Krankenhäuser überlastet

Internationale Notlage: Marler Klinik behandelt Patienten aus Sachsen und Holland

Zum ersten Mal übernimmt die Paracelsus-Klinik zwei Covid-Intensiv-Patienten aus Ostdeutschland. Bis zum Wochenende werden zwei weitere Patienten aus Sachsen und den Niederlanden erwartet.
Eine Intensivschwester betreut einen Patienten in einem der Behandlungszimmer der Intensivstation. Angesichts der sprunghaft zunehmenden Zahl von Corona-Infizierten helfen Kliniken in anderen Regionen aus. © Jens Büttner/dpa

Damit beteiligt sich das Marler Krankenhaus am sogenannten Kleeblattkonzept – einem System des Bundes zur gegenseitigen Hilfe bei Krankenhausüberlastungen. Damit einzelne Kliniken nicht überfordert werden, sollen innerhalb eines „Kleeblatts“, dem meist Nachbarbundesländer angehören, unkompliziert Patienten verlegt werden. Sobald das nicht mehr geht, werden Patienten landesübergreifend dorthin gebracht, wo Kapazitäten frei sind.

Eine konkrete Anfrage der Koordinierungsstelle in Köln für zwei Patienten aus dem Osten beantwortete die Klinik in Marl positiv. So wurden am Mittwochnachmittag zwei beatmete Patienten von der Bundeswehr zum Pneumologischen Kompetenzzentrum an der Paracelsus-Klinik Marl geflogen.

Nach einer weiteren Anfrage stellte das Krankenhaus auch die Behandlung von Intensiv-Patienten aus den Niederlanden und Sachsen in Aussicht. Bis zum Freitag sollen sie in Marl ankommen.

Im Klinikum Vest, dem auch das Knappschaftskrankenhaus in Recklinghausen angehört, koordiniert Dr. Stefan Schüßler, die Kommunikation mit den Kleeblatt-Koordinierungsstellen. Er ist Chefarzt des Zentrums für

Notfallmedizin in Recklinghausen: „Wir befinden uns in einer internationalen Notlage, die nur durch gemeinsame Anstrengungen bewältigt werden kann.“

Der Abend in Marl

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.