuiert

In einer weiteren Unterkunft konnten die aus ganz Deutschland eingetroffenen Helfer von Feuerwehren, THW und anderen Hilfsorganisationen zwischendurch ihre Kraftreserven auffüllen. Betroffene und Helfer wurden verpflegt, ein Team bereitete täglich Frühstück, Mittagessen und Abendessen vor und verteilte die Mahlzeiten an unterschiedliche Standorte im Stadtgebiet. Auch Müllsäcke, Getränke und Süßes wurden ausgegeben. Für diesen Einsatz war der ASB mit sieben Fahrzeugen vor Ort.

Zwischenzeitlich erreichte die Helfer nachts ein weiterer Alarm: Der Patiententransportzug, der bei Großschäden eingesetzt wird, wurde gebraucht: Mehrere Altenheime im Rhein-Sieg-Kreis mussten mit vereinten Kräften evakuiert werden. Allein dieser Einsatz dauerte 22 Stunden.

Von der Solidarität beeindruckt

Am Montagmittag kehrten auch die letzten Helfer aus Leverkusen nach Hause zurück. Loraine Hofer: „Die Solidarität und der Zusammenhalt zwischen den Menschen haben mich sehr beeindruckt. Fußballfans der ‚Nordkurve12‘ haben Keller ausgeräumt, Müllsäcke gepackt, Betten aufgebaut und geholfen,

Verpflegung zu Senioren und anderen Menschen zu bringen. Außerdem haben uns immer wieder Leute angesprochen und Wohnraum angeboten.“ Eine Familie habe für die angebotene Wohnung sogar noch schnell ein Bett und ein Sofa im Möbelhaus besorgt.

Den ASB erreichten außerdem viele Sachspenden von Privatleuten und Unternehmen. „Wir sind überwältigt von der Spendenbereitschaft und unglaublich dankbar“, sagt Loraine Hofer. Aktuell muss der ASB nun die Verteilung organisieren und bittet die Marlerinnen und Marler, erst einmal keine weiteren privaten Sachspenden vorbeizubringen.

Ehrenamtliche, die Lust haben, sich im Katastrophenschutz zu engagieren, können sich aber jederzeit gerne melden – unter ehrenamt@asb-vest-re.de

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