Jahnstadion Marl-Hüls: „Die Tribüne gehört unter Denkmalschutz“

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Pressetermin im Jahnstadion im Juni 2021. (v.l.) Werner Paulussen (Vorsitzender der Initiative 21 Werkbund), Ursula Thielemann, Prof. Dr. Roland Günter, Harald Jochums sowie Peter Schmidt (Bürgerinitiative Jahnwald) setzten sich gegen die Bebauung des Geländes ein.
Pressetermin im Jahnstadion im Juni 2021. (v.l.) Werner Paulussen (Vorsitzender der Initiative 21 Werkbund), Ursula Thielemann, Prof. Dr. Roland Günter, Harald Jochums sowie Peter Schmidt (Bürgerinitiative Jahnwald) setzten sich gegen die Bebauung des Geländes ein. © Meike Holz
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„Aufgrund der langjährigen Arbeit der BI Jahnwald und der Bürgerinitiative zum Erhalt des Jahnstadion-Waldes und der Unterstützung durch den Deutschen Werkbund ist nun ein Umdenken in der Politik zu erkennen“, schreibt Ursula Thielemann, zweite Vorsitzende im Deutschen Werkbund NW. Die Architektin aus Recklinghausen unterstützt ebenso wie der Vorstandsvorsitzende des Werkbunds NW, Werner Paulussen, die Initiative, das Tribünengebäude unter Denkmalschutz zu stellen.

„Nach unserer Sichtung war klar, dass die Tribüne mit der technisch einzigartigen Dachaufhängung, eine Ikone der modernen Architektur ist und unter Denkmalschutz gehört“, schreiben die Architektin und der Industrie-Designer, nachdem die Marler SPD-Fraktion beantragt hat, den Hülser Waldpark nicht zu realisieren. Die Fakt-Unternehmensgruppe hat das Bauprojekt geplant. Auf dem rund 38.250 m² großen Gelände des Jahnstadions sollen rund 200 Wohneinheiten errichtet werden.

„Nun heißt es im Stadtrat eine Mehrheit zu erzielen und den Weg für eine neue, sinnvolle und langfristige Perspektive für das Areal zu finden“, erklären die Vertreter des Werkbunds. „Diese Entwicklung zeigt, dass alte Entscheidungen geändert werden können, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern. Diese Entscheidung für den Erhalt von Wald und Stadion wird nachhaltig zum Wohle der Bevölkerung beitragen.“