Europäisches Klassikfestival

Das Kulturzentrum Erlöserkirche präsentiert sich in neuem Gewand

Mit den Sommernachtsträumen und dem Pècs String Quartett wurde das Europäische Klassikfestival in der Erlöserkirche eröffnet. Hier ist bald alles nagelneu.
Das Pécs String Quartett eröffnete die Kozertreihe Sommernachtsträume im Kulturzentrum Erlöserkirche. © Jürgen Wolter

Das Kulturzentrum Erlöserkirche in Brassert befindet sich im Wandel: Wer das letzte Konzert dort vor einem Jahr gehört und gesehen hat und jetzt beim Auftakt der Sommernachtsträume im Rahmen des Europäischen Klassikfestivals am vergangenen Sonntag dabei war, hat festgestellt: Es hat sich viel getan, das Kulturzentrum verändert sein Gesicht.

Die Kirchenbänke sind entfernt, sie machen einer variablen Bestuhlung Platz, die in kräftigem Rot in Kürze geliefert wird. Neue Lichttechnik wurde bereits installiert, auf der linken Kirchenseite wurden Fenster eingebaut und Vorhänge aufgehängt, die den seitlichen Lichteinfall auf die Bühne stoppen. Auf der anderen Seite sollen sie in Kürze folgen.

Kulturzentrum soll Strahlkraft entwickeln

„Das Kulturzentrum Erlöserkirche wird zu einem Kleinod in Marl, das seine Strahlkraft über die Stadt hinaus entwickeln und weit in die Zukunft wirken wird“, zeigte sich Hubert Schulte-Kemper, Gründer des Europäischen Klassikfestivals, bei der Begrüßung der Gäste am Sonntag überzeugt.

200 Plätze sollen im neuen Kultur- und Konzertsaal zur Verfügung stehen. Direkt vor dem Saal werden einige neue Parkplätze geschaffen, außerdem können Besucher in Zukunft die Parkplätze des an der Schachtstraße neu entstehenden Netto-Marktes nutzen. „Damit lösen wir auch das Parkplatzproblem, das war eine Auflage, die wir erfüllen mussten“, so Mitorganisator Volker Zwetzschke, der zusammen mit Franz Lüke und Heribert Bösing zu den, wie Hubert Schulte-Kemper es nennt, „positiv Verrückten“ beim Kulturzentrum Erlöserkirche gehört. In etwa acht Wochen sollen die Umbauten fertig sein und das neue Kulturzentrum eröffnet werden.

Die Organisatoren freuten sich, zum Auftakt der Konzertsaison mit dem Pècs String Quartett gute Bekannte begrüßen zu können, die dem Europäischen Klassikfestival seit elf Jahren die Treue halten. „Zwar konnten wir Corona-geschuldet nicht das ganze Orchester einladen, umso mehr freuen wir uns, dass wir heute trotzdem Musiker aus Pécs zu Gast haben, die dem Festival immer treu geblieben sind“, so Hubert Schulte Kemper.

Besonders berührt zeigte er sich, einen langjährigen Weggefährten in der Erlöserkirche begrüßen zu können. Prof. Klaus Hupe kämpfte zusammen mit Hubert Schulte-Kemper von 1987 bis 2002 um den Erhalt der Philharmonia Hungarica, engagierte sich bei den Freunden der PH und begleitete sie auf vielen Konzertreisen.

Treue Gäste aus Pècs

Mit der Streichersonate D-Dur Nr. 6 „La Tempesta – Der Sturm“ von Gioacchino Rossini eröffnete das Pécs String Quartett das Programm des Abends. Beim anschließenden Forellenquintett von Franz Schubert gesellte sich Prof. Oleg Polianski am Klavier zum Ensemble. 50 Gäste fanden in der coronagerechten Bestuhlung Platz.

Die Konzerte im Rahmen des Europäischen Klassikfestivals fínden erstmals an vier Aufführungsorten statt. Neben dem Kulturzentrum Erlöserkirche gehören dazu historische Gebäude in Duisburg, Essen und Herne. „Von dieser Kooperation versprechen wir uns eine größere Außenwirkung“, so Volker Zwetzschke.

In der Erlöserkirche geht es weiter am 26. Dezember mit einem Konzert von Volker Zwetzschke und Prof. Oleg Polanski. Auf dem Programm stehen dann Werke von Franz Schubert und Franz Liszt.

Der Abend in Marl

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