Filmemacher aus Marl

Bewegende Dokumentation über das Schicksal einer Familie

Der in Herten geborene und in Marl aufgewachsene Historiker und Filmemacher Andreas Christoph Schmidt bekommt in Marl den dritten Grimme-Preis.
Andreas Christoph Schmidt, in Herten geboren und in Marl aufgewachsen, bekommt heute im Theater Marl den Grimme-Preis. © Ralf Deinl

Am Freitagabend wird Andreas Christoph Schmidt (64) für seine Dokumentation „Vernichtet. Eine Familiengeschichte aus dem Holocaust“ im Theater Marl mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Eine große Gala gibt es dieses Mal bei der Verleihung des renommierten Fernsehpreises nicht. Nur wenige Gäste dürfen dabei sein.

Schritt für Schritt zum Unfassbaren

Im seinem dritten preisgekrönten Film rekonstruiert Andreas Christoph Schmidt (Buch, Regie und Schnitt) beispielhaft, wie es zur Ermordung von Rosa Labe und ihren Kindern kam. Für den Zuschauer öffnet er den Blick in den Abgrund der NS-Zeit: Die 60-minütige Dokumentation geht die Schritte der Vernichtung nach, vom scheinbar Harmlosen zum nicht mehr Fassbaren.

Neuer Fernsehfilm über Moskau 1941

Ein neuer Fernsehfilm, den Andreas Christoph Schmidt produziert hat, ist jetzt im TV zu sehen. „Moskau 1941. Stimmen am Abgrund“ basiert auf Moskauer Tagebüchern und Briefen aus dem Jahr 1941. Der Film ist eine Koproduktion mit Arte, dem RBB und dem NDR. Autor und Regisseur ist Artem Demenok, mit dem Andreas Christoph Schmidt auch die Dokumentation „Krieg und Frieden. Deutsch-Sowjetische Skizzen“ gemacht hat, die 2019 für den Grimme-Preis nominiert war. Im Ersten ist der Film am 18. Oktober 23.35 Uhr zu sehen. Die Aufzeichnung der Grimme-Preisverleihung wird heute ab 22.30 Uhr auf 3sat gezeigt.

Der Abend in Marl

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