Corona-Patient entlassen

Beatmet im Flugzeug angekommen, per Rettungswagen nach Hause

Beatmet im Flugzeug eingeflogen, nun selbst atmend im Rettungswagen: Die Marler Paracelus-Klinik entlässt einen Corona-Patienten nach sechs Wochen Behandlung zurück nach Ostdeutschland.
Dr. Stefan Schüßler, Chefarzt des Zentrums für Notfallmedizin, freut sich, dass der Corona-Patient Richtung Heimat verlegt werden kann. © MZ-Archiv/Gutzeit

Zurück in die Heimat heißt es für einen der sogenannten Kleeblattpatienten, die das Klinikum Vest Anfang Dezember aus dem Kleeblatt „Ost und den Niederlanden“ übernommen hat. Nach sechswöchiger Behandlung im Pneumologischen Kompetenzzentrum an der Paracelsus-Klinik wurde der Patient nun zur weiteren Behandlung in seine Heimat verlegt.

Intensivbehandlung ab Anfang Dezember

Anfang Dezember war es im Zuge der vierten Welle zur Überlastung der regionalen Krankenhäuser in Sachsen und Thüringen gekommen. Daraufhin wurde das sogenannte Kleeblattkonzept aktiviert. Ein System des Bundes, das im Notfall unkomplizierte Patientenverlegungen zwischen den einzelnen Kleeblättern – denen meist mehrere benachbarte Bundesländer angehören – ermöglicht. So wurde der Patient am 1. Dezember beatmet im MedEvac-Flugzeug der Bundeswehr aus dem Osten Deutschlands zur weiteren Intensivbehandlung nach Marl verlegt.

In dieser Woche konnte der Covid-Patient nun nach sechswöchiger intensivmedizinischer Behandlung selbstständig atmend im Krankenwagen in ein wohnortnahes Krankenhaus zurückkehren. „Wir sind weiterhin im ständigen Austausch mit den Koordinierungsstellen, um im Bedarfsfall die Sicherstellung der regionalen Patientenversorgung durch Übernahme von Patienten zu garantieren“, sagt Dr. Stefan Schüßler, Chefarzt des Zentrums für Notfallmedizin.

Der Abend in Marl

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