Kita-Beiträge in Corona-Zeiten

Entscheidung für Marler Familien nicht aufschieben

Marler Familien haben sich mit der Marler SPD an NRW-Minister Joachim Stamp (FDP) gewandt. Sie wollen eine Zusage, dass das Land die Hälfte der Kosten für ausgefallene Kitazeiten übernimmt.
Das Land NRW hat jetzt den Städten ein Entgegenkommen bei der Beitragsbefreiung in Kitas und Offenem Ganztag signalisiert. © picture alliance/dpa

Marler Eltern haben das Schreiben des SPD-Stadtverbandsvorsitzenden und Bundestagskandidaten Brian Nickholz an den NRW-Familienminister mitunterzeichnet. Sie werfen der schwarz-gelben Landesregierung vor, keine verlässlichen Zusagen zum Thema Kita-Beiträge zu machen.

Kosten werden in Marl erstattet

Für die Stadt Marl hatte der Rat bereits vor Monaten einen Vorratsbeschluss zum Thema „Kitagebühren in Zeiten der Pandemie“ gefasst: Vorausgesetzt, das Land NRW beteiligt sich zur Hälfte an den Kosten, werden die Kita-Gebühren erstattet. Für Mai und Juni wurden die Kita-Gebühren in Marl erlassen. Die Beiträge für Juli werden ausgesetzt, um den städtischen Anteil der Rückerstattung für März und April vor Ende des Kita-Jahres auszugleichen.

Auch Verpflegungsbeiträge zurückzahlen

Anfang Juni entschied der Rat auch den Eltern von Kindern in Kitas und offenem Ganztag auch die Verpflegungsbeiträge für die Zeiten des Lockdowns zurückzuerstatten.

Wenig Verständnis gibt es seitens der SPD und der mitunterzeichnenden Eltern dafür, dass die Landesregierung die Zusage für den Erlass der Kita-Beiträge nicht für den gesamten Zeitraum der Pandemie gegeben hat. „Die Eltern können nicht verstehen warum ihre Anfragen zu diesem Thema unbeantwortet bleiben“, so Brian Nickholz.

Der Abend in Marl

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